13 Stühle
Filmdaten
Deutscher Titel: 13 Stühle
Originaltitel: 13 Stühle
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1938
Länge: 92 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK -
Stab
Regie: E. W. Emo
Drehbuch: Per Schwenzen, E. W. Emo
Produktion: E. W. Emo
Musik: Nico Dostal
Kamera: Eduard Hoesch
Schnitt: Munni Obal
Besetzung

13 Stühle ist ein deutscher Schwarzweißfilm von E. W. Emo. Das Drehbuch wurde von Per Schwenzen und E. W. Emo geschrieben. Die Uraufführungen erfolgten am 16. September 1938 im Capitol in Dresden, am 20. September 1938 in Wien und am 18. Oktober 1938 in Berlin im Ufa-Palast am Zoo.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Friseurladenbesitzer Felix Rabe (Heinz Rühmann) reist nach Wien, um das Erbe seiner verstorbenen Tante Barbara anzutreten. Die Tante hinterlässt ihm aber nur 13 Stühle. Um sich die Rückfahrkarte leisten zu können, verkauft er den Nachlass an den Trödler Alois Hofbauer (Hans Moser). Als er die Nacht in der Wohnung seiner verstorbenen Tante verbringt, findet er einen Brief, aus dem hervorgeht, dass ihr ganzes Vermögen von 100000 Mark in einen dieser Stühle eingenäht ist.

Alle 13 Stühle sind aber inzwischen an verschiedene Kunden verkauft worden. Felix verspricht Hofbauer erst zehn, später zwanzig, dann noch mehr Prozent Anteil am Vermögen, wenn er ihm hilft, die Stühle wieder zu finden. Eine Jagd nach den Stühlen beginnt. Die turbulente Suche führt durch Wohnungen, Bevölkerungsschichten und zu den verschiedensten Personen. Keine Situation bleibt den beiden erspart, zeitweilig werden sie ins Irrenhaus gesteckt. Nach und nach finden sie tatsächlich alle Stühle, aber jeder ist der falsche. Der letzte, der wirklich das Geld enthält, befindet sich in einem Waisenhaus.

Dort ist das Geld im Stuhl aber schon entdeckt worden, und die Oberschwester wie die Waisenkinder sind überglücklich, denn sie halten das Geld für eine edle Spende. Rabe und Hofbauer sehen ein, dass sie von hier nichts zurückfordern können. Doch bald danach werden beide dank eines von Rabe erfundenen Haarwuchsmittels doch noch reiche Männer.

Hintergrund

Die Idee wurde dem satirischen Roman Zwölf Stühle (russisch Двенадцать стульев) (1928, deutsch 1930) der sowjetischen Schriftsteller Ilja Ilf und Jewgeni Petrow entlehnt. Hauptfigur in ihrem Roman ist der Gauner Ostap Bender.

Kritiken

  • „Man muß sehend und lachend erleben, welch einen hanebüchenen und eulenspiegelhaften Unfug die Zwei treiben, wie sie unerschöpflich an köstlichen und verrückten Einfällen sind, wie einer den anderen hetzt, so daß sie kurz vor dem überraschenden und glücklichen Ende mit vollem Recht in einer Irrenanstalt landen“ - Filmwelt, 1938
  • "Deutsche Adaption der Sozialismus-Groteske „Zwölf Stühle“ der Sowjetautoren Ilja Ilf und Jewgeni Petrowitsch Petrow – ins bieder Kleinbürgerliche gewendet; (…) nicht ohne Witz, aber ohne die Aggressivität der – verleugneten – Vorlage." (Wertung: 2½ Sterne = überdurchschnittlich) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 172

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