Adendorfer EC
Adendorfer EC
Adendorfer EC
Vereinsinfos
Geschichte Adendorfer Eishockey-Club (Gründung 1994)
Adendorfer Eissport-Club (Neugründung 2001)
Adendorfer Eishockey-Club (2006)
Vereinsfarben blau, gelb
Liga Oberliga Nord
Spielstätte Walter-Maack-Eisstadion
Kapazität 2.300 Plätze (davon 400 Sitzplätze)
Cheftrainer Uwe Gräser
Kapitän Leif Buckup
Saison 2010/11 5. Platz (Vorrunde)

Der Adendorfer Eishockey Club ist ein deutscher Eishockeyverein aus Adendorf in der Lüneburger Heide in Niedersachsen, der in der drittklassigen Oberliga Nord spielt. Ein namensähnlicher Vorgängerverein war zuvor bereits in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aktiv.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Adendorfer Eishockey entwickelte sich ab Mitte der 1970er Jahre, nach dem Bau der ersten künstlichen Eisfläche im Bezirk. Der ortsansässige Verein TSV Adendorf gründete eine Eishockeyabteilung, welche bis 1994 Bestand hatte und zuletzt 1994 in der viertklassigen Regionalliga Nord spielte. Nach der Auflösung der Eishockeyabteilung des TSV Adendorf gründete sich der erste Adendorfer Eishockey Club (kurz „AEC“). Seine erste Spielzeit, die Saison 1994/95 spielte der AEC in der Regionalliga Nord/Ost und wurde Meister. Als Aufsteiger in die 2. Liga Nord konnte die Mannschaft in der folgenden Saison nach der Vorrunde einen vierten Platz vorweisen, musste sich aber in der Aufstiegsrunde mit dem achten Platz begnügen. Nachdem der AEC nach dem Konkurs des Hauptsponsors 1996 nur knapp der Zahlungsunfähigkeit entgangen war, konnte man einen sechsten Platz erreichen, unterlag allerdings in den Play-offs dem REV Bremerhaven.

In der Saison 1997/98 startete der AEC nach der Neustrukturierung der Ligen in der 1. Liga Nord, konnte am Ende der Vorrunde aber nur den 16. Platz belegen. In der Relegation schaffte der Club schließlich mit dem Erreichen des siebten Platzes den Klassenerhalt. In der folgenden Saison verpasste der Adendorfer EC wieder die Meisterrunde, konnte aber in der Relegation den dritten Platz erreichen.

Die Saison 1999/00 wurde die erfolgreichste des Vereins in der wieder unter dem alten Namen ausgespielten spielten drittklassigen Oberliga Nord. Der AEC wurde überraschend Sechster und konnte in den Play-offs den Aufstiegskandidat Ratinger Ice Aliens mit 3:0 Siegen ausschalten. Zwar scheiterte der AEC in der folgenden Serie am EHC Straubing mit 0:2, dennoch bedeutete das Erreichen des Halbfinales den größten Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. In der folgenden Saison feierte der AEC zwar erneut den Einzug in die Play-offs, musste sich dort in der ersten Runde dem ETC Crimmitschau geschlagen geben. Aufgrund eines verlorenen Rechtsstreits und einer damit verbundene Abfindung an einen Ex-Trainer, musste der Adendorfer EC im Sommer Insolvenz anmelden.

Daraufhin wurde der Verein vor der Saison 2001/02 als Adendorfer Eissport Club neu gegründet. In der neuen viertklassigen Regionalliga Nord/Ost erreichte das Team in der Vorrunde den dritten Platz und wurde in der anschließenden Meisterrunde Siebter. Auch in der Spielzeit 2002/03 konnte der AEC zunächst Platz drei erreichen und sich in der Meisterrunde zum Vorjahr auf Platz vier vorschieben. Saison 2003/04 schafft der Verein als Vierter den Einzug in die Meisterrunde, wo er allerdings nur den neunten Platz erreichen konnte.

Der Vorstand des AEC äußerte im Frühjahr 2004 Interesse an dem ihr angebotenen Aufstieg in die drittklassige Oberliga Nord, welcher schließlich jedoch nicht wahrgenommen wurde. Mit einem neuen Vorstand und Trainer ging der AEC ins nächste Jahr und konnte sich wiederum als Vierter für die Meisterrunde qualifizieren. Die Verpflichtung von Torwart Varian Kirst verhalf der Mannschaft zum fünften Platz in der Meisterrunde, in welcher das Team den späteren Meister Ratingen schlagen konnte.

Die Saison 2005/06 war die letzte des Eissportclubs: Nach einer katastrophalen Vorrunde verpasste der AEC als Neunter die Meisterrunde und konnte mit einem auseinanderfallenden Team nicht den Abstieg in der Relegation verhindern. Aufgrund der sportlichen Misere und dem damit verbundenen finanziellen Ausfällen war der AEC im März 2006 zahlungsunfähig und stellte einen Insolvenzantrag. Um die Tradition des Eishockey im Verein fortzusetzen und den Mitgliedern, insbesonderen dem Nachwuchs, nicht dem Übertritt zum EHC Adendorf empfehlen zu müssen, wurde im Juli 2006 der zweite Adendorfer Eishockey Club gegründet. Nach einer Saison in der Verbandsliga spielte dieser von 2007 wieder in der viertklassigen Regionalliga, die in der Saison 2008/09 im Gegensatz zur Saison 2007/08 nur noch als Regionalliga Nord durchgeführt wurde.

Im Mai 2009 entschieden sich die Mitglieder des seit der Saison 1999/00 neben dem AEC existierenden EHC Adendorf ihren Verein zum 1. Juli 2009 aufzulösen und den Mitgliedern den Übertritt zum AEC zum empfehlen.

Durch die Ligenreform und der Neuorganisation der Oberligen im Frühjahr 2010 meldete der AEC für die Saison Saison 2010/11 wieder für die Oberliga Nord in der man nach gutem Start am Ende den zur Aufstiegsrunde benötigten zweiten Platz verpasste und Fünfter wurde.

Mannschaft

Kader der Saison 2011/12

(Stand: 28. Juni 2011)

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
26 Deutschland Christian StanikU23 24. Januar 1990 2008 eigene Jugend
40 Kanada-Deutschland Varian Kirst 18. Mai 1975 Montreal, Kanada 2011 ERV Schweinfurt
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
2 Deutschland Michael Kratz 27. Juli 1975 Düsseldorf, Deutschland 1996 EC Wilhelmshaven-Stickhausen
3 Deutschland Hendrik AlexanderU23 19. Oktober 1988 2005 eigene Jugend
24 Deutschland Thorsten Heideck 17. Mai 1980 Bad Muskau, DDR 2005 EC Pfaffenhofen
39 Deutschland Frank Richardt 20. Oktober 1977 Berlin 2010 Langenhagen Jets
77 Kanada Dustin KorlakAL Stonewell 2011 Hannover Braves
88 Deutschland Stephan Zahrt 2011 zuletzt inaktiv
90 Deutschland Markus Schneider 2. Dezember 1983 2010 ESC Harzer Wölfe Braunlage
Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
6 Deutschland Jan KrambeerU23 F 8. August 1988 2005 KEV Hannover
8 Lettland Romans NikitinsAL F 2011 HK Concept Riga
9 Deutschland Denny Böttger LW 5. Februar 1977 Berlin, DDR 1998 Deggendorfer SC
15 Deutschland Benjamin Garbe F 12. März 1985 2007 Hamburger SV
17 Deutschland Leif Buckup – C C/LW 6. April 1987 Iserlohn, Deutschland 2008 Grant MacEwan College
18 Deutschland Anthony A. Eshun 26. März 1984 Berlin 2010 inaktiv
23 Deutschland Marvin Gräser 2011
25 Deutschland Peter Hofmann C/RW 31. März 1974 Lauchhammer, DDR 1996 EHC Trier
33 Deutschland Matthias Hofmann – A F 19. Dezember 1976 Lauchhammer, DDR 2005 EC Wilhelmshaven-Stickhausen
65 USA-Deutschland Shane Michael Haskins 2011 Rote Teufel Bad Nauheim
81 Deutschland Leon Arved Zawadzki F 27. Oktober 1993 2010 Hannover Indians
89 Deutschland Marlon Czernohous F 11. April 1989 Hamburg, Deutschland 2010 Königsborner JEC
97 Deutschland Phil Hungerecker F 3. August 1994 Lüneburg, Deutschland 2011 Hannover Indians
Offizielle
Tätigkeit Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
Trainer Deutschland Uwe Gräser 2011 Salzgitter Steelers

U23 = U23-Spieler. Nach den Regeln des LEV Niedersachsen fallen 2009/10 alle Spieler, die nicht als transferkartenpflichtiger Spieler nach den Regeln der IIHF am Spielbetrieb teilnehmen und vor dem 1. Juni 1987 geboren sind, unter diese Regelung. Es müssen in der Regionalliga Nord mindestens drei Spieler pro Spiel auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt werden.
AL = Der Spieler besetzt eine Ausländerlizenz.

Nachwuchs

Der Adendorfer EC hat eine der größten Jugendabteilungen im norddeutschen Eishockey und stellt in folgenden Altersklassen Mannschaften:

  • Kleinstschüler
  • Kleinschüler
  • Knaben
  • Schüler
  • Jugend
  • Junioren

Weitere Mannschaften

Zu den Jugendmannschaften kommt noch die Damen-Mannschaft der Lady Rams, die in der Saison 2009/10 an der zweitklassigen 2. Liga Nord teilnahm. In der sechstklassigen Landesliga Nord spielen in der Spielzeit 2010/11 die bisherige Hobbymannschaft als 1b-Herrenmannschaft und die Mannschaft Faust als 1c-Herrenmannschaft.

Vereinskultur

Fans und Rivalitäten

Aus den gemeinsamen Spielzeiten in den 1990er Jahren hatte sich eine Rivalität mit den Crocodiles Hamburg aufgebaut. Dies beruhte insbesondere auf dem Vergleich Weltstadt gegen Dorf sowie der Tatsache, dass die Hamburger aufgrund höherer Etat´s (und der damit auf dem Papier stärkeren Mannschaft) zudem immer als Favorit auf Eis gingen. Nach der Insolvenz der Hamburger und dem damit verbundenen Neubeginn in der Verbandsliga kühlte sich das Verhältnis zusehends ab, auch weil die Crocodiles durch den Umzug der München Barons nach Hamburg (Umbenennung in Hamburg Freezers) einen radikalen Zuschauerschwund erlebten. Mit dem EHC Timmendorfer Strand 06 teilt der AEC seit 1998 die Liga und verbindet die wohl stärkste Rivalität. Das "Derby" der Dörfer nimmt seinen Ursprung in den regelmäßig engen Spielen zwischen den "Muschelschubsern" (Timmendorf) und den "Bauern" (Adendorf). In den letzten beiden Spielzeiten hat sich der HSV zu einem neuen Rivalen entwickelt. Grund ist zum einen ein Spiel in Adendorf, dass aufgrund von Rauchbomben aus dem HSV-Fanblock abgebrochen werden musste. Außerdem schaffte es der AEC in den vergangenen Spielen nicht die personell deutlich schlechter aufgestellten Hamburger zu schlagen, man gab sicher gewonnen geglaubte Spiele wieder her.

Weblinks


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