Adventmarkt
Weihnachtsmarkt in Jena

An vielen Orten wird in der Vorweihnachtszeit ein Weihnachtsmarkt abgehalten (je nach lokaler Tradition auch Christkindlesmarkt, Christkindlemarkt, Christkindlmarkt oder Adventmarkt genannt). Ursprünglich dienten die Weihnachtsmärkte dazu, den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit zu geben, sich mit winterlichem Bedarf einzudecken. Im Laufe der Zeit wurden die Märkte zu einem festen Element des weihnachtlichen Brauchtums. Zum eigentlichen Weihnachtsfest sind die meisten Weihnachtsmärkte bereits wieder geschlossen.


Inhaltsverzeichnis

Traditionelles Bild eines Weihnachtsmarktes

Ein typischer Weihnachtsmarkt besteht aus zahlreichen Verkaufsständen auf den Straßen und Plätzen eines Ortes, oft vor historischer und publikumswirksamer Kulisse. Es werden weihnachtliche Backwaren wie Printen, Lebkuchen, Berliner Pfannkuchen, Spekulatius, Christstollen, diverse Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten, z. B. Ofenkartoffeln. Gegen die Kälte wird Glühwein (daher auch der Name „Glühmarkt“), Feuerzangenbowle, sowie Glühmost und Punsch (in Österreich) zum Durchwärmen ausgeschenkt, aber auch andere Getränke wie Weihnachtsbock. Die meisten Regionen haben ihre weihnachtlichen Spezialitäten. Zum obligatorischen Programm eines Weihnachtsmarktes gehören Verkaufsstände für Weihnachtsartikel oder Schmuck für den Christbaum wie Glaskugeln, Adventssterne, Lametta oder kunsthandwerkliche weihnachtliche Artikel wie Krippen, Erzgebirgische Schwibbogen. und Räucherfiguren.

Zu den meisten Weihnachtsmärkten gehört ein künstlerisches oder kulturelles Rahmenprogramm. Für die Kinder erscheint Nikolaus mit seinen Helfern, der Weihnachtsmann oder das Christkind und teilt kleine Geschenke aus. Gelegentlich werden Weihnachtskrippen oder andere Figurengruppen aufgestellt (z. B. Szenen aus Märchen). Bei manchen Weihnachtsmärkten gibt es auch lebende Krippen, mit echten Schafen, Eseln und Ziegen. Auf einer geeigneten Bühne, z. B. dem Balkon eines Rathauses, werden Krippenspiele oder weihnachtliche Konzerte aufgeführt.

Seinen besonderen Reiz erlangt der Weihnachtsmarkt meist durch einen großen Weihnachtsbaum und die festliche Beleuchtung, die im Kontrast zur früh einsetzenden Dunkelheit steht, und zuweilen durch eine erste Schneebedeckung.

Auf den größeren Weihnachtsmärkten, oft auch als Adventmärkte bezeichnet, werden hauptsächlich Waren als reguläres Geschäft von professionellen Marktfahrern angeboten. Es gibt aber auch viele Märkte, die von einem oder mehreren Vereinen organisiert werden und auch die verkauften Gegenstände selbst hergestellt wurden, wo der Erlös des Verkaufes karitativen Zwecken zufließt.

Deutschland

Große Weihnachtsmärkte in Deutschland

Aachen

Hauptartikel: Aachener Weihnachtsmarkt

Der Aachener Weihnachtsmarkt findet mit über 100 Ständen rund um Dom und Rathaus statt.[1]

Augsburg

Hauptartikel: Augsburger Christkindlesmarkt

Der Augsburger Christkindlesmarkt hat seinen Ursprung im 1498 erstmals urkundlich erwähnten Lebzeltermarkt. Neben dem Christkindlesmarkt auf dem Rathausplatz gibt es in der Stadt noch weitere kleinere Märkte, z. B. vor dem Hauptbahnhof oder dem Martin-Luther-Platz. Berühmt ist der Christkindlesmarkt vor allem durch das Engelsspiel.

1977 wurde in Augsburg das erste Engelsspiel in Deutschland aufgeführt. Die Attraktion ist seit Jahrzehnten Anziehungsmagnet zur Weihnachtszeit. Seit 1977 ist das Engelsspiel an der Rathaus-Fassade ein beliebtes und stimmungsvolles Ereignis in der Augsburger Innenstadt. Jedes Jahr, pünktlich zur Christkindlesmarkt-Eröffnung treten die nach Vorlage des Künstlers Hans Holbein verkleideten Engel für 8 Minuten auf. Rund 24 kleine und große Engel, dekorieren in der Vorweihnachtszeit 4-mal pro Woche die festlich und hell erleuchtete Augsburger Rathausfassade in einen lebendigen Adventskalender.

Berlin

„Weihnachtsmarkt in Berlin“
von Franz Skarbina, 1892

Hauptartikel: Weihnachtsmärkte in Berlin

Im historischen Berliner Stadtzentrum gibt seit mindestens 1529 weihnachtliche Verkaufsveranstaltungen, die sich über die Jahre und Jahrhunderte ausgeweitet haben. Mit Unterbrechungen durch die großen Weltkriege und die Teilung der Stadt entwickelten sich die Weihnachtsmärkte zu einem Besuchermagnet in fast allen Berliner Bezirken. Im Jahre 2008 werden 45 Märkte angegeben, von denen aber nur etwa ein Dutzend über mehrere Wochen in der Adventszeit abgehalten werden.

Braunschweig

Hauptartikel: Braunschweiger Weihnachtsmarkt

Der Braunschweiger Weihnachtsmarkt hat eine über 300-jährige Tradition. Aufgrund des baulichen Umfeldes, der sogenannten „Traditionsinsel“ rund um den Burgplatz, der Burg Dankwarderode und des Braunschweiger Doms, wurde der Markt in Braunschweig bereits mehrfach zum schönsten Weihnachtsmarkt Norddeutschlands gekürt. Der Braunschweiger Weihnachtsmarkt beginnt Ende November und dauert bis zum 28. Dezember.

Bremen

Der Bremer Weihnachtsmarkt ist mit knapp 190 Ständen einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Auf dem Bremer Marktplatz, rund um den Bremer Roland, sowie auf dem Domshof findet mal Stände, Buden und Fahrgeschäfte. Ein historischer, winterlicher, maritimer Markt Namens "Schlachte Winterzauber" belegt die Weserpromenade Schlachte. An der Weser herrscht festliches Flair, die Buden und Stände werden mit speziellem blauen Licht angestrahlt.

Dortmund

Weihnachtsmarkt in Dortmund mit besonderem Weihnachtsbaum

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist mit über 300 Marktständen der größte Weihnachtsmarkt Deutschlands. Jedes Jahr besuchen ihn mehr als 3,6 Millionen nationale und internationale Gäste. Seit 1997 wird auf dem Hansaplatz jedes Jahr ein besonders großer Weihnachtsbaum errichtet. An einem 45 m hohen konisch zulaufenden Stahlgestell werden dabei rund 1700 einzelne Fichten befestigt, so dass sie gemeinsam wie ein sehr großer Baum wirken. In der Eigenwerbung wird er als größter Weihnachtsbaum der Welt bezeichnet, es gab und gibt jedoch in anderen Ländern weit größere Weihnachtsbäume.

Dresden

Dresdner Striezelmarkt

Hauptartikel: Dresdner Striezelmarkt

Der Dresdner Striezelmarkt, der größte der sieben Weihnachtsmärkte in der Elbmetropole Dresden, geht auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurück.

Er gilt oft als ältester Weihnachtsmarkt Deutschlands (obwohl andere Städte vergleichbare Rechte schon deutlich eher verliehen bekamen, z. B. Bautzen) und wird alljährlich auf dem Altmarkt in Dresden veranstaltet. Mit knapp 250 Ständen und zweieinhalb Millionen Besuchern ist er zudem einer der meistbesuchten in Deutschland.

Erfurt

Hauptartikel: Erfurter Weihnachtsmarkt

Der Erfurter Weihnachtsmarkt findet jährlich zur Adventszeit in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt statt und gilt als einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Im Jahr 2006 fand der Weihnachtsmarkt zum 156. Mal statt.

Schauplatz des Weihnachtsmarktes ist der Domplatz mit dem Erfurter Dom und der Severikirche im Hintergrund. Ableger des Weihnachtsmarktes finden sich auch in der restlichen Innenstadt von Erfurt und erstrecken sich über den Fischmarkt, die Schlösserbrücke, den Anger bis hin zum Willy-Brandt-Platz. Insgesamt werden in über 200 Holzhäusern kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und Weihnachtsaccessoires angeboten. Der Erfurter Weihnachtsmarkt wird jedes Jahr von ca. 2 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland besucht.

In der Mitte des Weihnachtsmarktes ragt eine 25 Meter hohe Tanne empor. Seit 2005 befindet sich am Eingang des Weihnachtsmarktes eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide, welche auf fünf Etagen Personen der Erfurter Geschichte, sowie weihnachtliche Szenen darstellt. Eine weitere Attraktion ist die Weihnachtskrippe mit 14, nahezu lebensgroßen, handgeschnitzten Figuren.

Erzgebirge

Über Deutschland hinaus sind auch die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte bekannt. Die althergebrachten, stark durch den Bergbau beeinflussten, Weihnachtsbräuche mit denen die Erzgebirger die Advents- und Weihnachtszeit intensiv erleben sowie der typische Weihnachtsschmuck mit Erzgebirgischer Volkskunst in Form von Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden, Schwibbögen oder Bergmanns- und Engelsfiguren prägen auch die Weihnachtsmärkte und bescheren dem Gebirge den Ruf des „Weihnachtslandes“. Der Bergbautradition der Region entspringen auch die alljährlich als Bestandteil einiger Märkte stattfindenden Bergparaden mit bergmännischen Paradeuniformen in der besonderen Atmosphäre traditionell geschmückter, mittelalterlicher Bergstädte.

Die bekanntesten erzgebirgischen Weihnachtsmärkte finden in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Freiberg, Seiffen, Schneeberg (mit dem Lichtelfest), Schwarzenberg und Zwickau statt.

Frankfurt am Main

Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg

Hauptartikel: Frankfurter Weihnachtsmarkt

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wird erstmals 1393 urkundlich erwähnt. Er findet auf dem Römerberg und den umliegenden Gassen und Plätzen statt. Er besteht aus über 200 Ständen. Mit rund drei Millionen Besuchern ist er einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Seit einigen Jahren finden „Frankfurter Weihnachtsmärkte“ auch in Großbritannien statt und ziehen viele Leute an.

Hannover

Hauptartikel: Weihnachtsmarkt Hannover

Der historische Weihnachtsmarkt Hannover an der Marktkirche hat eine etwa 150-jährige Tradition. Heute besteht er aus rund 120 Ständen und wird jährlich von bis zu 1,5 Millionen Menschen besucht. Als Besonderheiten gelten das Finnische Weihnachtsdorf und das historische Weihnachtsdorf mit Mittelalter-Flair. Daneben gibt es während der gesamten Adventszeit auf der Lister Meile den „Lister-Meile-Weihnachtsmarkt“ und vor dem Hauptbahnhof den „Weihnachtsmarkt Ernst-August-Platz“.

Köln

Die Kölner Weihnachtsmärkte führen die Besucherzahlen deutschlandweit an[2]. Von den sechs Kölner Weihnachtsmärkten ist der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom mit seinen ca. 5 Millionen Besuchern in 5 Wochen der größte. Er erstreckt sich über die Domplatte auf den Roncalliplatz und beherbergt 160 Pavillons mit den verschiedensten Angeboten aus Ware, Handwerk und internationaler Gastronomie. Besonders für die Vielfalt des gastronomischen Angebots ist der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom bekannt. Insbesondere ausländische Touristen aus Großbritannien und den Benelux-Ländern reisen hierhin mit Bussen an.

Durch die Aktion „Chari Tree“ des Fernsehsenders RTL steigert der Weihnachtsmarkt jährlich seinen Bekanntheitsgrad. Hier können alle Besucher und Fernsehzuschauer durch eine SMS die Lämpchen am größten Weihnachtsbaum im Rheinland erstrahlen lassen.

Weitere Weihnachtsmärkte in Köln sind: Neumarkt, Alter Markt, Rudolfplatz, Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt am Imhoff-Schokoladenmuseum und Zülpicher Platz.

Leipzig

Leipziger Weihnachtsmarkt (2006)

Hauptartikel: Leipziger Weihnachtsmarkt

Der Leipziger Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und den angrenzenden Straßen gehört mit etwa 250 Ständen zu den größten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1767 zurück. Eine besondere Attraktion ist ein 857 m² großer freistehender Adventskalender.

Lübeck

Der bekannteste Weihnachtsmarkt Schleswig-Holsteins findet jedes Jahr in der Hansestadt Lübeck statt. Neben dem traditionellen Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Verkaufsständen auf dem Rathausmarkt schließen sich in den Nebenstraßen der Lübecker Altstadt weitere Märkte wie beispielsweise der historische Weihnachtsmarkt an. Der Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital wird jedes Jahr von über 50.000 Besuchern besucht.

Mainz

Hauptartikel: Mainzer Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in Mainz fand erstmals 1788 als „Nikolose Markt“ statt. Heutzutage findet der Weihnachtsmarkt rund um den Mainzer Dom statt.

München

Der Münchner Christkindlmarkt auf dem Marienplatz

Christkindlmärkte sind aus München nicht wegzudenken und lassen sich in der Vorweihnachtszeit in vielen Stadtteilen und Landkreisgemeinden finden. Der größte und älteste Christkindlmarkt in München ist der am Münchner Marienplatz, der rund 3 Millionen Touristen aus aller Welt anlockt. Seinen Ursprung hat dieser in der seit 1642 nachweisbaren Nikolaidult, die jedes Jahr am 5. und 6. Dezember abgehalten wurde. Seit 1805 wurden auf dem Christkindlmarkt, der damals am Promenadenplatz aufgebaut wurde, eine reiche Auswahl an auswärtigen Produkten wie Oberammergauer Schnitzereien und Nürnberger Lebkuchen angeboten. Seitdem besitzt der Christkindelmarkt den Charakter eines Weihnachtsmarktes und nicht allein einer Dult, die allein zur Versorgung für die Wintermonate dient.

Ebenfalls erwähnenswert sind die alljährlich stattfindenden größeren Weihnachtsmärkte am Chinesischen Turm im Englischen Garten, am Sendlinger Tor sowie an der Münchner Freiheit. Auf letzterem wird neben Gastronomieständen ausschließlich modernes Kunsthandwerk von Bildhauerei in Holz, Keramik und Stein, Buchbinderkunst, Druckgrafik, Metallbearbeitung bis Goldschmiedewerke angeboten.

Nürnberg

Christkindlesmarkt in Nürnberg im 19. Jahrhundert. Lithografie.

Hauptartikel: Christkindlesmarkt

Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt zu den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Auf dem Markt befinden sich alljährlich weit über 150 Verkaufsbuden. Mit rund 2 Millionen Besuchern jährlich zählt er zu den größten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Eröffnet wird der Markt jeweils am Freitag vor dem ersten Advent. Der letzte Tag ist der 24. Dezember, sofern der Heilige Abend nicht auf einen Sonntag fällt.

Rostock

Der Weihnachtsmarkt in Rostock gilt als der größte und mittlerweile bekannteste Norddeutschlands. Aufgrund seiner überregionalen Größe zieht er alljährlich auch zehntausende Touristen aus Schweden und Dänemark an, die mittels spezieller Tages- und Wochenendausflüge der Reiseveranstalter mit den Fähren über die Ostsee nach Rostock kommen. Die Hotels der Hansestadt sind so oftmals weit im voraus für die Weihnachtszeit komplett ausgebucht.

Mit rund 250 Ständen erstreckt sich der Rostocker Weihnachtsmarkt über 3,2 km vom Neuen Markt über den Universitätsplatz zum Kröpeliner Tor bis hinunter zur Fischerbastion, nahe dem Stadthafen. Findet man im Areal der Fischerbastion eher einen Rummel mit seinen vielen Fahrgeschäften vor, geht es auf der restlichen Strecke beschaulicher und traditionell zu. Es befinden sich fast jedes Jahr zwei Bühnen auf dem Uniplatz beziehungsweise dem Neuen Markt. Etwas versteckt neben der Marienkirche befindet sich seit einigen Jahren der historische Weihnachtsmarkt mit seinem mittelalterlichen Flair. Seit 2007 ist der historische Weihnachtsmarkt direkt neben dem Rathaus zu finden, wo mehr Platz zur Verfügung steht und mehr Publikum vorbeikommt.

Stuttgart

Stuttgarter Weihnachtsmarkt bei der Stiftskirche

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt wurde erstmalig im Jahr 1692 als eine altgewohnte Stuttgarter Traditionsveranstaltung urkundlich erwähnt. Mit 280 Ständen und rund 3,6 Millionen Besuchern (Stand 20. Dezember 2007) gehört er zu den großen Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Der Markt findet auf dem Schlossplatz (u. a. Märchenland für Kinder und Schlittschuhbahn) und den angrenzenden historischen Plätzen und Straßen im Stadtzentrum statt, darunter der Kirchstraße und der Hirschstraße, dem Schillerplatz, dem Karlsplatz (u.a. finnisches Weihnachtsdorf und Weihnachts-Sammler-Antikmarkt) und auf dem Marktplatz. Er wird alljährlich am letzten Donnerstag im November im Renaissance-Innenhof des Stuttgarter Alten Schlosses eröffnet.

Ulm

Der Ulmer Weihnachtsmarkt findet vor dem Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt statt

Hauptartikel: Ulmer Weihnachtsmarkt

Wiesbaden

Der im Jahre 2002 völlig neu konzipierte Wiesbadener Sternschnuppen Markt findet auf dem zentral gelegenen Schloßplatz und den angrenzende Straßen rund um Schloss (Hessischer Landtag), Rathaus und Marktkirche statt. Veranstaltungsdauer des Marktes ist von Dienstag nach Totensonntag bis zum 23. Dezember des Jahres. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10:30 Uhr bis 21:00 Uhr, Freitag bis Samstag 10:30 Uhr bis 21:30 Uhr, Sonntag 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Die Marktgestaltung orientiert sich am Wiesbadener Stadtwappen: Die Farben Blau und Gold sowie die drei Lilien sind kennzeichnend. Vier Tore und ein illuminiertes Blütendach in Form von stilisierten Lilien, bestehend 12 über 10 Meter hohen und 12 Meter breiten leuchtenden Lilien prägen das Bild des Sternschnuppen Marktes. Über 110 im orientalischen Stil und in den Farben Blau und Gold dekorierten Stände mit weihnachtlichem Warenangebot und Kunsthandwerk sind auf dem Markt zu finden. Nostalgische Karussells, sowie eine Kindereisenbahn sind Bestandteil des Sternschnuppen Markts. Der rund 28 Meter hohe Weihnachtsbaum ist mit 1000 blauen und goldenen Schleifen und rund 2500 Glühbirnen, sowie 30 Blitzbirnen geschmückt. Die Krippe, die den Stall von Bethlehem mit lebensgroßen Krippenfiguren zeigt, wurde vom Herrgottschnitzer vom Bremthal, Hans-Albert Herrmann geschnitzt. An rund 28 Veranstaltungstagen besuchen viele hunderttausend Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland insbesondere amerikanische und englische Touristen den Markt.

Weitere Weihnachtsmärkte in Deutschland

Weihnachtsmarkt im Schatten v. St. Quirin Neuss
Der Konstanzer Weihnachtsmarkt am See
Weihnachtsmarkt in Tübingen
Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Hildesheim
Der 'Weihnachtswald' auf dem Goslarer Weihnachtsmarkt
Der Weihnachtsmarkt in Heidelberg, im Hintergrund das beleuchtete Schloss
  • Bad Tölz: Der Tölzer Christkindlmarkt ist traditionell und überregional bekannt und zählt laut Bayerischem Rundfunk zu den schönsten Bayerns. Dieser fast vierwöchige Christkindlmarkt hat seinen Platz in der populären historischen Marktstraße.
  • Bautzen: Der Bautzener Weihnachtsmarkt ist ein kleiner, aber sehr traditionsreicher Weihnachtsmarkt, dessen Geschichte bis zum Jahr 1384 zurückreicht
  • Berlin: Im Jahr 2004 gab es 39 gewerbliche und 18 gemeinnützige Weihnachtsmärkte in der Stadt, darunter den oben erwähnten Spandauer Weihnachtsmarkt.
  • Chemnitz: Vom 30. November bis zum 23. Dezember verwandelt sich das weitläufige Areal rund ums Rathaus mit insgesamt 230 Ständen in eine erzgebirgische Weihnachtswelt. Besondere Highlights sind jedes Jahr der Mittelaltermarkt, die regelmäßigen Rathaus- und Turmführungen mit dem Chemnitzer Türmer, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und besonders die traditionell als Auftakt stattfindende Bergparade mit etwa 900 Teilnehmern.
  • Dinkelsbühl: Der überschaubare Weihnachtsmarkt findet in der geschlossenen, romantischen Spitalanlage der kulturhistorisch bedeutenden Stadt seine Bleibe.
  • Düsseldorf: Die Düsseldorfer Innenstadt beherbergt drei größere Weihnachtsmärkte. In der Altstadt befindet sich in historischer Kulisse vor dem Rathaus und rund ums Jan-Wellem-Reiterstandbild das sogenannte Nikolausdorf. Der zum Glühweinausschank umfunktionierte Jugendstil-Musikpavillon vorm Carsch-Haus bildet den Mittelpunkt des weiß gehaltenen Engelchen-Marktes an der Heinrich-Heine-Allee. Das größte kulinarische Angebot findet sich auf dem Weihnachtsmarkt auf Schadow- und Jan-Wellem-Platz im Bereich der Fußgängerzone Schadowstraße. Weitere kleinere Märkte gibt es am Stadtbrückchen, in diversen Fußgängerzonen der Altstadt sowie in den Stadtteilen.
  • Duisburg: Der Weihnachtsmarkt befindet in der Innenstadt. Es gibt ein Riesenrad, eine Eislaufbahn und über einhundert hölzerne Stände, an denen Weihnachtsgeschenke, Süßigkeiten und anderes Mehr angeboten werden. Seit dem Jahr 2007 befinden sich blaue, metallene, beleuchtete Bäume über die Innenstadt verteilt.
  • Essen: Hier gibt es Weihnachtsmärkte auf mehreren Plätzen in der Innenstadt. Der größte befindet sich auf dem Kennedyplatz.
  • Esslingen am Neckar: Mittelaltermarkt und Weihnachtsmarkt mit mittelalterlicher Handwerkskunst, Speisen und Musik auf mehreren Plätzen und Gassen in der historischen Altstadt der ehemaligen freien Reichsstadt.
  • Freiburg im Breisgau: Von der letzten Novemberwoche bis zum 23. Dezember findet der Weihnachtsmarkt auf dem historischen Rathausplatz und an der Martinskirche statt.
  • Fulda: In der barocken Innenstadt rund um die historische Stadtpfarrkirche sowie auf dem Universitätsplatz findet in der Adventszeit der Weihnachtsmarkt mit über 70 Ständen statt.
  • Fürth: Auf der Fürther Freiheit stehen jährlich etwa 50 Buden. Zudem gibt es vom 2. bis zum 3. Adventswochenende auf dem Waagplatz einen Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt.
  • Gera: Ab 27. November wird sich das Areal vor dem historischen Rathaus und die Johannisstraße, Bachgasse, der Museumsplatz und die Schloßstraße in einen winterlichen Weihnachts-Märchen-Markt verwandeln. Highlight sind die beliebten Märchengestalten und die 115 bunten Mini-Läden. Auch der 19 Meter hohe Weihnachtsbaum wird mit 10.000 LED-Leuchten geschmückt.
  • Goslar: Auf dem historischen Marktplatz und den umliegenden Gassen findet von Ende November bis einige Tage nach Weihnachten der Goslarer Weihnachtsmarkt statt. Besonderheit ist der Tannenwald, wo man inmitten eines Weihnachtswaldes seinen Glühwein trinken kann.
  • Göttingen: Der Göttinger Weihnachtsmarkt findet traditionell auf dem Platz vor dem Alten Rathaus (direkt um das Gänseliesel) sowie rund um die Johanniskirche statt. Er öffnet Ende November und schließt einige Tage nach Weihnachten. Das Unterhaltungsprogramm auf einer eigens aufgestellten Bühne und im Inneren des Alten Rathauses besteht vorwiegend aus adventlichen Musikdarbietungen von Chören und Orchestern, aber auch Theater- und Kabarettaufführungen.
  • Hildesheim: Auf dem historischen Marktplatz der Stadt und dem Platz hinter dem Rathaus (die sogenannte Lilie) findet von Ende November bis kurz nach Weihnachten der Hildesheimer Weihnachtsmarkt statt. Besonders schön ist der Marktteil auf dem historischen Marktplatz – umgeben von den wiederaufgebauten historischen Markthäusern, insbesondere dem Knochenhauer-Amtshaus, das als „schönstes Fachwerkhaus der Welt“ bekannt ist.
  • Jena: Der Jenaer Weihnachtsmarkt, der als der älteste Weihnachtsmarkt Thüringens gilt[3], wurde erstmals 1803 (evtl. sogar schon 1746) veranstaltet. Als Besonderheit lässt sich das täglich um 17.00 Uhr stattfindende traditionsreiche weihnachtliche Turmblasen anführen.
  • Köln: Mehrere thematisch unterschiedliche Weihnachtsmärkte gibt es in der Innenstadt, u. a. den „Märchen-Weihnachtsmarkt“ am Rudolfplatz oder den traditionellen Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Laut der Stadt Köln besuchen jährlich ca. vier Mio. Menschen die Märkte der Stadt.
  • Konstanz: Einen Teil des Konstanzer Weihnachtsmarktes, der als einziger in der Region den ganzen Dezember über besteht, bildet der Weihnachtsmarkt am See.
  • Landau (Pfalz): Der Thomas-Nast-Nikolausmarkt mit vielen verschiedenen Buden, einigen Fahrgeschäften und zwei großen beheizten Zelten, in denen Kunsthandwerk präsentiert wird.
  • Lauscha: An zwei Wochenenden im Advent lädt die Glasbläserstadt Lauscha ihre Besucher zu einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art ein. Der Lauschaer Kugelmarkt hat sich inzwischen zu dem originellsten Spezialmarkt für Christbaumschmuck aus Glas in Deutschland entwickelt. Die ganze Innenstadt verwandelt sich in eine Fußgängerzone.
  • Ludwigsburg: Barock-Weihnachtsmarkt mit über 160 Ständen auf dem barocken, arkadengesäumten Marktplatz der ehemaligen württembergischen Residenzstadt.
  • Maulbronn: Jeweils am zweiten Adventswochenende im Dezember findet vor der beeindruckenden Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn der Weihnachtsmarkt statt. Über 120 festlich geschmückte Verkaufsstände bieten Kunsthandwerk und Selbstgemachtes an.
  • Münster: Insgesamt sechs Weihnachtsmärkte werden in der historischen Innenstadt abgehalten.
  • Neuss: Weihnachtsmarkt in einer der ältesten Städte Deutschlands (16 v. Chr.)- im Schatten des alten St. Quirinusmünsters in Neuss und dem historischem Vogthaus - Stimmungsvoll in den vier Adventwochen auf dem Münsterplatz ***.
  • Nördlingen: Der „Romantische Weihnachtsmarkt“ in der historischen Altstadt von Nördlingen mit mehr als 60 Ständen und einer lebenden Krippe findet von Ende November bis zu den Weihnachtsfeiertagen täglich statt.
  • Quedlinburg: Schon mehrfach als „schönster Weihnachtsmarkt in Sachsen-Anhalt“ ausgezeichnet, findet der Quedlinburger Weihnachtsmarkt auf dem großen Marktplatz der Weltkulturerbestadt statt. Über 1.000 historische Fachwerkhäuser der Quedlinburger Altstadt bilden einen zauberhaften Rahmen.
  • Ophoven: Jeweils am ersten Adventswochenende findet rund um die Ophovener Wallfahrtskirche der Adventsmarkt der Kinderkrebshilfe Ophoven zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Geboten werden ausschließlich Kunsthandwerk und selbstgemachte Spezialitäten.
  • Osnabrück: Einer der größten Weihnachtsmärkte Niedersachsens. In der historischen Altstadt Osnabrücks rund um den Dom und das Rathaus.
  • Regensburg: auf dem Neupfarrplatz rund um die Neupfarrkirche sind die Buden des Christkindlmarktes aufgebaut.
  • Rothenbuch: Jeweils am ersten Adventswochenende findet vor der historischen Kulisse des Schlosses der überregional bekannte Weihnachtsmarkt in dem Hochspessartort statt.
  • Rüdesheim: Der Weihnachtsmarkt der Nationen ist mit jährlich mehreren Hunderttausenden Besuchern und mit Ständen aus zwei Dutzend Ländern aus aller Welt ein Anziehungspunkt der ganzen Region.
  • Siegburg: mittelalterlicher Weihnachtsmarkt
  • Soest: Auf dem Petrikirchplatz findet der größte Weihnachtsmarkt der Hellweg-Region statt und lockt tausende Besucher in die historische Soester Altstadt.
  • Sommerhausen: Dieser kleine Ort in Franken verwandelt sich komplett in einen Weihnachtsmarkt; alle Gässchen sind dekoriert und alle Läden, die zahlreichen Galerien und die Dorfkirche sind mit einbezogen.
  • Sottrum bei Holle: Dieser Weihnachtsmarkt findet alle 2 Jahre am 1.Advent rund um den Dorfplatz statt. Am Ende werden die beiden Weihnachtsbäume erleuchtet, die dann die ganze Weihnachtszeit zu sehen sind.
  • St. Wendel: Demonstration mittelalterlichen Handwerks, Krippe mit lebenden Tieren, Kunstschneeberg mit Schlittenbahn, hohe Weihnachtspyramide.
  • Trier: Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt im Zentrum der Stadt
  • Tübingen: Weihnachtsmarkt in der gesamten Innenstadt, immer an einem verlängerten Wochenende im Dezember. Die Stände werden großenteils von Privatleuten oder von Vereinen aus der Region betrieben.
  • Ulm: Der Marktplatz vor dem Hauptportal des Ulmer Münsters wird für den Weihnachtsmarkt in ein Hüttendorf verwandelt.

Österreich

Große Weihnachtsmärkte in Österreich

Wien

„Maronibrater“ am Wiener Christkindlmarkt
Traditionelle „Zuckerlfrau“ am Wiener Christkindlmarkt

1294 wurde das Privileg zum Abhalten eines Dezembermarktes von Herzog Albrecht II. erteilt.

Alte Wiener Aufzeichnungen ergeben, dass bereits 1626 ein dem später so genannten Christkindlmarkt ähnlicher Markt vor dem Stephansdom abgehalten wurde. Die Verkaufstände standen in der Zeit von 16. Dezember bis 9. Januar und es wurden Waren von Peckn, Lebzelter und Zuggerpacher angeboten. Dieser Markt wurde aber 1761 wieder aufgelassen.

Der eigentliche Wiener Christkindlmarkt führt auf das Jahr 1764 zurück. Er wechselte im Laufe der Jahrhunderte oftmals seinen Standort, da er anfangs mit den traditionellen Jahrmärkten konkurrierte. So wechselt er von der Freyung auf den Platz Am Hof, war auch am Neubaugürtel und vor dem Messepalast. Seit 1975 ist er vor dem Wiener Rathaus.

Der Wiener Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus ist auch der größte Österreichische Christkindlmarkt mit mehr als 100 Ständen (2007 waren es genau 138 Stände, 39 davon dem leiblichen Wohl gewidmet (Maronibrater, Süßwaren, Punsch- und Essensstände)

Weitere große Weihnachtsmärkte in Wien gibt es:

weiters:

Weitere Weihnachtsmärkte in Österreich

  • Innsbruck: In Innsbruck wird während der ganzen Adventszeit ein Markt in der Altstadt abgehalten. Er wird sehr oft von italienischen und deutschen Touristen besucht.
  • Salzburg: Traditioneller Weihnachtsmarkt in der weltberühmten Altstadt (Christkindlmarkt), dessen wurzeln gehen ins ausgehende 15. Jahrhundert zurück [4]. Daneben gibt es noch kleinere Adventsmärkte, zum Beispiel in Schloss Hellbrunn, Waldklang im Waldbad Anif [5]
  • Bregenz: Mehrere kleinere Märkte. Der größte Markt in der Weihnmachtszeit ist der Klosermarkt (Nikolausmarkt), der am 6. Dezember in der Innenstadt stattfindet.
  • Villach: Villach hat einen sehr berühmten Weihnachtsmarkt, der vor allem bei Italienern sehr beliebt ist.
  • Mariazell: Mariazeller Advent, Partner der Dachmarke Advent Austria. Sehr beliebt, spezielle religiöse Komponente, da Wallfahrtsort. Da zumeist reichlich Schnee bereits in der Vorweihnachtszeit, wird das in der Werbung oft dargestellte Bild des tief verschneiten Weihnachtsmarktes hier Realität. Spezielle Angebote zur Anreise mit der Mariazeller Bahn.
  • Wiener Neustadt: In Wiener Neustadt wird jährlich die gesamte Innenstadt mit Lichterketten dekoriert und am Hauptplatz findet ein Christkindlmarkt mit Eislaufplatz und vielen Attraktionen statt, er wird unter dem Motto Zauber im Advent veranstaltet.
  • Mondsee: Der Adventmarkt in Mondsee wird alljährlich an den Adventwochenenden vor der Mondseer Basilika und im Kreuzgang des ehemaligen Kloster Mondsee abgehalten
  • Kitzbühel: Als Teil des „Advent in den Bergen“ ist der Kitzbühler Christkindlmarkt bekannt für sein Ambiente. Durch die günstige Lage sind weiße Weihnachten sehr sicher.
  • Linz: Am Hauptplatz und im Volksgarten werden zwei große Adventmärkte abgehalten, die meist Mitte November beginnen.
  • Schloss Weinberg: Ein kunsthandwerklicher Adventmarkt mit rund 150 Ausstellern im Schloss Weinberg, immer am 2. Adventwochenende.

Schweiz

  • Einsiedeln: Weihnachtsmarkt in der Zentralschweiz. Vor dem Kloster können Besucher an 110 geschmückten Ständen verweilen oder einkaufen.
  • Bremgarten AG: Mit über 100.000 Besuchern und mehr als 300 Marktständen der größte Weihnachtsmarkt der Schweiz.

Italien

Große Weihnachtsmärkte in Italien

Bozen (Südtirol)

Bozner Christkindlmarkt

Der „Bozner Christkindlmarkt“ wurde 1990 gegründet und ist der größte und italienweit erste italienische Christkindlmarkt. Er findet am Bozner Waltherplatz statt. Der Markt hat rund 80 Stände. Seit 2006 gibt es in Bozen einen zweiten Weihnachtsmarkt mit ungefähr 15 weiteren Ständen, der „Winterwald“ genannt wird. Er befindet sich im Garten des Palais Campofranco. In der Bozner Altstadt gibt es weitere Nebenmärkte wie den Handwerksmarkt am Rathausplatz, den Christkindlmarkt der Solidarität in einigen Straßen der Altstadt und am Kornplatz (ungefähr 30 Stände). Insgesamt gibt es in der Altstadt ungefähr 150 Stände. 2005 zählte man am Bozner Christkindlmarkt 1.200.000 Besucher (2004: 850.000). Er ist der meist besuchteste Weihnachtsmarkt Südtirols und Italiens. Bozen ist in den letzten Jahren von den Medien als „Italienische Hauptstadt der Weihnacht“ bezeichnet worden.

Meran (Südtirol)

Der Meraner Adventmarkt wurde im Jahre 1992 erstmals veranstaltet. Kaufleute der Laubengasse, einer zentralen Einkaufsstraße der Meraner Innenstadt, wollten eine Veranstaltung zu dem bereits bestehenden und von der Meraner Altstadtvereinigung durchgeführten traditionellen Meraner Advent organisieren und schlossen sich zu diesem Zweck zum Verein Kaufleute Aktiv zusammen. Dafür wurden an zwei zentralen Plätzen rund 35 Verkaufsbuden aufgestellt. Wenige Jahre später wurde der „Meraner Adventmarkt“ in die Freiheitsstraße sowie die angrenzende Sparkassenstraße verlegt. Der Weihnachtsmarkt wuchs auf 60 Stände an. Seit dem Jahre 2001 präsentiert sich der nach Bozen zweitgrößte Christkindlmarkt Südtirols auf der neugestalteten Passerpromenade, vor der Jugendstilfassade des Meraner Kurhauses und verfügt über etwa 80 Verkaufsstände. Im Jahr 2000 erregte der „Meraner Adventmarkt“ mit der Installation des so genannten Meraner Winterlichtbaumes des Künstlers Georg Lechner, welcher aus Laaser Marmor besteht, Aufmerksamkeit. Aufgrund der Größe und des Gewichtes wurde die Kunstinstallation ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Weitere Weihnachtsmärkte in Italien

Nach dem touristischen Erfolg der Südtiroler Weihnachtsmärkte beim italienischen Publikum wurden in andere Teile Italiens in den letzten Jahren eigene Christkindlmärkte nach Südtiroler Vorbild eröffnet, zuerst in Trentino, das in Anlehnung an seine österreichisch-ungarische Vergangenheit das Flair der Märkte in deutschsprachigen Ländern zu reproduzieren versucht. Obwohl viele angebotete Waren wirklich der Trentiner Tradition entstammen (etwa der Zelten), wurden viele andere auch neu eingeführt. Der Markt in Trient zählt etwa 70 Stände.

In Italien gibt es kleinere Weihnachtsmärkte, die aber nicht in Konkurrenz zu den Südtiroler Märkten treten, zum Beispiel in Arco (Trentino), Belluno, Turin, Livigno und Udine.

Sonstige Weihnachtsmärkte im Ausland

Traditionelle Weihnachtsmärkte gibt es auch in Luxemburg, Elsass und Lothringen. Als größter ausländischer Weihnachtsmarkt gilt häufig der seit 1570 abgehaltene Markt von Straßburg.

Im englischsprachigen Raum gab es traditionell keine Weihnachtsmärkte, jedoch wird das Konzept in neuerer Zeit gerne kopiert. Mittlerweile gibt es Weihnachtsmärkte (meist als „German Christmas Market“ oder „Christkindlmarket“) unter anderem in Kitchener (Kanada), Chicago (seit 1995), Denver (seit 1999), Birmingham (seit 1997), Bristol (1998), Manchester (seit 1999), Edinburgh (seit 2000), Osaka (seit 2000), Leeds, Nottingham und Kingston upon Thames. Der größte authentische deutsche Weihnachtsmarkt außerhalb von Deutschland und Österreich ist nach eigener Darstellung der Frankfurt Christmas Market in der Frankfurter Partnerstadt Birmingham, mit ca. 80 Marktständen ein nach deutschen Maßstäben eher kleiner Weihnachtsmarkt.

Mit dem Aufkommen der Billigfluglinien werden z. B. in Großbritannien vermehrt Wochenendausflüge zu deutschen Weihnachtsmärkten als Pauschalreisen angeboten und auch gerne gebucht.

Einzelnachweise

  1. http://www.aachener-weihnachtsmarkt.com Aachener Weihnachtsmarkt
  2. Die-Top-News vom 17. November 2008
  3. Jena - Ältester Weihnachtsmarkt in Thüringen. Auf: www.jena.de, 11. Dezember 2006
  4. http://www.christkindlmarkt.co.at Chronik/Tradition
  5. http://http://cougart.at/?page_id=92

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