Adolf V. (Holstein-Segeberg)
Siegel des Adolf V. aus der Zeit um 1273

Graf Adolf V. (* um 1252; † 1308) war Graf von Holstein-Kiel (1263–1273) und Graf von Holstein-Segeberg (1273–1308).

Leben

Er war der ältere der beiden Söhne des Grafen Johann I. von Holstein und der Elisabeth von Sachsen-Wittenberg.

1273 kam es zu einer Landesteilung zwischen Adolf V. und seinem Bruder Johann II. auf der einen Seite und ihrem Onkel Gerhard I. von Holstein-Itzehoe auf der anderen Seite. Adolf V. und Johann II. wiederum teilten den ihnen zugefallenen Bereich der Grafschaft nochmals. Dabei erhielt Adolf V. ein sich vom Plöner See bis zur Elbe erstreckendes Gebiet sowie nordwestlich von Hamburg umfangreiche Ländereien im Unterelberaum. Adolf V. nannte sich in seinen Urkunden fortan Graf von Holstein und Stormarn. Seinen Hauptsitz nahm er auf der mächtigsten Burg der Grafschaft, der Höhenburg auf dem Segeberger Kalkberg. In der Historiographie wird seine nur kurze Zeit existierende Teilgrafschaft daher auch der Segeberger Anteil genannt. Er starb 1308.

Seine Erben, sein Bruder Johann II. der Einäugige und dessen in 1314 bzw. 1315 umgekommenen Söhne Christoph und Adolf konnten den Segeberger Anteil Adolfs V. nicht behaupten. Sein Nachfolger in Segeberg wurde Adolf, der zweite Sohn Johanns II., bis zu seiner Erschlagung aus Privatrache im August 1315 durch Hartwig von Reventlow. Der Anteil fiel bei der Ausschaltung Johanns II. 1316 an die zwei übrigen Linien des Grafenhauses in Holstein.

Ehe und Nachkommen

Adolf V. war mit Euphemia von Pommern († nach 1316), der Tochter von Bogislaw IV. von Pommern-Wolgast, verheiratet.

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Johann I. (Holstein-Kiel) Graf von Holstein-Kiel
12631273
Johann II. (Holstein-Kiel)

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