Adapazarı

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Adapazarı
Wappen von Adapazarı
Adapazarı (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Sakarya
Koordinaten: 40° 47′ N, 30° 24′ O40.77777777777830.40166666666731Koordinaten: 40° 46′ 40″ N, 30° 24′ 6″ O
Höhe: 31 m
Einwohner: 233.023[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 264
Postleitzahl: 54 xxx
Kfz-Kennzeichen: 54
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Süleyman Dişli (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Adapazarı
Einwohner: 245.458[1] (2010)
Fläche: 562 km²
Bevölkerungsdichte: 437 Einwohner je km²
Kaymakam: Akın Yılmaz
Webpräsenz (Kaymakam):
Blick auf Adapazarı

Adapazarı ist eine türkische Stadt in der Marmararegion und hatte im Jahr 2010 233.023 Einwohner. Sie ist die Provinzhauptstadt der Provinz Sakarya. Bürgermeister ist Süleyman Dişli, der der AKP angehört.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich war Adapazarı ein kleines Dorf, das an einer Verzweigung des Flusses Sakarya lag und deshalb nach der türkischen Einnahme unter Sultan Orhan I. 1324 schlicht Ada / ‏آدا‎ (Insel) genannt wurde. Es wird erstmals in einem Dokument von Orhan I. über eine Vaḳıf-Gründung erwähnt. 1795 erwähnt ein Dokument das Dorf erstmals unter dem modernen Namen Ada Pāzārı / ‏آدا پازارى‎ (Insel-Marktplatz) als Sitz eines Verwaltungsbeamten. Im Jahr 1852/1853 wurde das Dorf zu einer Stadt erhoben. Um 1890 hatte die Stadt 24.000 Einwohner, bei der Volkszählung von 1950 war die Einwohnerzahl auf 36.210 angestiegen.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Adapazari liegt in einer der wirtschaftlich aufsteigenden Regionen der Türkei und profitiert dabei von der Nähe zum großen Absatzmarkt Istanbul und den Häfen in Izmit. Wichtige Wirtschaftszweige sind die Textilindustrie, Industriezulieferer sowie Dienstleistungen. Zudem profitiert die Stadt von den fruchtbaren Böden (Marschböden) im Umkreis. Neben der Landwirtschaft, welche immer mehr in den Hintergrund rückt, nimmt die Industrie einen immer größeren Stellenwert ein. Eine Mehrheit der Bevölkerung arbeitet in der industriellen Produktion, unter anderem in der Autofabrik Toyota, beim Reifenhersteller Goodyear, in der Schnellzugfabrik EUROINTEM sowie der LKW-Fabrik Otokar. Des Weiteren sind mehrere große Unternehmen der Türkei, wie die Toprak Holding, in Adapazari ansässig. Verkehrstechnisch günstig liegt Adapazari auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara. Wichtige Bahnlinien und Fernstraßen zwischen den beiden Metropolen verlaufen durch Adapazari.

Erdbeben

Adapazarı fand aufgrund des Erdbebens am 17. August 1999 international Beachtung. Die Innenstadt wurde zu einem sehr großen Teil zerstört, wobei mehrere tausend Menschen starben. Adapazarı gehörte wie Gölcük und Izmit zu den vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Städten.

Dabei trugen hauptsächlich zwei Faktoren zu den großen Zerstörungen bei: Einerseits liegt Adapazarı unweit einer der großen Anatolischen Erdspalten, zum anderen wurde das Zentrum der Stadt auf relativ losem Untergrund errichtet. Heute erinnert eine ständige Ausstellung an die Opfer und die Folgen des Bebens. Durch die Tragödie starben damals etwa 25.000-30.000 Menschen in der Türkei.
Durch zahlreiche Spenden aus aller Welt konnte die Stadt wieder aufgebaut werden. Dazu trug auch ein 26 Millionen schwerer Kredit der Europäischen Kreditanstalt für Wiederaufbau bei.

Sonstiges

Unweit der Stadt befindet sich die spätantike Sangariusbrücke mit einer beträchtlichen Länge von 429 m. Bei Erholungssuchenden sind die umliegenden Seen wie Sapanca und Poyraz Gölü sehr beliebt sowie Karasu am Schwarzen Meer. Keltepe (1610 m) ist bei Wanderern und Skifans beliebt.

Sport

Adapazarı ist die Heimat der Mannschaft Sakaryaspor. Diese gewann einmal den Fortis Türkiye Kupası und hat bis heute 11 Saisons in der ersten türkischen Liga gespielt. In der Saison 2007/2008 spielten sie zum letzten Mal in der ersten Liga und sind abgestiegen, zur Zeit spielt die Mannschaft in der Bank Asya 1. Lig. Viele heutige Stars wie Tuncay Şanli, Hakan Şükür oder Oguz Cetin sind in Adapzarı geboren. Auch der Gewinner der Supersport-Weltmeisterschaft Kenan Sofuoğlu ist in der Stadt geboren.

Partnerstädte

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 7. Juni 2011
  2. Robert Anhegger Ada Pazarı in Encyclopaedia of Islam

Weblinks


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