Der Winsbeke
Der Winsbeke (Codex Manesse, 14. Jh.)
Die Winsbekin (Codex Manesse, 14. Jh.)

Der Winsbeke (= Windsbacher, unklar ist, ob es sich um einen realen Autorennamen handelt) ist ein mittelhochdeutsches Lehrgedicht, das um 1220 entstand. Im ersten Teil unterrichtet ein erfahrener Ritter seinen Sohn in ritterlicher Tugend und Lebenslehre. Im zweiten Teil, der vermutlich von einem Geistlichen hinzugefügt wurde, ermahnt der Sohn den Vater zu Buße, Weltentsagung und Sündenbekenntnis.

Die Winsbekin, eine Nachahmung des Werkes in der gleichen Strophenform, enthält einen Dialog zwischen Mutter und Tochter über das höfische Frauenideal und die Minne.

Literatur

  • Johann Friedrich Frischeisen (Hrsg.): Winsbeke. Der Windsbacher Beitrag zum Minnesang des Hochmittelalters. Roderer, Regensburg 1994, ISBN 3-89073-691-2.
  • Moriz Haupt (Hrsg.): Der Winsbeke und die Winsbekin. Leipzig 1845 (Digitalisat in der Google Buchsuche).
  • Albert Leitzmann (Hrsg.): König Tirol, Winsbeke und Winsbekin. (= Altdeutsche Textbibliothek; Nr. 9). Niemeyer, Halle 1888.
  • Albert Leitzmann.: Winsbecke. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 461 f.
  • Frieder Schanze: „Winsbecke“, „Winsbeckin“ und „Winsbecken-Parodie“. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2. Auflage, Band 10, Sp. 1224–1231. Walter de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-015606-7.

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