Adolf Otto Koeppen

Adolf Otto Koeppen (* 7. November 1902 in Magdeburg; † 25. Juni 1972 in Braunschweig) war ein deutscher Maler, Grafiker und Karikaturist.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Ausbildung

Der Sohn eines Kaufmanns war ein Schüler des Braunschweiger Jagd- und Tiermalers Georg Wolters (1860–1933). Daneben absolvierte er eine Lehre zum Zimmermann und besuchte von 1920 bis 1923 die Staatliche Baugewerbeschule Magdeburg.

Tätigkeit in Braunschweig

Anschließend zog er nach Braunschweig, wo er als Graphiker und Kunstmaler tätig war. Er arbeitete seit 1925 als Karikaturist für Zeitungen. In der konservativen Braunschweigischen Landeszeitung erschienen bis 1933 seine kommunalpolitischen, bis 1930 häufig polemisch gegen die SPD-geführte Landesregierung gerichteten Karikaturen „Lauwe lach up“, von denen 1929/31 unter diesem Titel eine Auswahl in drei Bänden erschien. Nach 1933 verfasste er auch antisemitische Karikaturen.[1] In den 1930er Jahren schuf er Buchillustrationen zu Till Eulenspiegel sowie Wandmalereien im Mummehaus (1944 zerstört), im Eulenspiegel-Bäckerhaus (1931, 1944 zerstört), im Restaurant „Haus zu den 7 Türmen“, in Arztpraxen, Kliniken, Behördenbauten und Luftwaffen- und Heeres-Kasinos. Er entwarf das Glasgemälde im Braunschweiger Arbeitsamt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen wöchentlich von 1953 bis 1972 in der Braunschweiger Zeitung seine populären Karikaturen „Herr Lauwe geht durch die Stadt“. In Salzgitter wurde er durch die Karikaturenserie „Fritze Soltig“, in Wolfenbüttel durch die Karikaturen „Filippo“ und in Gifhorn durch die Serie „Schaper Krischan“ bekannt. Koeppen war auch als Illustrator heimatkundlicher Veröffentlichungen tätig.

Nachleben

Vom 7. bis 30. November 1972 fand in Braunschweig eine Gedächtnis-Ausstellung im Foyer der „Brücke“ statt.

Literatur

  • Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996, S. 336
  • Luitgard Camerer, Manfred R. W. Garzmann, Wolf-Dieter Schuegraf (Hrsg.): Braunschweiger Stadtlexikon, Braunschweig 1992, S. 131

Einzelnachweise

  1. Reinhard Bein: Zeitzeichen Stadt und Land Braunschweig 1930–1945, 2. Aufl., Braunschweig 2006, S. 26

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Koeppen — ist der Familienname folgender Personen: Adolf Otto Koeppen (1902–1972), deutscher Maler, Graphiker und Karikaturist Andreas Koeppen (* 1961), deutscher Politiker (SPD), Bürgermeister von Itzehoe Hans Koeppen (1876–1948), deutscher Oberleutnant… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Koe–Koj — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Söhne und Töchter Magdeburgs — Die Liste enthält Personen, die in Magdeburg geboren sind. Ob die Stadt zu ihrem späteren Wirkungskreis gehört, ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Andere Persönlichkeiten mit Magdeburger Bezug befinden… …   Deutsch Wikipedia

  • Flohwinkel — Der Bäckerklint und seine unmittelbare Umgebung um 1899 (links oben, der Westarm der Oker). Der Bäckerklint in Braunschweig ist eine sich zum Platz erweiternde Straße im Weichbild Altstadt mit einer über 700 jährigen Geschichte …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der mit Braunschweig verbundenen Personen — Folgende Personen wurden zwar nicht in Braunschweig geboren, sind aber durch ihr Wirken mit der Stadt verbunden. Siehe auch Liste bekannter in Braunschweig geborener Personen Liste der Ehrenbürger von Braunschweig Bürgermedaille der Stadt… …   Deutsch Wikipedia

  • Bäckerklint — Der Bäckerklint und seine unmittelbare Umgebung um 1899 (links oben, der Westarm der Oker). Der Bäckerklint in Braunschweig ist eine sich zum Platz erweiternde Straße im Weichbild Altstadt mit einer über 700 jährigen Geschichte …   Deutsch Wikipedia

  • Hjalmar Kutzleb — (eigentlich Hilmar Hermann Kutzleb; * 23. Dezember 1885 in Siebleben; † 19. April 1959 in Celle) war ein deutscher Schriftsteller und Pädagoge. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Auszeichnungen …   Deutsch Wikipedia

  • Ostministerium — Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), auch als „Ostministerium“ (RMO) bezeichnet, war während des Zweiten Weltkriegs von 1941 bis 1945 die Zentralbehörde der nationalsozialistischen Zivilverwaltung der von der deutschen… …   Deutsch Wikipedia

  • RMO — Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), auch als „Ostministerium“ (RMO) bezeichnet, war während des Zweiten Weltkriegs von 1941 bis 1945 die Zentralbehörde der nationalsozialistischen Zivilverwaltung der von der deutschen… …   Deutsch Wikipedia

  • RMfdbO — Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), auch als „Ostministerium“ (RMO) bezeichnet, war während des Zweiten Weltkriegs von 1941 bis 1945 die Zentralbehörde der nationalsozialistischen Zivilverwaltung der von der deutschen… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”