Diptychon (Gemälde)

Ein Diptychon ist in der Malerei ein zweigeteiltes Gemälde. Seine Funktion findet es insbesondere als Andachts- oder Altarbild. Rein weltliche Diptychen sind meistens Bildnisse von Ehepaaren. Die beiden Hälften des Diptychons sind dabei mit einem Scharnier verbunden, um ein Öffnen und Schließen zu erlauben.

Der Ursprung des bemalten Diptychons findet sich in antiken Schreibtafeln aus Wachs, die sich über geschnitzte Elfenbeintafeln in Byzanz zu gemalten Tafeln im frühen Mittelalter entwickelten. Auf der einen Seite des Diptychons ist der Gegenstand der Anbetung zu sehen. Auf der anderen befindet sich dann beispielsweise der Auftraggeber des Bildes. Die Rückseiten des Diptychons können ebenfalls bemalt sein.

Beispiel für ein geistliches Diptychon

Beispiel für ein weltliches Diptychon

Inhaltsverzeichnis

Weitere Diptychen

Literatur

  • Wolfgang Kermer: Studien zum Diptychon in der sakralen Malerei: von den Anfängen bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts; mit einem Katalog. Stehle, Düsseldorf 1967 (Phil. Diss., Univ. Tübingen)
  • John Oliver Hand, Catherine A. Metzger, Ron Spronk: Anmut und Andacht: das Diptychon im Zeitalter von Jan van Eyck, Hans Memling und Rogier van der Weyden. Belser, Stuttgart 2007, ISBN 3-7630-2473-5.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Diptychen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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