Aelium Cetium
Wappen Karte
Wappen von St. Pölten
St. Pölten (Österreich)
DEC
St. Pölten
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Niederösterreich
Politischer Bezirk Statutarstadt (P)
Fläche 108,48 km²
Koordinaten 48° 12′ N, 15° 37′ O48.215.616666666667267Koordinaten: 48° 12′ 0″ N, 15° 37′ 0″ O
Höhe 267 m ü. A.
Einwohner 51.530 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 475 Einwohner je km²
Postleitzahl 3100
Vorwahl 02742
Gemeindekennziffer 3 02 01
AT123
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Rathausplatz 1
3100 St. Pölten
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ)
Gemeinderat (2005)
(42 Mitglieder)
26 SPÖ, 10 ÖVP, 3 Grüne, 2 FPÖ, 1 Liste Hermann Nonner
Lage von St. Pölten innerhalb Niederösterreichs
Lage von St. Pölten innerhalb Niederösterreichs
Sankt Pölten
Sankt Pölten

St. Pölten (ausgeschrieben: Sankt Pölten) ist die Landeshauptstadt und mit 51.518 Einwohnern (Stand: 2008)[1] die größte Stadt des österreichischen Bundeslandes Niederösterreich. Die Stadt befindet sich im so genannten Mostviertel und hat eine Fläche von 108,52 km². Sankt Pölten ist Statutarstadt und somit sowohl Gemeinde als auch Bezirk.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt am Fluss Traisen und befindet sich im nördlichen Alpenvorland, südlich der Wachau. Sie zählt somit zum Mostviertel, dem südwestlichen der vier Viertel Niederösterreichs.

Stadtgliederung

Die Stadtteile

Sankt Pölten gliedert sich in elf Stadtteile, die wiederum in 43 Katastralgemeinden unterteilt werden.

  • Harland: Altmannsdorf, Windpassing
  • Ochsenburg: Dörfl bei Ochsenburg
  • Pottenbrunn: Pengersdorf, Wasserburg, Zwerndorf
  • Radlberg: Oberradlberg, Unterradlberg
  • Ratzersdorf
  • Spratzern: Matzersdorf, Pummersdorf, Schwadorf, Völtendorf
  • St. Georgen am Steinfelde: Eggendorf, Ganzendorf, Hart, Kreisberg, Mühlgang, Reitzersdorf, Steinfeld, Wetzersdorf, Wolfenberg, Wörth
  • Sankt Pölten: Hafing, Nadelbach, Teufelhof, Waitzendorf, Witzendorf
  • Stattersdorf
  • Viehofen: Ragelsdorf, Weitern
  • Wagram: Oberwagram, Oberzwischenbrunn, Unterwagram, Unterzwischenbrunn

Mit Ausnahme der Stadtteile Wagram und Radlberg existieren unter dem gleichen Namen auch Katastralgemeinden.

Siehe auch: Liste der Stadtteile von St. Pölten

Nachbargemeinden

An St. Pölten grenzen (von Norden im Uhrzeigersinn) Herzogenburg, Kapelln, Böheimkirchen, Pyhra, Wilhelmsburg, Ober-Grafendorf, Gerersdorf, Neidling, Karlstetten und Obritzberg-Rust.

Klima

Temperatur und Niederschlag im Jahr 2006

Die Temperatur schwankt im langjährigen Monatsmittel zwischen -1,0 °C im Jänner und 19,1 °C im Juli. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt rund 50 mm in den Monaten September bis April und steigt bis zu rund 90 mm in den Sommermonaten Juni, Juli und August an.

Die langjährige mittlere Jahrestemperatur (ermittelt in den Jahren 1971–2000) beträgt nach Daten der Messstation am Rathausplatz 9,2 °C. Der Mittelwert des Jahres 2004 betrug 9,6 °C.

Geschichte

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1391 ca. 3500
1499 ca. 3600
1797 3.891
1812 4.283
1848 4.540
1869 7.779
1880 10.053
1890 10.906
1900 14.533
1910 21.805
1920 23.061
1923 31.576
1934 36.247
1939 44.339
1951 40.203
1961 40.112
1971 43.229
1981 51.158
1991 50.026
2001 49.117
2006 51.073
Der barocke St. Pöltner Dom

Urzeit, Römerzeit und Mittelalter

Das Gebiet des heutigen St.Pölten war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, was diverse Funde belegen.

Die Altstadt befindet sich dort, wo vom ersten bis zum vierten Jahrhundert die Römerstadt Aelium Cetium entstanden war. Unter Kaiser Hadrian erhielt Cetium sein Stadtrecht und wurde neben Carnuntum und Ovilava (Wels) zu einem der bedeutenden Zentren in der Provinz Noricum des römischen Imperiums. In der Spätantike verlor Cetium zugunsten von Favianis (Mautern) an Bedeutung und wird in der Folgezeit nicht mehr genannt. Erst 799 taucht St. Pölten wieder in den Quellen auf, nun unter dem Namen Traisma.

Bereits seit 771 findet sich das dem Hl. Hippolyt geweihten und von Kloster Tegernsee aus gegründete Benediktinerkloster am Ort. Der Name St. Pölten geht auf den Heiligen Hippolytos zurück, nach dem Kloster und Stadt benannt wurden: St. Hippolyt – St. Polyt – St. Pölten

Das Marktrecht erhielt St. Pölten um 1050. 1081 wurde das Benediktinerkloster in ein Augustiner-Chorherren-Stift umgewandelt. Zur Stadt erhoben wurde St. Pölten 1159 durch Bischof Konrad von Passau.

Im 13. Jahrhundert wurde die Stadt um einen Westteil mit dem "Breiten Markt" (heute Rathausplatz) planmäßig erweitert und mit einer Stadtmauer umgeben. Das Viertel um das Kloster wurde dem Propst des Stiftes unterstellt, während der passauische Teil eine städtische Verwaltung mit Richter und Rat erhielt.

1338 erfolgte die Verleihung eines neuen Stadtrechts durch Bischof Albrecht II. von Passau. Sie ist damit vor Enns und Wien, die beide ihr Stadtrecht erst später bekamen, die älteste Stadt Österreichs.

Bis zum Ende des Mittelalters blieb St. Pölten passauisch und wurde erst als Folge der Verpfändung der Stadt an König Matthias Corvinus von Ungarn landesfürstlich. 1481 verpfändete Bischof Friedrich Mauerkircher die Stadt dem ungarischen König, der sie zu einem seiner wichtigsten Stützpunkte in Niederösterreich im Kampf gegen Kaiser Friedrich III. machte und sehr förderte. 1487 verlieh er St. Pölten einen Wappenbrief, kurz darauf umfangreiche Maut- und Transportprivilegien. Nach der Vertreibung des Ungarnkönigs beanspruchte Maximilian I. im Frieden von Pressburg 1491 die Stadt als Kriegsbeute für sich und gab seine Ansprüche auch gegenüber dem eigentlichen Stadtherrn, dem Bischof von Passau, nicht mehr auf. Als landesfürstliche Stadt war St. Pölten im Landtag vertreten und erhielt 1538 von Ferdinand I. ein neues Wappen, das seine neue Stellung zum Ausdruck brachte.

Neuzeit

Die Stadtmauer erwies sich 1529 und 1683 als wirksamer Schutz gegen die Türken.

Nach 1560 bekannte sich ein Großteil der Bevölkerung zum evangelischen Glauben. Nach 1575 setzte die Gegenreformation in St. Pölten ein, die ab 1623 abgeschlossen war.

Eine besondere Blütezeit erlebte St. Pölten im 17. und 18. Jahrhundert. Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast machten die Stadt zu einem Zentrum barocker Baukunst, das der um den Wiener Hof gruppierten Schule fast ebenbürtig zur Seite stand. Damals erhielt das Stadtbild mit dem Dom, der Karmelitinnenkirche, dem Institut der Englischen Fräulein, der Rathausfassade und mehreren Adelspalästen sein reizvolles barockes Aussehen. An der Domkirche (1722–1750) wirkten so namhafte Künstler wie Daniel Gran, Bartolomeo Altomonte und Tobias Pock mit. Im Zuge der katholischen Reform wurden neue Klöster gegründet, sodass die nur 29 Hektar umfassende Stadt um 1770 insgesamt sechs geistliche Niederlassungen zählte, von denen infolge der Klosteraufhebungen unter Kaiser Joseph II. nur das Institut der Englischen Fräulein (seit 1706) und das Franziskanerkloster (heute Philosophisch-Theologische Hochschule) bestehen blieben. Die josephinischen Reformen machten St. Pölten zum kirchlichen Zentrum: 1785 wurde das Bistum Wiener Neustadt nach St. Pölten transferiert und als Bischofssitz das zuvor aufgelöste Chorherrenstift bestimmt. Erster Bischof war bis 1792 Johann Heinrich von Kerens.

Am 11. November 1805 zog Napoleon I. zum ersten Mal in St. Pölten ein. Auch 1809 war die Stadt von französischen Truppen besetzt.

Industrialisierung und erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

Notgeld aus 1920
Bevölkerungsentwicklung

Mit der Eröffnung der Kaiserin Elisabeth-Bahn 1858, später Westbahn, und der späteren Errichtung weiterer Nebenbahnen entwickelte sich St. Pölten langsam zur Industriestadt. Seit dem 18. Jahrhundert kam es im Zuge der Industrialisierung zur Ansiedlung kleinerer Betriebe, darunter Hammerwerke, Papiermühlen, Tuchmacher und eine Kattunmanufaktur. Nach 1903 kam es zur Gründung wichtiger Großbetriebe wie der Papierfabrik Salzer, der Maschinenfabrik Voith, der 1. Österreichischen Glanzstoff-Fabrik AG und der Bahn-Werkstätten. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft an (1848: 4.500, 1880: 10.000, 1922: fast 22.000) und in den nach dem Ersten Weltkrieg eingemeindeten Orten Viehofen, Wagram oder Spratzern entstanden neue Siedlungen. Mit der Verleihung eines eigenen Statuts 1922 wurde der neuen wirtschaftlichen Bedeutung St. Pöltens Rechnung getragen.

Die Wirtschaftskrise von 1930 machte aus dem Hoffnungsgebiet ein Notstandsgebiet mit tausenden Arbeitslosen.

1939 wurde die Eingemeindung von Radlberg, Ratzersdorf, Stattersdorf, Völtendorf, Wörth und anderen durchgeführt.

Nach dem Zusammenbruch der K.u.K-Monarchie 1918 war St. Pölten von den politischen Nachkriegswirren in Österreich wie dem Bürgerkrieg 1934 und dem Anschluss Österreichs 1938 natürlich ebenfalls betroffen. Auch gab es in St.Pölten eine große Zahl an Rüstungsbetrieben. 1945 waren mit Ende des Zweiten Weltkriegs 39 % der Häuser der Stadt durch Luftangriffe und Frontkämpfe beschädigt oder zerstört. Die Stadt war 1945 bis 1954 von sowjetischen Truppen besetzt.

1948 begann der Wiederaufbau, der nach 1955 mit der Instandsetzung der historischen Bauten und der Ausgestaltung der Stadt vollendet werden konnte.

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau wuchs St. Pölten immer weiter. 1972 überschritt die Stadt durch die Eingemeindungen von unter anderen Ochsenburg, Pottenbrunn und St. Georgen erstmals die 50.000-Einwohner-Grenze.

Zur Landeshauptstadt von Niederösterreich wurde St. Pölten mit Landtagsbeschluss vom 10. Juli 1986. St. Pölten hatte sich zuvor mit 45 % bei einer Volksbefragung am 1. und 2. März 1986 gegen Krems (29 %), Baden (8 %), Tulln (5 %) und Wiener Neustadt (4 %) durchgesetzt. Seit 1997 ist St. Pölten nach dem Auszug der Landesbehörden aus Wien und dem Bau des Landhausviertels auch Sitz der niederösterreichischen Landesregierung.

Am 9. Juli 1999 erhielt die Stadt für ihre Verdienste bei den internationalen Aktivitäten, den Städtepartnerschaften und als Federführer des „Kooperationsnetzwerkes Europäischer Mittelstädte“ die Ehrenplakette des Europarates. Während der Sitzung des Europarates am 26. April 2001 wurde St. Pölten der Europapreis verliehen. 2002 erfolgte die Eröffnung des Niederösterreichischen Landesmuseums.

Kurt Krenn, der seit 1991 amtierende und heftig umstrittene St. Pöltener Bischof, reichte am 20. September 2004 nach Vorfällen im Priesterseminar sein Rücktrittsgesuch ein. Klaus Küng wurde zum 17. Bischof der Diözese St. Pölten ernannt.

In St. Pölten befindet sich auch die Evangelische Superintendentur AB, die aus Bad Vöslau hierher verlegt wurde. Der Superintendent betreut die Diözese Niederösterreich. Amtierender Superintendent ist Mag. Paul Weiland.

Siehe auch: Geschichte Niederösterreichs.

Politik

Das Rathaus – Wahrzeichen der Stadt Sankt Pölten
Gemeinderat und Stadtsenat nach der Wahl 2006

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 42 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2006 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 26 Mandate: SPÖ
  • 10 Mandate: ÖVP
  • 3 Mandate: Grüne
  • 2 Mandate: FPÖ
  • 1 Mandat: Liste Nonner

Stadtsenat

Der Stadtsenat besteht aus 1. und 2. Vizebürgermeister(in) sowie 11 weiteren Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:

Die Mitglieder des Stadtsenates sind zugleich auch Mitglieder des Gemeinderates. Die rechts abgebildete Grafik stellt die Situation im Stadtsenat − laut dem Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 8. Oktober 2006 − dar.

Bürgermeister

Das Amt des Bürgermeisters bekleidet Matthias Stadler (SPÖ), 1. Vizebürgermeisterin ist Susanne Kysela (SPÖ), 2. Vizebürgermeister ist Johannes Sassmann (ÖVP).

Siehe auch: Liste der Bürgermeister von St. Pölten

Siegel der Stadt

Wappen, Farben und Siegel

Das der Stadt St. Pölten von König Ferdinand I. am 3. November 1538 verliehene Stadtwappen besteht aus zwei Teilen. Der heraldisch rechte (vom Betrachter aus linke) Teil zeigt den umgekehrten österreichischen Bindenschild als Zeichen der landesfürstlichen Zugehörigkeit der Stadt. Der heraldisch linke Teil mit dem aufrecht stehenden Wolf ist Ausdruck der Herkunft aus dem Besitz des Bistums Passau. Das Pedum (Bischofsstab), das der Wolf im 15. Jahrhundert in den Tatzen hielt, ist verschwunden.

Die Beschreibung des aktuellen Wappens der Landeshauptstadt St. Pölten lautet: Gespalten von Silber und Blau; vorne ein roter Balken, hinten ein nach vorn gewandter wachsender silberner, rotgezungter und goldbewehrter Wolf.

Die Farben der Stadt sind rot-gelb. Das Siegel der Stadt weist das Stadtwappen mit der Umschrift "Landeshauptstadt St. Pölten" auf. Das Amtssiegel des Magistrates weist das Wappen und die Umschrift "Magistrat der Stadt St. Pölten" auf.

Das aktuell verwendete Logo der Stadt

Die Stadt verwendet seit den 1960ern verschiedene Logos in Publikationen. Diese spiegeln die Entwicklungen der Stadt wieder. So lautete der Text des ab 1986 benutzten Logos Landeshauptstadt St. Pölten, das aktuelle zeigt neben den stilisierten Sternen der Europaflagge den Text St. Pölten mitten in europa.

Städtepartnerschaften

Wirtschaft

Per Stichtag 15. Mai 2001 waren in St. Pölten 40.041 Personen in 2.711 Betrieben – 23 davon Großunternehmen mit mehr als je 200 Mitarbeitern – angestellt.

Da im Stadtgebiet weit mehr Arbeitsplätze vorhanden sind als für die St.Pöltener Bevölkerung benötigt werden pendeln ca. 30.000 Menschen nach St.Pölten.

Medien

Einige Medienunternehmen haben in Sankt Pölten ihren Sitz oder ihre Verwaltung. Dazu zählen MFG-Das Magazin, ein monatlich erscheinendes unabhängiges Printmedium, @cetera, Campus Radio 94.4 der Radiosender der Fachhochschule und HiT FM, ein weiterer Radiosender. Daneben gibt es noch den Österreichischen Rundfunk (ORF) für Niederösterreich, den Regionalfernsehsender N1 und den Privatsender P3tv. Die Redaktionen für den Raum Niederösterreich der Austria Presse Agentur (APA), des Kurier und Der Presse haben hier ebenfalls ihren Sitz.

Das Niederösterreichische Pressehaus in Sankt Pölten ist Herausgeber der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN), der Burgenländischen Volkszeitung (BVZ), der NÖ-Rundschau, Unser Gratisblatt, der Neuen Stadtzeitung und der Landeshauptstadt-Zeitung.

Ansässige Unternehmen

Die bedeutendsten ansässigen Unternehmen sind Kika und Leiner, Egger Bier, Salzer, Biomin, Strabag, Sunpor, Svoboda, Glanzstoff, Schubert & Franzke, Voith, Spar, Rosenberger und Geberit.

Verkehr

Straße

Wichtigste Verkehrswege in St. Pölten

Die Stadt liegt am Schnittpunkt der Westautobahn A1 mit der Kremser Schnellstraße S33 und wird von der Wiener Straße (B 1) durchquert. Weiters ist der Anschlussknoten der gerade in Planung befindlichen und heftig diskutierten Traisental Schnellstraße S34 in St.Pölten.

Wichtige Straßen

Parkhäuser

In der Nähe der Innenstadt bestehen 10 Parkhäuser mit insgesamt ca. 3900 Stellplätzen.

Öffentlicher Verkehr

Der Knotenpunkt der Wieselbus-Linien, welche die Hauptstadt sternförmig mit den verschiedenen Regionen Niederösterreichs verbinden, ist das Wiesel-Busterminal im Regierungsviertel.

Eisenbahn

In St.Pölten befinden sich zwölf Bahnhöfe, von denen der St. Pöltener Hauptbahnhof, der sich gerade im Umbau befindet, der Größte ist.

Eisenbahnlinien

Zur Zeit wird die Strecke St.Pölten – Wien ausgebaut, die Fahrzeit auf der neuen Bahnstrecke zwischen der Landeshauptstadt und der Bundeshauptstadt beträgt dann nur mehr knapp 25 Minuten.

Öffentlicher Nahverkehr
Ehemalige Straßenbahn in Sankt Pölten
  • Straßenbahn, historisch; verkehrte von 1911 bis 1976, (Straßenbahn St. Pölten)
  • Städtisches Buskonzept "LUP", Netz von 10 Linien
  • kostenloser Touristenzug, verbindet die Altstadt mit dem Landhausviertel
  • "Sternschnuppe", Nachtbus mit 16 Haltestellen, fährt von Donnerstag bis Samstag von 20.20 Uhr bis 4.20 Uhr
  • Anruf-Sammeltaxi, eine Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Nachtstunden, fährt zwischen allen Bushaltestellen im Stadtgebiet zum Fixpreis

Radverkehr

Zehn Prozent aller Verkehrswege werden in St. Pölten mit dem Fahrrad erledigt.

Das bestehende Routennetz soll in den kommenden Jahren von 165 auf 219 Kilometer erweitert und verknüpft werden. Eine Mischform von Radwegen, Geh- und Radwegen, Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen ist geplant.

Im Jahr 2005 wurde die Fußgängerzone in der Innenstadt für Radfahrer geöffnet.

Um raschere Verbindung zwischen Zentrum und den Stadtteilen zu ermöglichen sind einige Einbahnstraßen für Radfahrer auch in der Gegenrichtung geöffnet.

Um die Sicherheit der Radwege zu steigern, läuft derzeit ein Pilotprojekt, bei dem rote Markierungen im Bereich von Fahrbahnquerungen für eine bessere Sichtbarkeit sorgen.

Weiters ist St.Pölten Ausgangspunkt für viele Radstrecken, Hauptsächlich entlang des von Mariazell bis zur Donau reichenden Traisentalradweges.

Luftverkehr

Der Flugplatz Völtendorf befindet sich am Areal des ehemaligen Garnisonsübungsplatzes Völtendorf.

Öffentliche Einrichtungen

Ämter und Behörden

Gesundheitswesen und Sicherheit

Sankt Pölten beherbergt das Landesklinikum St. Pölten mit 3100 Angestellten und 1100 Betten sowie ein Heeresspital, 225 Ärzte und zehn Apotheken.

Die rettungsdienstliche Versorgung wird durch drei Dienststellen des Samariterbundes sowie jeweils einer des Rotes Kreuzes, des Grünes Kreuzes und eines privaten Anbieter von Interhospitaltranfers aufrechterhalten. In der Landeshauptstadt befindet sich in die Größte der 6 Rettungsleitstellen von 144 Notruf Niederösterreich (ehemals LEBIG) in Niederösterreich.

In der Stadt befinden sich die Bezirksalarmzentralen der Freiwilligen Feuerwehr und die NÖ-Alarmzentrale der Polizei. Im Gegensatz zu anderen Landeshautptstädten hat St. Pölten keine Berufsfeuerwehr sondern mehrere Freiwillige Feuerwehren.

Sankt Pölten ist der Standort des einzigen Krematoriums des Landes Niederösterreich

Pflegeheime

  • Seniorenwohnheim Stadtwald
  • NÖ LPPH St. Pölten
  • Pflegeheim Pottenbrunn
  • Haus St. Elisabeth

Bildungseinrichtungen

Allgemeinbildende Schulen

Berufsbildende Schulen

  • Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/Sozialpädagogik
  • Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule
  • Fachschule, Höherer Technischer Lehrgang (HTL) und Abendschule an der HTBLuVA St. Pölten
Zweige: EDV und Organisation, Elektronik, Elektrotechnik, Maschineningenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen
  • Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Bundesfachschule für Sozialberufe
  • Höhere Lehranstalt für Tourismus am Wirtschaftsförderungsinstitut Niederösterreich

Hochschulen

Zweige: Sozialarbeit, Diätologie, Physiotherapie, Medienmanagement, Media- und Kommunikationsberatung, Computersimulation, IT Security, Telekommunikation und Medien

weitere Bildungseinrichtungen

Freizeit- und Sportanlagen

Luftaufnahme

Bade- und Schwimmanlagen

Um die Fitness zu verbessern gibt es den City-Treff – Pueblo, das Lifeline, das Reebok und den Seepark. Außerdem stehen zur Verfügung:

In St. Pölten befindet sich auch eine Hauptstelle der Niederösterreichischen Landessportschule.

Tennis

In Sankt Pölten fand alljährlich in der dritten Maiwoche ein ATP-Turnier statt. Seit 2006 findet das Turnier erstmals in Pörtschach statt. Dazu standen neben dem Tennis-Stadion "Arena im Aufeld" und dem Tennis-Center Allround noch die Tennisplätze des Eislaufverein 1872, die Plätze in St. Georgen, sowie die Anlagen am Ratzersdorfer See und in der NÖ-Landessportschule und im Freizeitpark Megafun zur Verfügung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Historische Gebäude

Frühgotische Pfarrkirche und ehemaliger Karner auf dem St.Pöltner Domplatz 1653
  • Rathaus: Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Mehrere Baustile erkennbar – romanische Gewölbe, gotische Nischen, Renaissance-Inschriften, Barockfassade und Renaissanceturm von Joseph Munggenast. Bürgermeisterzimmer mit barocker Kaiserstuckdecke.
  • Domkirche: Von Jakob Prandtauer, Matthias Steinl und Joseph Munggenast barockisierte ehemalige romanische Basilika. Fresken und Gemälde u. a. von Daniel Gran, Thomas Friedrich Gedon, Bartolomeo Altomonte, Antonio Tassi und Tobias Pock. Romanische Rosenkranzkapelle. 77 m hoher romanischer Domturm.
  • Institut der Englischen Fräulein: Von Jakob Prandtauer und seiner Bauschule ab 1707 errichtetes Institutsgebäude mit barocker Palastfassade, einer der schönsten Niederösterreichs. Kapellenraum mit Fresken von Paul Troger und Bartolomeo Altomonte, Lourdesgrotte.
  • Franziskanerkirche: Ehemalige Karmeliterkirche mit Rokokofassade. Im Inneren vier Seitenaltarbilder von Martin Johann Schmidt, dem Kremser Schmidt.
  • Prandtauerkirche und Karmeliterhof: Ehemalige Karmelitinnenkirche – ab 1707 errichteter Klosterbau nach Plänen des Klosterarchitekten Martin Witwer und Bauführung durch Jakob Prandtauer.
  • Landestheater Niederösterreich: 1820 von Josef Schwerdfeger erbautes, nach 1890 und 1968 umgebauter und erweiterter Theaterbau. Bis 2005 Stadttheater. Seit 2005 Sprechtheater.
  • Riemerplatz: Einziger Platz der Stadt mit lückenlosem Althausbestand aus der Barockzeit. Moderne Marmorskulptur als Mittelpunkt.
  • Apotheke Zum Goldenen Löwen: Seit 1545 bestehendes ältestes Geschäft von St.Pölten, Barockfassade von Joseph Munggenast.
  • Herrenplatz: Durch bedeutende Barockbauten geprägter Platz mit zentraler Mariensäule von Antonio Beduzzi. Täglicher Markt.
  • Olbrich-Haus: Schönes Jugendstilgebäude der Stadt, für Primar Hermann Stöhr von Joseph Olbrich errichtet, mit Mörtelschnitt „Medizin“ von Ernst Stöhr.
  • Ehemalige Synagoge: Einzige Jugendstil-Synagoge Niederösterreichs. Reiche Ausmalung in Ornamentformen der Wiener Werkstätte.
  • Schloss Ochsenburg im Stadtteil Ochsenburg
  • Schloss Pottenbrunn, ein Renaissanceschloss im Stadtteil Pottenbrunn
  • Schloss Wasserburg, ein Barockschloss in Pottenbrunn

Moderne Architektur

Ostseite des Landhausviertels: das NÖ Landhaus, im Hintergrund der Klangturm
Klangturm in Sankt Pölten
  • Landtagsschiff – Landtags- und Regierungsgebäude der Niederösterreichischen Landesregierung, erbaut von Architekt DI Ernst Hoffmann.
  • Festspielhaus St. Pölten – Konzertsaal und Bühne internationalen Formats mit rund 1.100 Sitzplätzen. Von Architekt Klaus Kada erbaut und 1997 eröffnet.
  • NÖ Landesmuseum – Multimediales Erlebnismuseum der Bereiche Natur, Kunst und Landeskunde, erbaut von Architekt Hans Hollein.
  • Der Klangturm – Begehbare Klangräume in drei Etagen mit Klangkugeln und einer Aussichtsplattform. Erbaut durch Architekt DI Ernst Hoffmann.
  • Das Wirtschaftszentrum Niederösterreich – Südlich des Regierungsviertels nach Passivhausweise errichteter Bürokomplex, der Institutionen des Landes Niederösterreich, die Informations- und Serviceleistungen für Wirtschaftstreibende bieten, beherbergt. Erbaut vom Architektenduo Gschwandtner & Millbacher.

Theater

Museen

  • Diözesanmuseum St. Pölten
  • Museum im Hof
  • Niederösterreichisches Landesmuseum
  • Niederösterreichisches Dokumentationszentrum für Moderne Kunst
  • Stadtmuseum St. Pölten
  • Diözesanmuseum St. Pölten
  • Historisches Museum
  • Rathaus
  • Arbeitermuseum

Sonstige

  • Kino-Center Hollywood-Megaplex
  • Programmkino Cinema Paradiso
  • Stadtsaäle
  • VAZ St. Pölten, Veranstaltungszentrum und Messehalle
  • Jugendkulturhalle frei.raum
  • Capella incognita, Barockmusikensemble aus St. Pölten
  • Bauchklang, A-cappella-Formation
  • Kulturhaus Wagram
  • Warehouse St. Pölten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Film am Dom – Gruppe Cinema Paradiso
  • Hauptstadtfest
  • St. Pöltner Volksfest
  • Internationales Kultur- & Filmfestival
  • Landhausfest
  • St. Pöltner Festwochen mit dem Barockfestival St. Pölten Klangweile
  • St. Pöltner Höfefest
  • NUKE Festival
  • Lovely Days Festival
  • WISA St. Pölten
  • Erotica Erotikmesse
  • Melting Pot

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Panorama
Panorama

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Klaus Nüchtern: Kleines Gulasch in St. Pölten: ISBN 3-85439-306-7
  • Thomas Karl: St. Pölten – Ein Wandel durch die Zeit: ISBN 3-89702-641-4
  • Otto Kapfinger, Michaela Steiner: St. Pölten neu: ISBN 3-21182-954-7

Einzelnachweise

  1. Statistik.at: Blick auf die Gemeinde, Bevölkerungsentwicklng
  2. st-poelten.gv.at über Städtepartnerschaften

Weblinks


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