Adolf Silverberg

Adolf Silverberg (* 14. August 1845 in Goch; † 9. September 1903 in Köln) war ein deutscher Industrieller.

Er trug Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung Bedburgs bei. Unter Führung von Adolf Silverberg entwickelte sich im Rheinland eine moderne Braunkohleindustrie. Für seine Verdienste erhielt er den Titel eines Kommerzienrates.

Durch die Heirat mit Theodora Schönbrunn 1872 entstand die erste Verbindung zu Bedburg. Er und seine Familie verhalfen der Stadt im damaligen Kreis Bergheim zu einigem Wohlstand. Silverberg arbeitete zunächst im Betrieb seines Vaters in Goch mit, bevor er seinen Teil des Gewinns in die Gründung der Bedburger Wolle und die Rheinischen Linoleumwerke investierte. Er schuf damit in dem Städtchen 1000 Arbeitsplätze. Der Anschluss Bedburgs an die Bahnlinie im Jahr 1869 war eventuell der Grund für Silverbergs Aktivitäten.

Auf seine Initiative genehmigte der Kreistag 1894 den Bau eines Netzes von meterspurigen Kleinbahnen, den Bergheimer Kreisbahnen. Sie dienten dem Transport von Rohbraunkohle und Briketts.

1898 kaufte eine Gesellschaft unter Führung von Adolf Silverberg und dem Bankhaus Sal. Oppenheim aus Köln die Braunkohlegrube Fortuna auf. Kurze Zeit später wurde auch die Beisselsgrube erworben.

Neben seinen Verdiensten für Bedburg oder auch deshalb ist Adolf Silverberg Namensgeber des Gymnasiums in Bedburg. In Bedburg ist eine Straße nach ihm benannt (an dieser Straße liegt das Hotel Intakt, lagen die Linoleumwerke).

Sein Sohn Paul Silverberg wurde 1903 in Nachfolge seines Vaters Generaldirektor der Fortuna AG für Braunkohlebergbau und Brikettfabrikation, und wurde in den zwanziger Jahren zu einem der einflussreichsten Industriellen Deutschlands.

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