Adameck
Adameck (rechts) erhält anlässlich seines 60. Geburtstages von Joachim Herrmann die Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold überreicht.

Heinrich „Heinz“ Adameck (* 21. Dezember 1921 in Silberhausen, Thüringen) war ein SED-Funktionär und 1968–1989 Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Fernsehen.

Adameck arbeitete nach Besuch der Volksschule und einer Ausbildung zum Kaufmann 1939 - 1940 als Lagerist in einer Papierwarenfabrik. 1940–1944 war er bei der Wehrmacht (zuletzt im Rang eines Obergefreiten), dann bis 1949 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Dort war er aktiv im Nationalkomitee Freies Deutschland.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland trat er der SED bei und war im Thüringischen Ministerium des Inneren tätig. 1952–1954 war er Mitglied des Staatlichen Rundfunkkomitees und 1954–1968 als Nachfolger von Gerhard Probst Intendant des Fernsehens der DDR.

1956–1960 absolvierte er ein Fernstudium an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft mit dem Abschluss als Diplom-Rechtswissenschaftler. 1959–1968 war er stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Rundfunkkomitees.

1963–1989 war Adameck Mitglied des ZK der SED und Präsident des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden, zugleich war er aktiv im Vorstand des Verbandes Deutscher Journalisten. 1968 wurde Adameck Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Fernsehen und 1971 Mitglied der Abteilung Agitation und Propaganda des ZK der SED. Als solcher war er für die politisch korrekte Ausrichtung des DDR-Fernsehens langjährig verantwortlich.

Adameck erhielt u.a. 1971 den Vaterländischen Verdienstorden, 1981 die Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden und 1986 den Karl-Marx-Orden. 1990 ging er in Folge der Wende in Rente, sein kurzzeitiger Nachfolger wurde Hans Bentzien.



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