Adelby
Die St. Johanniskirche Adelby

Adelby bezeichnet erstens ein altes Kirchspiel östlich von Flensburg, zweitens den namensgebenden, früh verschwundenen Hauptort dieses Kirchspiels und drittens eine von 1966 bis 1974 bestehende Gemeinde, die durch den Zusammenschluss der Gemeinden Tarup, Sünderup und Tastrup entstand.

Das Kirchspiel

Zum Kirchspiel gehörten unter anderem die Orte Twedterholz, Mürwik, Fruerlund und Fruerlundholz, Wasserloos, Kauslund, Engelsby, Twedt, Jürgensgaard, Klein und Groß Tarup mit Kreuz, Klein und Groß Adelbylund, Sünderup und Tastrup.

Die jetzige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Adelby umfasst nur noch die südöstlichen Flensburger Stadtteile Tarup und Sünderup sowie die Landgemeinde Tastrup im Kreis Schleswig-Flensburg. Der im 20. Jahrhundert immer wieder erweiterte Friedhof ist heute noch der einzige Friedhof im Osten der Stadt Flensburg.

Die St.-Johannis-Kirche zu Adelby wurde um 1080 erbaut; sie ist eine der ältesten Kirchen der Region. Im 18. Jahrhundert wurde das kleinere Chor abgebrochen und in Ziegelsteinen in gleicher Höhe mit dem Schiff neu gebaut, so dass die Kirche heute ungegliedert erscheint. Gleichzeitig wurde der barocke Turm errichtet, der ein Monogramm König Christians VII. trägt.

In ihrem autobiographischen Roman Ellen Olestjerne (1903) schreibt Franziska Reventlow, dass sie "zur Besserung" im Haushalt des Pastors zu Adelby untergebracht wurde.

Die Gemeinde 1966 bis 1974

1966 schlossen sich die Gemeinden Tarup, Sünderup und Tastrup zur Gemeinde Adelby zusammen. 1970 wurde das früher zu Sünderup gehörende Adelbylund, wo sich der Sitz der Gemeindeverwaltung befand, an die Stadt Flensburg abgetreten. 1974 wurden Tarup und Sünderup nach Flensburg eingemeindet, während Tastrup wieder eigenständig wurde.

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