Adamspik

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Sri Pada / Adams Peak
Höhe 2.243 m
Lage Distrikt Ratnapura, Sri Lanka
Geographische Lage 6° 28′ 48″ N, 80° 17′ 24″ O6.4880.292243Koordinaten: 6° 28′ 48″ N, 80° 17′ 24″ O
Sri Pada / Adams Peak (Sri Lanka)
DEC
Sri Pada / Adams Peak
Sonnenaufgang auf dem Sri Pada
Aufstieg zum Sri Pada
Ausblick vom Gipfel
Der Schatten im Westen
Ganesha-Tempel auf dem Gipfel

Der Berg Sri Pada (Sanskrit für „heiliger Fuß“, bezeichnet eigentlich nur den Fußabdruck auf dem Gipfel; Sinhala: Samanalakanda („Schmetterlingsberg“); Tamil: Sivanolipatha Malai, engl.: Adam's Peak) ist ein 2243 m hoher Einzelfelsen in der Provinz Sabaragamuwa in Sri Lanka im Distrikt Ratnapura.

Inhaltsverzeichnis

Religiöse Bedeutung

Der Berg ist eine Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen.

Auf dem Gipfel steht ein bewohntes Kloster, in dem sich ein 1,8 Meter langer Fußabdruck („Sri Pada“) befindet, der von Buddhisten als der Fußabdruck des Buddha verehrt wird. Hindus sehen den Fußabdruck als den von Shiva Adipadham an. Muslime sehen darin den Fußabdruck von Adam, Christen den des Apostel Thomas.

Jeder „gute Buddhist“, zumindest aus Sri Lanka, sollte einmal im Leben diesen Berg bestiegen haben. Nach dem Glauben der singhalesischen Buddhisten wird eine Frau, die den sehr beschwerlichen Aufstieg von Süden aus hinter sich gebracht hat, im nächsten Leben als Mann wiedergeboren (siehe Reinkarnation).

Der Aufstieg

Die Pilgersaison beginnt mit dem Dezember-Vollmond und endet mit dem letzten Mai-Vollmond.

Traditionell wird der Berg nachts bestiegen. So kann man die Tageshitze meiden und den Sonnenaufgang miterleben, der von den Einheimischen mit euphorischen „Sadhu, Sadhu“-Rufen begleitet wird, und den dreieckigen Schatten des Bergs im Nebel auf der westlichen Seite betrachten.

Es sind zwei Hauptrouten für den Aufstieg möglich:

  • vom Norden ab Dalhousie (33 km südwestlich von Hatton) direkt am Fuß des Berges (einige Stunden) und
  • vom Süden ab Ratnapura über Malawa–Palabadalla–Heramitipana (ca. eine Woche).

Der über lange Strecken aus steilen Stufen und Klettersteigen bestehende 7 km lange nördliche Aufstieg, für den man bei gemächlichem Tempo sechs Stunden benötigt, ist von zahlreichen Teestuben gesäumt und während der Pilgersaison seit den späten 80er Jahren nachts elektrisch beleuchtet. Aus früheren Jahrhunderten gibt es Berichte darüber, wie Pilger auf Grund der Strapazen des Aufstiegs an Erschöpfung starben oder vom noch nicht mit Geländern gesicherten Weg von Windböen in den Abgrund geweht wurden; auch heute gibt es regelmäßig Todesfälle zu beklagen.

Tourismus

In Dalhousie, dem von Hatton aus mit Bus und Taxi leicht erreichbaren Ausgangspunkt des Aufstiegs vom Norden aus, befinden sich zahlreiche Gasthäuser und Geschäfte, die Übernachtungsmöglichkeiten, Souvenirs und Verpflegung anbieten.

Vom Gipfel des Bergs aus bietet sich eine herrliche Aussicht auf ein Panorama mit Blick ins „Hill Country“ im Norden und Osten und hinunter ins Flachland im Süden und Westen; man kann bei klarer Sicht bis nach Colombo (ca. 65 km) sehen.

Der nächste Bahnhof liegt in Hatton, die nächste größere Stadt ist Nuwara Eliya.


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