Adolf Brüning
Epitaph in der Marienkirche (Zustand vor 1942)
Epitaph (Zustand 2011)

Adolf Brüning (* 1634; † 8. September 1702 in Lübeck) war ein Lübecker Ratsherr der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Leben

Brüning war der Sohn des westfälischen Kaufmannes Nikolaus Brüning. Dieser war nach den Aufzeichnungen Jacob von Melles selbst aus Flessen in Westfalen[1] nach Lübeck zugewandert. Adolf Brüning war von 1656 bis 1681 Vorsteher des Lübecker Waisenhauses. 1687 wurde er in den Rat der Stadt gewählt und war dort mehrfach als Kämmereiherr tätig.

Verheiratet war er mit einer Tochter des Ratsherrn Adolf Rodde.[2] Sein Epitaph wurde von dem flämischen Bildhauer Thomas Quellinus geschaffen und befindet sich am fünften Wandpfeiler des südlichen Seitenschiffs in der Lübecker Marienkirche. Beim Luftangriff im März 1942 schwer beschädigt, ist es nur in Teilen erhalten.

Literatur

  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie 2. Auflage, Lübeck 1925, Nr. 813.
  • Gustav Schaumann, Friedrich Bruns (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck. Hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 374 ff.

Einzelnachweise

  1. Nach Hermann von Bruiningk: Das Geschlecht von Bruiningk in Livland. Familiengeschichtliche Nachrichten. Adegi Graphics LLC, Riga, ISBN 0543948641, S. 10ff (Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche, abgerufen am 12. Juli 2010). muss dieser damals schon in Westfalen nicht mehr feststellbare Ort wohl im 30-Jährigen Krieg wüst gefallen sein.
  2. Fehling (1925), #736.

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