Adorni

Vittorio Adorni (* 14. November 1937 in San Lazzaro di Parma, Italien) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer und heutiger Präsident der Profi-Radrennfahrer-Vereinigung in Italien.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Mit 19 Jahren begann Adorni seine sportliche Laufbahn als Amateurfahrer. Sehr schnell entwickelte er sich zu einem vielseitigen Rennfahrer. Ob auf der Bahn, gegen die Uhr oder im Gebirge, eigentlich lag ihm jeder Streckentyp. Nur der Sprint waren nicht seine Stärke. Er beendete seine Bahnrennfahrerkarriere, nachdem er für die Olympischen Sommerspiele 1960 in Rom nur als Ersatzfahrer nominiert wurde, obwohl er italienischer Meister in der Einzelverfolgung war.

Er wurde von Learco Guerra trainiert, dem Straßen-Weltmeister von 1931. Unter ihm entwickelte sich Adorni zu einem Profi-Straßenrennfahrer, der zukünftig neben seinen ehemaligen Idolen, wie Jacques Anquetil, Rik van Steenbergen und Charly Gaul auf Italiens Straßen radelte. 1963 feierte Adorni seinen ersten großen Erfolg mit einem zweiten Platz beim Giro d’Italia. Er gewann 2 Etappen. 1965 gewann er den Giro d'Italia, wo er am Ende nach 4151 km Felice Gimondi und Italo Zilioli mit mehr als 11 Minuten distanzierte. Er gewann 3 Einzeletappen, einen Sieg errang er dabei beim 50 km Zeitfahren.

1968 wurde ihm Doping nachgewiesen: Amphetamine und ein Betrugsversuch bei einer Kontrolle.[1][2]

Nach Beendigung seiner aktiven Radfahrerlaufbahn wurde er Sportdirektor und gewann mit seinen Fahrern Marino Basso und Felice Gimondi die Straßen-WM 1972 und 1973. Ab 1974 war er für die Finanzierung verschiedener Sportveranstaltungen zuständig und kümmerte sich um Sponsoren. Unter Anderem arbeitete er für den Ski-Weltcup, die Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck und die Olympischen Sommerspiele 1976 in Montreal. Außerdem war er zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Italienischen Radsportverbandes. Er arbeitete als Journalist für diverse Zeitungen und das italienische Fernsehen. Seit 1976 betreibt er ein eigenes Versicherungsbüro.

Heute ist er Mitglied des Executiv-Komitees des internationalen Radsport-Verbands (UCI), Vorsitzender des Rates des Profi-Radsports bei des UCI, zudem ist er Mitglied der IOC-Kommission für Kultur und Bildung.

Privates

Adorni heiratete 1964 und hat zwei Kinder, Viviana und Vanni.

Teams

  • 1961 V.O.V. (mit Bahamontes)
  • 1962 Philco
  • 1963 Cynar (mit Baldini)
  • 1964-1996 Salvarani (mit Baldini, Gimondi)
  • 1967 Salamini-Luxor
  • 1968 Faema (mit Merckx, Sercu)
  • 1969-1970 S.C.I.C.

Erfolge

Einzelnachweise

  1. Cycling4Fans: Radsport - Dopingfälle
  2. Bernd Frye: "Von einem Neuanfang kann keine Rede sein", Informationsdienst Wissenschaft, 21. Februar 2007

Weblinks


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