Adolf von Pilgrim

Adolf Karl Gisbert Peter Ludwig Ernst Pilgrim (seit 1869 von Pilgrim; * 12. Oktober 1821 in Meschede; † 23. Dezember 1909 in Minden) war ein preußischer Beamter und deutscher freikonservativer Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Er war Sohn von Christian Adolf Wilhelm Pilgrim, der zur Zeit seiner Geburt Landrat des Kreises Eslohe war. Die Mutter war Berta Freiin von Plettenberg. Er selbst war mehrfach verheiratet. Im Jahr 1852 heiratete er in Potsdam Hedwig Schorlemer (1834–1858), Tochter des Hofapothekers Emil Schorlemer, im Jahr 1861 in Konstantinopel Harriett Sarell (1838–1866), die Tochter des Bankiers Richard Sarell, und im Jahr 1868 in Königsberg (Ostpreußen) Antoinette von Kurowsky (1846–1927), Tochter des Gutsbesitzers Gustav von Kurowsky, Gutsherr auf Luisenhof in Ostpreußen.

Beruf

Adolf von Pilgrim legte das Abitur in Dortmund ab. Danach studierte er an den Universitäten Bonn und Berlin Rechtswissenschaften. In Bonn war er Mitglied des Corps Borussia. 1841/42 diente er als Einjährig-Freiwilliger seinen Militärdienst beim 7. Ulanen-Regiment in Bonn ab. Sein höchster Dienstrang war Major der Landwehr-Kavallerie. Pilgrim absolvierte den üblichen Vorbereitungsdienst. Im Jahr 1851 bestand er die Prüfung zum Regierungsassessor in Köln. Im Jahr 1852 wechselte er zur Regierung beziehungsweise zum Oberpräsidenten nach Koblenz. Im Jahr 1853 wurde er Landrat des Kreises Bochum. Seit 1862 war Pilgrim Polizeipräsident in Königsberg.

Am 16. August 1869 wurde er in Homburg v.d.H. als Wirklicher Geheimer Rat und Regierungspräsident a.D. in den preußischen Adelsstand erhoben.[1]

Seit 1875 war er Landdrost von Hildesheim. Im Jahr 1882 wurde er zum Regierungspräsidenten in Minden ernannt. Aus Altersgründen schied er 1894 aus dem Staatsdienst aus. 1901 erhielt er aus Anlass seines 80. Geburtstags den Charakter als Wirklicher Geheimer Rat.

Politik

Politisch war Pilgrim konservativ bis freikonservativ eingestellt. Zwischen 1855 und 1858 sowie zwischen 1886 und 1893 gehörte er dem preußischen Abgeordnetenhaus an. Zunächst hat er sich keiner Fraktion angeschlossen später gehörte er zu den Freikonservativen. Im Jahr 1867 gehörte Pilgrim dem Norddeutschen Reichstag und von 1881 bis 1884 dem Reichstag des Kaiserreiches für den Wahlkreis Goslar an.

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser B Band II, Seite 303, Band 12 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1956.

Literatur

Weblinks


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