Datensatz

Ein Datensatz ist nach Mertens (1998) eine Gruppe von inhaltlich zusammenhängenden Datenfeldern, z. B. Artikelnummer und Artikelname.[1] Die Datenfelder ‚Name‘, ‚Adresse‘ und ‚Geburtsdatum‘ könnten ferner einen Datensatz zu einer Person bilden. Datensätze werden im Rahmen der Datenverarbeitung häufig in Datenbanken oder in Dateien verwaltet. Bei der Verwaltung von Datensätzen in einer Tabelle entspricht ein Datensatz einer Tabellenzeile. In einer Kartei entspricht ein Datensatz einer einzelnen Karteikarte. Zur Eingabe und Ausgabe von Datensätzen werden oft Formulare verwendet. Allgemein betrachtet entspricht ein Datensatz in der Informatik der Datenstruktur eines assoziativen Arrays beziehungsweise dem Datentyp des Verbundes. Das mathematische Modell eines Datensatzes ist ein Tupel. In der Praxis werden zur Strukturierung von Datensätzen verschiedene Datenformate und Dateiformate wie zum Beispiel CSV, XML und RDF verwendet.

Historisch ähnlich ist die Lochkarte. Wenn es unterschiedliche Kategorien von Datensätzen gibt, so werden diese über die Satzart unterschieden. Dies kann entweder durch eine Aufteilung in unterschiedliche Dateien/Datenbanken geschehen, oder durch ein spezielles Feld, das den weiteren Aufbau der Zeile beschreibt.

Umgangssprachliche Verwendung des Begriffs

Während in der relationalen Algebra und in relationalen Datenbanksystemen der Begriff Datensatz eingeschränkt als eindimensionale, strukturierte Sammlung von Attributen eines Elements einer übergeordneten Menge (z. B. Karteikarte in einer Kartei, Adresszeile in einer Adressliste etc.) definiert ist, wird er umgangssprachlich häufig (und fälschlicherweise) in einem breiteren Sinn verwendet, z. B. zur Benennung einer Tabelle mit voneinander unabhängigen Zeilen, einer mehrdimensionalen (Daten-)Matrix oder auch für die Gesamtheit von „Daten“ über einen bestimmten Sachverhalt an sich (ein „Satz von Daten“, eine „Sammlung von Daten“).

Einzelnachweise

  1. Mertens, P; et al (1998): Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 5. Auflage, Springer Verlag, Berlin, S. 59

Siehe auch


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