Aeroelastizität

Aeroelastizität ist der Überbegriff einiger struktureller Störungen (Verformungen oder Schwingungen) an Flugzeugen, die durch eine elastische Verformung der Struktur an Leit- oder Tragwerk in Verbindung mit einer Luftströmung auftreten. Die Aeroelastik befasst sich mit den gegenseitigen Wechselwirkungen des elastischen Flugzeugs (kein Flugzeug ist absolut starr) und der aerodynamischen Kräfte.

Im Wesentlichen unterscheidet man Buffeting, Flattern, Umkehr der Ruderwirkung und Aerodynamische Divergenz.

Das Gebiet der Aeroelastizität ist kompliziert und nicht gut verstanden, allerdings werden die Probleme, die daraus entstehen, in der Regel sicher beherrscht. Es kam jedoch mit steigender Fluggeschwindigkeit in der Geschichte der Luftfahrt immer wieder zu Problemen mit Auswirkungen der Aeroelastizität, bis hin zum plötzlichen Absturz. Problematisch ist vor allem die nichtlineare Kopplung der durch die Strömung verursachten Kräfte mit den Strukturkräften.

Das Thema Aeroelastische Modellierung kommt aus der Windkraft. Die Norm IEC 61400 (VDE 0127) sieht dieses Verfahren als bevorzugte Methode für den Festigkeitsnachweis vor.

Erst die aeroelastische Simulation ermöglichte den Bau wirtschaftlicher, moderner Windkraftanlagen mit mehreren Megawatt Leistung.


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