Adriatische Küstenstraße
Baćina-Seen nahe Gradac, Entlang der Jadranska Magistrala
Jadranska Magistrala nahe Makarska
Jadranska Magistrala nahe Makarska
Jadranska Magistrala an der Bucht von Bakar und den Trockenmauerterrassen von Bakar

Die Jadranska Magistrala (Adriatische Küstenstraße), auch Jadranska turistička cesta (Adriatische Touristische Straße), befindet sich an der Ostküste des Adriatischen Meeres und ist Teil der Europastraße 65.

Der größte Teil der Küstenstraße verläuft durch Kroatien und Montenegro, aber kleine Teile befinden sich auch in Bosnien und Herzegowina und Slowenien. Die kurvenreiche Jadranska Magistrala wurde in den sechziger und siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erbaut und gilt sls eine der schönsten und malerischsten Küstenstraßen weltweit. Vor dem Zerfall Jugoslawiens trug die Straße zwischen Škofije (Grenzübergang Richtung Triest und Petrovac na moru die Bezeichnung M2; der südlichste Abschnitt bis Ulcinj die Bezeichnung M2-3. Diese Straßennummern sind auf dem Staatsgebiet von Bosnien und Herzegowina und Montenegro noch erhalten; in Slowenien und Kroatien wurden sie durch neue Nummerierung ersetzt, vereinzelt findet man aber noch die historischen Kilometersteine.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitte

Jadranska Magistrala fängt in der Nähe von Triest in Italien an und führt bis zu Ulcinj in Montenegro. Mehr als die Hälfte der Straße befindet sich in Kroatien und ein Viertel in Montenegro. Kleine Teile befinden sich bei den slowenischen Grenzorten (Koper) und in Bosnien und Herzegowina nahe Neum.

Slowenien

Die ursprüngliche, historische Jadranska Magistrala beginnt am Grenzübergang Škofije zwischen Triest und Koper und führt somit auch auf rund 32 km Länge durch Slowenien. Zwischen italienischer Grenze und Koper wurde sie praktisch gänzlich durch die mautpflichtige Schnellstraße H5 und einen Teil der Autobahn A1 ersetzt. Der übrige Abschnitt und auch der größte Teil trägt die Bezeichnung 111 und hat nur einen Fahrstreifen in jeder Richtung.

Kroatien

In Istrien setzt sich die Magistrale unter der heutigen Straßenbezeichnung D21 Richtung Pula fort, wobei der südlichste Teil dieses Abschnittes durch die parallel führende Schnellstraßen A8 und A9 praktisch bedeutungslos geworden ist und als Gespanschaftstraße Nr. 5073 heute nur mehr dem lokalen Verkehr dient. Ein landschaftlich sehr reizvoller Abschnitt führt von Pula mit der Nummer 66 über die Orte Raša, Labin und Plomin sowie durch die historischen Seebäder Lovran und Opatija nach Rijeka. Der istrische Teil der Straße ist 179 km lang.

Der größte Teil des kroatischen Abschnittes trägt die offizielle Bezeichnung Staatsstraße D8. Diese beginnt bei Rijeka, führt über Senj, Zadar, Šibenik, Split, Opuzen und Dubrovnik bis zur Grenze nach Montenegro. Die Straßenlänge der D8 beträgt 658 Kilometer.

Bosnien-Herzegowina

Auf einer Strecke von etwa 7 km führt die Magistrale bei Neum durch das Staatsgebiet von Bosnien-Herzegowina. In diesem Abschnitt ist zwar die alte Straßennummer M2 erhalten geblieben, nicht aber die alte Kilometrierung.

Montenegro

In Montenegro führt die Straße von Herceg Novi nach Kamenari, wo eine Fähre über die Meerenge Verige, der engsten Stelle der Bucht von Kotor, hinüber nach Lepetane führt. Die 42 Kilometer lange Straße, die über Risan, Perast und Kotor um die Bucht herumführt trägt zwar ebenfalls die Straßennummer M2, verfügt aber über eine eigene Kilometrierung. Die eigentliche Magistrale setzt sich von Lepetane über Tivat und Budva nach Petrovac fort. Während die Straße M2 sowie die Europastraße 65 hier ins Landesinnere richtung Podgorica schwenkt (weiterer Verlauf über Berane, Mitrovica, Skopje und Kumanovo zur bulgarischen Grenze), setzt sich die Küstenstraße noch als M2-3 über Bar bis Ulcinj fort.

Aktuelle Entwicklung

Heute gibt es zusätzlich eine Autobahnverbindung zwischen Rijeka über Dugopolje nach Šestanovac (nahe Makarska) (Autobahnen A1, A6 und A7). Die Fertigstellung bis Ploče ist bis 2008 geplant, der Abschnitt bis Dubrovnik bis 2011. Eine Fortsetzung der Autobahn über montenegrinisches Staatsgebiet Richtung Albanien wird ebenso diskutiert wie der Bau einer Brücke über die Meerenge Verige, derzeit gibt es aber noch keine konkreten Planungen.

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