Adolf Riedl GmbH & Co. KG
Adolf Riedl GmbH & Co. KG
Logo der Adolf Riedl GmbH & Co. KG
Unternehmensform GmbH & Co. KG
Gründung 31. August 1947
Unternehmenssitz Bayreuth, Bayern
Unternehmensleitung
  • Wolfgang Friemann
  • Jens Ehrhardt
  • Jens Friemann
  • Gerhard Sommerer
Mitarbeiter 153 (2007) [1]
Branche Textilherstellung
Website

www.bademoden.info

Die Adolf Riedl GmbH & Co. KG ist ein Bademodenhersteller mit Sitz in Bayreuth in Deutschland. Nach eigenen Angaben weltweit einer der führenden Bademodenhersteller.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in Europa, Nordamerika und Asien. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der überwiegend weiblichen Kundschaft optimal bedienen zu können, teilt das Unternehmen seine Produkte auf vier Marken auf: Sunflair, Olympia, Opera und Sunmarin. Bei der Marke Olympia kommt noch die Unterteilung in eine modische und in eine sportliche Linie hinzu.

Das Unternehmen beschäftigte 2007 153 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben Produktionsstätten und Zulieferbetrieben in Europa und in Fernost hat das Unternehmen nach wie vor eine eigene Produktion am Firmensitz in Bayreuth. Zum einen ist diese Produktion für die Entwicklung von großer Bedeutung, zum anderen ist sie auch unternehmenspolitisches Bekenntnis: Man versteht sich als produzierendes Unternehmen, das an seinem angestammten Sitz auch Ware produziert.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 31. August 1947 in dem Dörfchen Untersteinach nahe Bayreuth in einem 80m² großen ausrangierten Tanzsaal von Adolf Riedl gegründet. Zunächst vor allem als Selbsthilfe für die Familie gedacht, fanden schon bald die ersten Menschen Lohn und Brot bei der jungen Firma. War schon die Beschaffung von Maschinen schwer genug, so war es anfangs unmöglich, Rohstoffe zu bekommen. Man war auf die Ausführung von Lohnarbeiten angewiesen. Doch schon bald war man in der Lage Kniewärmer, Leibbinden und Unterwäsche in eigener Regie herzustellen.

Mit der Währungsreform 1948 begann der steile Aufstieg des Unternehmens. Am 3. Januar 1949 erfolgte der erste Eintrag ins Handelsregister Bayreuth, wohin inzwischen aus Platzgründen das Unternehmen umgesiedelt war. Schon bald waren auch die neuen Räume wieder zu klein – nach abermaligem Umzug innerhalb Bayreuths fand man endlich in einem ehemaligen Haferspeicher genügend Platz und konnte die Produktionsfläche Schritt für Schritt auf 2.400 m² erweitern.

Aufgrund des stetigen Wachstums war eine Umfirmierung erforderlich. Am 31. Oktober 1952 erfolgte der Eintrag als Kommanditgesellschaft ins Handelsregister. Komplementär war Adolf Riedl, Kommanditisten sein Vater Daniel Riedl und seine Schwester Marianne Riedl.

Jetzt konnte planvoll investiert werden. Mit modernen Maschinen und ausreichend Platz wurden vor allem Kinderstrickwaren und Sporttrikotagen gefertigt. Da insbesondere die Strickwaren starken saisonalen Schwankungen unterliegen, wurden zum Ausgleich Bademoden in das Sortiment aufgenommen. Dadurch konnte eine gleichmäßige Auslastung der Produktion während des ganzen Jahres erreicht werden – und inzwischen profitiert das Unternehmen von dem Erfahrungsschatz und der Kompetenz bei Bademoden, die sich in Jahrzehnten angesammelt haben. 1954 zum ersten Fußballweltmeistertitel für Deutschland war das Unternehmen offizieller Ausstatter der DFB-Mannschaft.

Ein besonderer Schicksalsschlag ereilte das Unternehmen 1963. Mitten in den allgemeinen Aufschwung und den des Unternehmens im Besonderen vernichtete eine Brandkatastrophe am 26. Februar 1963 die gesamten Betriebsräume. Nicht nur die Produktion, sondern auch sämtliche Verwaltungsunterlagen wurden dabei vernichtet. Durch die Tatkraft des Unternehmens und die Solidarität seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte die Produktion jedoch schon 14 Tage später wieder aufgenommen werden.

Während der Interimsphase in provisorisch angemieteten Räumen wurde vorausschauenderweise ein großes Areal in einem neu entstehenden Industriegebiet im Norden Bayreuths erworben. Hier entstand das Firmengebäude, das am 17. Dezember 1963 eingeweiht werden konnte und in dem das Unternehmen noch heute ansässig ist.

Ende der achtziger Jahre zog sich der Firmengründer Adolf Riedl aus gesundheitlichen Gründen aus der Geschäftsführung zurück. Heute wird das Unternehmen aktiv von Herrn Wolfgang Friemann und Frau Jutta Friemann geb. Riedl geleitet. Als Gesellschafter und Geschäftsführer sind Herr Gerhard Sommerer, Sohn von Marianne Sommerer und Frau Jutta Friemann, Tochter von Herrn Adolf Riedl und Jens Ehrhardt mit der Führung des Unternehmens betraut. Herr Jens Friemann, Sohn von Jutta und Wolfgang Friemann ist bereits in der 3. Generation in der Geschäftsleitung aktiv.

Im weiteren Verlauf spezialisierte sich das Unternehmen auf die Herstellung von Bademoden. Hierzu wurde 1980 die Marke Sunflair entwickelt. 1982 wurden die Rechte an der Marke Olympia erworben. Diese beiden Marken bilden heute das Fundament der Unternehmenstätigkeit. Daneben gibt es noch die Marken Opera gegründet am 24. Februar 1992 für besonders hochwertige Modelle sowie Sunmarin für ein preisgünstiges, frauliches Segment.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elektronischer Bundesanzeiger, 11. August 2008, Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

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