Adolph Glaser

Adolph Glaser

Adolf Glaser, auch Adolph Glaser; Pseudonym: Reinald Reimar (* 15. Dezember 1829 in Wiesbaden, Herzogtum Nassau; † 21. März 1915 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Schriftleiter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Glaser widmete sich zuerst in Mainz dem Kunsthandel, bereitete sich dann für die Universität vor und studierte ab 1853 Geschichte und Philosophie an der Universität Berlin. 1856 übernahm er in Braunschweig die Redaktion der gerade neu gegründeten KulturzeitschriftWestermanns Monatshefte“ und behielt dieses Amt mit Unterbrechungen bis 1907.

Werke

Seine poetische Laufbahn begann Glaser mit den unter dem Pseudonym Reinald Reimar erschienenen Dramen Kriemhildens Rache (Hamburg 1853) und Penelope (Hamburg 1854).

Es folgten unter seinem eigenen Namen die Romane Familie Schaller (Prag 1857, 2 Bde.) u. Bianca Candiano (Hannover 1859); Erzählungen und Novellen (Braunschweig 1862, 3 Bde.); Gedichte (1862); das Trauerspiel Galileo Galilei (Berlin 1861); der Roman Was ist Wahrheit? (Braunschweig 1869) und Leseabende (1867, 4 Bde.); ferner Der Hausgeist der Frau von Estobal (Berlin 1877); Schlitzwang (1878); Eine Magdalena ohne Glorienschein (1878); Weibliche Dämonen (1879, 2 Bde.); die Novellensammlung Aus dem 18. Jahrhundert (Leipzig 1880); Wulfhilde, Roman aus dem 12. Jahrhundert (Berlin 1880); Moderne Gegensätze (Leipzig 1881); Aus hohen Regionen (Wismar 1882); Savonarola (Leipzig 1883); Das verschwundene Dokument (1883); Cordula (1885); Das Fräulein von Villecour (Dresden. 1885).

Daneben wendete sich Glaser vorzugsweise der freien Bearbeitung niederländischer Produktionen zu und trug so zum Bekanntwerden einer Reihe holländischer Autoren in Deutschland bei: Hänschen Siebenstern, nach Jacob van Lennep (Braunschweig 1867); Niederländische Novellen (1867); In der Fremde, nach Gerard Keller (1868); Doktor Helmond und seine Frau, nach Cremer (das. 1874.); Lideweide, nach Conrad Busken Huet (1874); Die Arbeiterprinzessin nach Jacobus Jan Cremer(1875); Der Schwiegersohn der Frau von Roggeveen (1876) und "Jeannette und Juanito (Leipzig 1881), nach Jan ten Brink; Das Haus des Schulmeisters, nach Gerard Keller (Braunschweig 1877); Von der Bretterwelt (Berlin1882) u. a. Auch schrieb er eine Geschichte des Theaters zu Braunschweig (Braunschweig 1861).

Literatur

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем сделать НИР

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Adolph Johannes Fischer — Adolph Johannes Fischer, Porträt mit Pinsel und Palette, eigenhändig signiert Adolph Johannes Fischer (* 7. Juli 1885 in Gmunden, Oberösterreich; † 22. November 1936 in Salzburg) war akademisch ausgebildeter Maler, Schrift …   Deutsch Wikipedia

  • Adolph Winkelmann — Adolf August Winkelmann (* 17. Oktober 1848 in Dorsten/Westfalen; † 24. Juli 1910 in Jena) war ein deutscher Physiker. Winkelmann studierte in Bonn, Heidelberg und Berlin Mathematik und Physik und habilitierte sich dann an der Technischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Adolf Glaser — Adolf Glaser, auch Adolph Glaser; Pseudonym: Reinald Reimar (* 15. Dezember 1829 in Wiesbaden, Herzogtum Nassau; † 21. März 1915 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Schriftleiter. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 …   Deutsch Wikipedia

  • Carl Andreas Glaser — (* 27. Juni 1841 in Kirchheimbolanden, Pfalz; † 25. Juli 1935 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker. Grab in Mannheim Er studierte von 1856 bis 1859 an den polytechnischen Schulen in Nürnberg und München Ingenieurwissenschaften, 1863 Chemie… …   Deutsch Wikipedia

  • Глазер Адольф — (Adolph Glaser) немецкий беллетрист, род. в 1829 г. Под псевдонимом Reinald Riemer напечатал трагедию Kriemhildens Rache и драму Penelope . Из позднейших его драм лучшие: Galileo Galilei , Der Weg zum Ruhm и Johanna v. Flandern . Кроме того, Г.… …   Энциклопедический словарь Ф.А. Брокгауза и И.А. Ефрона

  • Reinald Reimar — Adolf Glaser, auch Adolph Glaser; Pseudonym: Reinald Reimar (* 15. Dezember 1829 in Wiesbaden, Herzogtum Nassau; † 21. März 1915 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Schriftleiter. Inhaltsverzeichnis 1 Leben …   Deutsch Wikipedia

  • Glasorgel — Eine Glasharmonika Zeitgenössische Glasharmonika aus der Werkstatt Finkenbeiner …   Deutsch Wikipedia

  • Persönlichkeiten Wittenberg — Hier sind alle Persönlichkeiten der Lutherstadt Wittenberg erfasst, deren Wirken eng mit der Lutherstadt und der Universität Wittenberg verbunden ist. Dies berührt ausschließlich Persönlichkeiten, bei denen der Bezug zu Wittenberg im Lebenslauf… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Restitutionsfällen — Die Liste von Restitutionsfällen ist eine Ergänzung des Artikels Restitution von Raubkunst und zählt Kunstwerke der NS Raubkunst auf, deren Rückgabe an die ehemaligen Eigentümer verhandelt wurde. In den meisten Fällen fand eine Restitution nach… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der k.u.k. Hoflieferanten 1899 — Das Wappen mit dem kaiserlichen Doppeladler durften die Träger des k.u.k. Kammer und Hof Titels öffentlich führen. Die Namen und Daten der k.u.k. Hoflieferanten für das Jahr 1899 entstammen aus dem amtlichen Handbuch des Wiener Hofes. Die… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”