Adolf Klose
Das Klose-Triebwerk fand bei den Schmalspurbahnen Jugoslawiens weite Verbreitung

Adolf Klose (* 21. Mai 1844 in Bernstadt auf dem Eigen; † 2. September 1923 in München) war von Juni 1885 bis 1896 Obermaschinenmeister der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen.

Vor seinem Dienstantritt in Stuttgart war er Maschineninspektor der Vereinigten Schweizerbahnen. Nach einer Phase der Anlehnung an preußische Vorbilder zwischen 1865 und 1885 erfolgte unter Kloses Amtszeit eine Neuausrichtung des Maschinenwesens. Sie war geprägt durch zahlreiche eigene Ideen und Erfindungen. Insbesondere förderte er die Einführung des Verbundtriebwerks für Dampflokomotiven in Württemberg.

Seinen Namen trägt das patentierte Klose-Lenkwerk, eine vielteilige und komplexe Konstruktion, mit der bei Dampflokomotiven die radiale Einstellung des führenden und des hintersten Radsatzes zur Verbesserung der Kurvengängigkeit erzwungen wurde.

Die Störanfälligkeit und die aufwendige Unterhaltung bewirkten allerdings, dass der Erfindung kein nachhaltiger Erfolg beschieden war, was für zahlreiche andere seiner Konstruktionen ebenfalls gilt.

Literatur

  • Mühl/Seidel: Die Württembergischen Staatseisenbahnen. Konrad Theiss Verlag Stuttgart und Aalen, 1970

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Adolf Groß Obermaschinenmeister der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen
18851896
Eugen Kittel

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