Adamantoblast
Adamantoblasten („Ameloblasts“) während der Bildung des Schmelzes („Enamel“)

Adamantoblasten oder Ameloblasten sind spezialisierte Zellen, die den Zahnschmelz bilden. Sie sind neuroektodermalen Ursprungs und differenzieren sich im Rahmen der Zahnentwicklung aus dem inneren Schmelzepithel.

Sie bilden nach Beginn der Dentinbildung durch die Odontoblasten den Zahnschmelz, der ganz überwiegend aus Hydroxylapatit besteht. Die Exozytose der Sekretvesikel, in denen sich die Substanzen für das organische Grundgerüst des Schmelzes befinden geschieht am Zellapex, wo sich auch ein plumper Fortsatz, der Tomes-Fortsatz[1], befindet. Nachdem die Schmelzbildung abgeschlossen ist, wandeln sich die Ameloblasten zu Plattenepithelzellen des Saumepithels. Dabei verlieren sie die Fähigkeit, sich zu teilen. Beim Zahndurchbruch wandern diese Zellen schließlich in Richtung des Sulcus (Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch) und werden abgestoßen. Daher kann Zahnschmelz nicht regenerieren.

Das Wort „Adamantoblast“ kommt vom altgriechischen Wort άδάμας (adamas) „Stahl“, später auch „Diamant“ und βλάστη (blastä) „Keim“[2]. Der synonyme Begriff „Ameloblast“, ein sogenannter Etymologischer Bastard, ist vom altenglischen amel „Schmelz“ und altgriechischen βλἀστη (blastä) „Keim“ abgeleitet. [3]

Literatur

  • Schroeder H. E.: Orale Strukturbiologie. Thieme Verlag, Stuttgart 2000 ISBN 3-13-540905-8

Einzelnachweise

  1. Welsch: Lehrbuch Histologie, 2. Auflage, Elsevier, München 2006
  2. GEMOLL: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch
  3. Walter Hoffmann-Axthelm: Lexikon der Zahnmedizin, Quintessenz-Verlag, Berlin

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