Adolf Seel
Alhambra, 1886
Innenhof der Alhambra, 1892

Adolf Seel (* 1. März 1829 in Wiesbaden; † 14. Februar 1907 in Dillenburg) war ein Wiesbadener Maler des 19. Jahrhunderts. Er genoss eine Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie.

Leben

Seel besuchte 1844-50 die Akademie in Düsseldorf, wo er sich besonders an Wilhelm Sohn anschloss, bildete sich dann ein Jahr in Paris und 1864 und 1865 in Italien weiter aus, bereiste 1870 und 1871 Spanien, Portugal und die Nordküste Afrikas sowie 1873 und 1874 den Orient, wo seine Neigung für die Architekturmalerei reiche Nahrung fand. Seine Architekturstücke, besonders die arabischen und maurischen Bauwerke, sind von meisterhafter Perspektive, Beleuchtung und Färbung und gewöhnlich mit ebenso trefflich gemalter Staffage versehen. Diese Werke lassen sich der Strömung des Orientalismus zuordnen. Unter den älteren Werken ragen besonders hervor:

  • Inneres einer byzantinischen Kirche (1862),
  • Motiv aus San Marco in Venedig,
  • Der Kreuzgang des Doms zu Halberstadt im Winter (Hauptbild),

unter den späteren:

  • Taufkapelle in San Marco,
  • Löwenhof der Alhambra,
  • Arabischer Hof in Kairo (1876, Nationalgalerie in Berlin) und
  • Der ägyptische Harem (1878).

Auszeichnungen

1876 wird ihm die Große Goldene Medaille der Stadt Wien, 1878 die Goldene Medaille in Berlin verliehen.

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