Davidi

Davidi

Aharon Davidi (* 1927) ist ein ehemaliger Brigadegeneral der israelischen Armee und Begründer des Sar-El-Programmes.

Der Sohn ukrainischer Einwanderer wurde in Israel geboren und engagierte sich ab dem fünfzehnten Lebensjahr bei den jüdischen Selbstschutzorganisationen Haganah and Palmach. Im Unabhängigkeitskrieg von 1948 kämpfte er an der Südfront in der Negev-Brigade, in der auch seine spätere Frau Hassida diente. 1953 meldete er sich zur neu aufgestellten Fallschirmtruppe als Kompaniechef. Seine Einheit zeichnete sich 1953/54 bei verschiedenen Vergeltungsaktionen und Kommandounternehmen aus, so z.B. beim Angriff auf Kibya (gemeinsam mit Arik Scharons Einheit 101, mit dem ihn seit jener Zeit eine tiefe Freundschaft verbindet). 1955 wurde er für bei einem Einsatz in Gaza gezeigte Tapferkeit dekoriert. Im Sinaifeldzug von 1956 nahm er als Oberstleutnant entscheidend an der Einnahme des Mitlapasses teil. 1965 wurde er zum ersten Kommandeur des Fallschirm- und Infanteriekorps bestellt.

Im Sechstagekrieg leitete er persönlich die Einnahme Scharm El-Scheichs und führte nach der Verwundung Raful Eitans dessen Fallschirmjäger bis zum Suezkanal. 1970 nahm er als Brigadegeneral seinen Abschied vom aktiven Militärdienst und studierte in London Geografie. 1973 promovierte er über die Probleme ethnischer Minderheiten in China. Ab 1974 unterrichtete er an der Universität in Tel Aviv. 1977 zog er auf den Golan, um Direktor der Gemeinde- und Kulturaktivitäten für den Golan und das Jordantal zu werden. Während des Libanonkrieges gründete er das Sar-El-Programm für ausländische Freiwillige bei der israelischen Armee, das er auch noch heute mit großem Engagement leitet.

Davidi lebt jetzt in Ramat Gan und ist Vater dreier Kinder.


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