Dorf Mecklenburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg | |
| Amt: | Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen | |
| Höhe: | 40 m ü. NN | |
| Fläche: | 29,97 km² | |
| Einwohner: | 2979 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 23972, 23966 | |
| Vorwahl: | 03841 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NWM | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 025 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Am Wehberg 17 23972 Dorf Mecklenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Sawiaczinski | |
| Lage der Gemeinde Dorf Mecklenburg im Landkreis Nordwestmecklenburg | ||
Dorf Mecklenburg ist eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde ist der Verwaltungssitz des Amtes Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, dem weitere zehn Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Die Gemeinde Dorf Mecklenburg liegt zwischen der Hansestadt Wismar und dem Schweriner See, einem der größten deutschen Seen. Im leicht hügeligen Gelände befindet sich hier auch die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide nur etwa zehn Kilometer von der Ostsee (Wismarer Bucht) entfernt. An der Gemeinde führt westlich der Wallensteingraben vorbei, der den Schweriner See als einziger Abfluss mit der Ostsee verbindet und von 1577 bis 1582 unter Herzog Johann Albrecht entstand.
Gemeindegliederung
Zu Dorf Mecklenburg gehören die Ortsteile
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Geschichte
Die Mecklenburg, die ehemalige Burg der Gemeinde ist Namensgeber für die gesamte Landschaft Mecklenburg und für das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Die Burganlage der slawischen Abotriten wurde bereits 965 in einem Bericht des arabischen Händlers Ibrahim Ibn Jacub als Nakons Burg bezeichnet. Wie bei einer Ausgrabung von 1967 bis 1969 festgestellt wurde, ist sie etwa im 5. Jahrhundert unserer Zeit entstanden. Aus Mikelenburg wurde im Laufe der Zeit Mecklenburg. König Otto III. erwähnte am 10. September 995 erstmals urkundlich die Mecklenburg. Sie wurde allerdings 1256 nach mehreren Zerstörungen wieder abgerissen, das Material wurde für den Bau des Schlosses Fürstenhof in der damals aufblühenden Stadt Wismar am südlichsten Punkt der Ostsee verwendet. Nachdem die Burg 1277 für die Schweriner Fürsten noch einmal aufgebaut wurde, wurde sie 45 Jahre später erneut und endgültig zerstört. Aus der Siedlung der Vorburg entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts das Dorf Mecklenburg. Die jetzige Straße „Am Burgwall“ führt zu dem heute noch sichtbaren Ringwall, der seit den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts als Friedhof genutzt wird.
Gemeinde heute
Die Nähe zur Ostsee, zur alten Hansestadt Wismar und zum Schweriner See, sowie die gute Infrastruktur sind nicht nur für den Tourismus interessant, wovon zwei Gewerbegebiete in der Gemeinde zeugen. Von Kindergarten und Grundschule über eine Realschule mit Hauptschulteil und einem Gymnasium bis hin zu mehreren gastronomischen Einrichtungen, Arztpraxen und modernen Sportstätten hat Dorf Mecklenburg für die umliegenden Gemeinden eine zentrale Funktion übernommen. Das Vereinsleben spiegelt sich unter anderem in einem Blasorchester, einem Chor, dem Anglerverein, Faschingsclub, Sportverein, sowie dem Heimatverein wider.
Politik
- Wahlergebnis Gemeindevertretung (2004)
- Freie Wählergemeinschaft: 62,8 %
- CDU: 19,5 %
- PDS: 7,2 %
- Einzelbewerber: 5,9 %
- Grüne: 4,7 %
Wappen
Das Wappen wurde am 21. November 1991 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 7 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Geteilt; oben in Rot eine silberne slawische Burg mit drei Türmen auf einem Wall; unten in Gold ein hersehender, goldgekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem roten Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern.“
Das Wappen wurde von dem Wodorfer Rolf Möller gestaltet.
Sehenswürdigkeiten
Kirche
Sehenswert ist die schlichte Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Im Innern der Kirche sind einige interessante Details zu sehen: eine bemalte Kassettendecke (17. Jahrhundert) mit Darstellung des Christus mit den törichten und klugen Jungfrauen, Engelköpfe, der Altar von 1622 mit Darstellung des Abendmahls und vier Passionsszenen, eine mit vielen Ornamenten verzierte Kanzel von 1618, der Triumphbalken mit Kreuzigungsgruppe von 1633.
Windmühle
Auf dem 43 Meter ü. NN hohen Rugenberg befindet sich die 1849 erbaute Sockelgeschoß-Holländerwindmühle. Sie beherbergt heute einen Hotel- und Restaurantbetrieb.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Burgwall der ehemaligen Mecklenburg, das 1767 errichtetes Pfarrhaus (Fachwerk), die Pfarrscheune aus dem Jahr 1701, das Predigerwitwenhaus (Fachwerk, um 1760), die aus dem endenden 19. Jahrhundert stammende alte Dorfschule sowie das Denkmal für die Opfer der Weltkriege aus dem Jahren 1922/1991.
Verkehrsanbindung
Dorf Mecklenburg, nur 6 km von Wismar entfernt, ist sehr gut an überregionale Verkehrsnetze angeschlossen. In unmittelbarer Nähe führt die Ostseeautobahn A 20 (Lübeck - Stettin) sowie die im Bau befindliche A 14 vorbei. Von Süden (aus Richtung Schwerin) und von Norden (aus Richtung Wismar) ist der Ort über die B 106 erreichbar. Die Gemeinde liegt an der Bahnlinie von Wismar nach Schwerin.
Weblinks
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