Adolf Müller (Publizist)


Adolf Müller (* 19. August 1863 in Wittlich; † 5. September 1943 in Merligen) war ein deutscher Journalist, Politiker und Diplomat.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Müller, Sohn einer Kaufmannsfamilie, studierte Medizin und Volkswirtschaft in Strassburg. 1893 trat er in die SPD ein. Von 1896 bis 1918 war Müller Chefredakteur der sozialdemokratischen Tageszeitung Münchener Post. Von 1899 bis 1917 war er Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Von 1919 bis 1933 war er Gesandter des Deutschen Reiches in Bern. In dieser Mission betrieb er die Neuorganisation der Gesandtschaft und kämpfte gegen den Beitritt Deutschlands zum Völkerbund. Im August 1933 schied er durch Rücktritt aus dem diplomatischen Dienst aus und verbrachte sein Leben zurückgezogen am Thunersee.[1]

Ehrungen[2]

  • 1922 Ehrensenator der TH Stuttgart
  • 1922 Ehrenbürger der Universität München
  • 1922 Dr. h. c. der Universität Tübingen
  • Ehrenpräsident des Reichsverbandes der Deutschen Presse
  • Er wurde Ehrenpräsident der Deutschen Handelskammer in der Schweiz.

Anmerkungen / Einzelnachweise

  1. http://www.afz.ethz.ch/handbuch/nachl/nachlaesseMuellerAdolf.htm
  2. Vgl. Karl Heinrich Pohl, 1997, a. a. O., Seite 344

Weblinks

Literatur

  • Pohl, Karl Heinrich: Adolf Müller, Geheimagent und Gesandter in Kaiserreich und Weimarer Republik, Köln : Bund-Verlag, 1995, ISBN 3-7663-2514-0
  • Pohl, Karl Heinrich: Müller, Adolf, sozialdemokratischer Politiker. In: Neue deutsche Biographie, Bd.: 18, Moeller - Nausea. Berlin, 1997, Seite 343 f. In Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum [1], Abruf 26. März 2009

Einzelnachweise



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