Adolf G.Schneck

Adolf Gustav Schneck (* 7. Juni 1883 in Esslingen am Neckar; † 27. März 1971 Fellbach-Schmiden bei Stuttgart) war ein deutscher Architekt.

Schneck war als zweiter Stuttgarter Architekt nach Richard Döcker an der Weißenhofsiedlung beteiligt. 1924 war er als Kurator der Ausstellung Die Form ohne Ornament tätig. Schneck entwarf 1926/27 für Karl Schmidt-Hellerau das Typenmöbelprogramm "Die billige Wohnung", welches mit großem Erfolg bis in die 1930-er Jahre in den Deutschen Werkstätten Hellerau produziert wurde.

1926/1927 entwarf und baute Schneck zwei Einfamilienhäuser: Haus 11 in der Friedrich-Ebert-Straße 114, das er selbst bewohnte und das Haus 12 am Bruckmannweg 1.

Haus 11 im Detail: 8-Zimmer-Einfamilienhaus, 152 m². Konstruktion: Bimshohlblocksteine, Eisenbetondecken, Wände innen und außen verputzt, tragende Mittelwand, nichttragende Innenwände, teilweise aus Sperrholz. Innenausbau von Schneck selbst. Das Haus wurde im Krieg stark beschädigt und als Zweifamilienhaus wieder aufgebaut und 1985 renoviert.

Haus 12 im Detail: 6-Zimmer-Einfamilienhaus, 120 m². Konstruktion: Liasit-Steine, Wände innen und außen verputzt, tragende Mittelwand, Stahlbeton-Balkendecke. Die Baukosten betrugen 36.190 Reichsmark und die Mietkosten beliefen sich auf 233 Reichsmark. Das Haus wurde im Krieg stark beschädigt und als Zweifamilienhaus wieder aufgebaut, 1985 erfolgte eine äußerliche Restaurierung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

  • 7. Juni 1883 geboren in Esslingen am Neckar
  • 1897–1900 Sattler-und Polstererlehre im elterlichen Betrieb
  • 1900–1907 Besuch der Gewerbeschule in Basel und Gesellenzeit
  • 1907–1917 Übernahme des elterlichen Betriebs, zur gleichen Zeit Studium an der Kunstgewerbeschule und an der Technischen Hochschule Stuttgart
  • 1919–1921 selbständiger Architekt und Möbelgestalter
  • 1921–1949 Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Stuttgart, später dann Lehrstuhlinhaber und Professor
  • 1924 Kurator der Ausstellung "Die Form"
  • 1926–1927 Entwurf und Bau von 2 Einfamilienhäusern für die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, Innengestaltung einer Wohnung im Haus des Architekten Ludwig Mies van der Rohe
  • 1928 Bau verschiedener Häuser auf dem Weißenhofgelände
  • 1933–1945 keine Tätigkeit als Architekt
  • 1948 Gründungsmitglied des neuen Werkbund Baden-Württemberg sowie zahlreiche Ehrungen
  • 27. März 1971 gestorben in Fellbach-Schmiden in der Nähe von Stuttgart

Bauten (Auswahl)

  • 1929: Haus auf der Alb, Bad Urach
  • 1947–1950: Gehörlosenheim, Stuttgart-Botnang
  • 1949: Wohnhaus für Dr. Eberle, Stuttgart
  • 1949: Wohnhaus für Dr. Schairer, Stuttgart
  • 1950–1954: Erholungsheim, Brühl
  • 1956: Wohnhaus für Dr. Stoll, Reutlingen

Literatur

  • Dresdner Geschichtsverein e.V.: Gartenstadt Hellerau, Der Alltag einer Utopie. Michel Sandstein Grafischer Betrieb und Verlagsgesellschaft mbH, Dresden 1997, ISBN 3-910055-42-7, ISSN 0863-2138

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