Dragon Ball

Dragonball (jap. ドラゴンボール, doragonbōru, auch Dragon Ball) ist eine Manga-Serie des japanischen Zeichners Akira Toriyama, die ursprünglich im Manga-Magazin Weekly Shonen Jump erschien und über 8.000 Seiten umfasst. Darüber hinaus erfolgte auch zunächst eine Umsetzung als Anime-Fernsehserie. Aufgrund des Erfolgs umfasst das Franchise inzwischen insgesamt vier Fernsehserien, 17 Kinofilme, zwei Fernsehfilme und eine OVA, sowie eine Vielzahl von Videospielen. Im Frühjahr 2009 feierte die Realfilm-Umsetzung Dragonball Evolution weltweite Kino-Premiere.

Der Manga lässt sich dem Shōnen-Genre zuordnen und beeinflusst auch heute noch bekannte Zeichner wie Eiichiro Oda, Masashi und Seishi Kishimoto. Dragonball ist eine der weltweit erfolgreichsten Comic-Serien.

Der Original-Schriftzug der Manga-Reihe, wie sie in Japan in Form von Tankōbon veröffentlicht wurde.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Bände 1 bis 16 handeln von Son-Gokus Kindheit ab einem Alter von zwölf Jahren und der Zeit als Jugendlicher, während von Band 17 bis 42 sein Leben als Erwachsener geschildert wird. Die einzelnen Handlungsstränge sind in Sagas unterteilbar und werden mit fortschreitender Handlung komplexer.

Der Manga Dragonball beschreibt das Leben und die Abenteuer des Protagonisten Son-Goku und seinen Freunden, die sich immer wieder auf die Suche nach den sieben Dragonballs begeben. Sind alle Dragonballs versammelt, wird der heilige Drache Shenlong gerufen, der jeden Wunsch erfüllt.

Ein weiteres Hauptmotiv der Geschichte ist der stetige Kampf von Gut gegen Böse. Um den Frieden zu sichern und die Erde zu retten, sehen sich Son-Goku und seine Freunde fortwährend mit Dämonen, gefährlichen Kriegern, machtgierigen Außerirdischen und sowohl Gegnern und als auch Freunden aus der Zukunft konfrontiert, die in die Geschichte der Gegenwart eindringen. Fester Bestandteil der Geschichte sind auch die Kampfsportturniere, die Tenkaichi Budokai. Son-Goku und seine Freunde nehmen jeweils am 21., 22. und 23. und schließlich am 25. Turnier teil.

Handlungsort ist nicht immer die Erde, sondern auch kurzfristig andere Planeten oder gar das Jenseits. Im späteren Verlauf der Geschichte stellt sich zudem heraus, dass sowohl der irdische Gott als auch Piccolo vom Planeten Namek stammen und Son-Goku ein Saiyajin vom Planeten Vegeta ist.

Die Geschichte ist in folgende Abschnitte unterteilbar:

Erste Abenteuer

Der kleine Junge Son-Goku ist bereits stärker als gewöhnliche Menschen und besitzt zudem einen Affenschwanz. Nach dem Tod seines Adoptiv-Großvaters lebt er alleine in der Wildnis und hat noch nie einen anderen Menschen gesehen. Eines Tages trifft er auf das Stadtmädchen Bulma, die das Geheimnis der sieben Dragonballs entdeckt hat und diese nun in den Ferien mit dem Dragonball-Radar sucht.

Son-Goku will ihr seinen Dragonball, der ein Erbstück seines Großvaters ist, nicht überlassen und begleitet Bulma auf der Suche. Dabei konkurrieren beide mit dem Wüstenbanditen Yamchu, dessen Begleiter, der Katze Pool, und dem bösartigen Prinz Pilaw. Alle wollen ihre Wünsche erfüllt sehen: Pilaw will der Herrscher der Welt werden, Bulma wünscht sich einen Freund, während Yamchu seine Angst gegenüber Frauen ablegen will.

Auf der weiteren Suche begegnen Son-Goku und Bulma dem „Herrn der Schildkröten“, der unter seinem Namen Muten-Roshi als großer Kampfkünstler bekannt ist, wie auch dem Schwein Oolong, dem Rinderteufel und dessen Tochter Chichi, der Son-Goku verspricht, sie zu heiraten.

Als alle Dragonballs versammelt sind, ruft Prinz Pilaw den heiligen Drachen Shenlong. Jedoch kommt Oolong ihm mit seinem Wunsch zuvor und verhindert so, dass Prinz Pilaw die Weltherrschaft erlangt. In seiner Wut darüber sperrt Prinz Pilaw Bulma, Son-Goku, Yamchu, Pool und Oolong ein, um sie später zu töten. Die Gefangenen suchen nach einem Ausweg und Son-Goku erinnert sich, dass sein Großvater in einer solchen Vollmondnacht von einem Monster getötet wurde. Er blickt in den Vollmond und verwandelt sich daraufhin in einen riesigen Wer-Affen, der unkontrolliert seine Umgebung zerstört. Dadurch ermöglicht er es seinen neuen Freunden, sich zu befreien, doch diese sehen sich nun mit dem Affen-Monster Son-Goku konfrontiert. Schließlich verwandelt sich Pool in eine Schere und schneidet dem großen Affen den Schwanz ab, der nun wieder zum Jungen Son-Goku wird.

Nach diesem Abenteuer trennen sich die Gefährten und Son-Goku begibt sich zu Muten-Roshi, um dort seine Kampfausbildung zu beginnen. Kurz nach Son-Goku trifft auch Kuririn (im Anime durchgängig Krillin genannt) auf der Schildkröteninsel ein, um ebenfalls beim Herrn der Schildkröten zu trainieren. Nach einem Wettstreit um die Stelle des einzigen Schülers unterrichtet der Herr der Schildkröten schließlich beide. Ziel ihres Trainings ist die Teilnahme am nächsten großen Kampfsportturnier.[1]

Der Herr der Schildkröten nimmt unter dem Decknamen „Jackie Chun“ ebenfalls am Turnier teil. Er und seine Schüler dominieren das Turnier und im Finale steht Son-Goku schließlich seinem Meister gegenüber. Der verkleidete Muten-Roshi erringt im Endkampf, in dessen Verlauf er den Mond zerstört, knapp den Sieg.

Kampf gegen die Red Ribbon-Armee

Mach dem Turnier macht sich Son-Goku erneut auf die Suche nach den Dragonballs, um den 4-Sterne-Dragonball seines Großvaters zu finden. Dabei trifft er auf die Red Ribbon-Armee, die im Auftrag von Kommandant Red ebenfalls auf der Suche nach den Dragonballs ist. Nach und nach zerschlägt Son-Goku Teile der Armee und befreit die durch sie versklavten Menschen.

Um den Konkurrenten Son-Goku auszuschalten, beauftragt der Kommandant den Profikiller Tao Bai Bai, die letzten Dragonballs zu beschaffen. Der Killer stößt dabei am Fuße des Quittenturms auf den kleinen Indianer Upa und dessen Vater, Bora. Bora fordert Tao Bai Bai auf, zu verschwinden, wird jedoch von diesem getötet. Im folgenden Kampf besiegt Tao Bai Bai Son-Goku, der allerdings überlebt und den Quittenturm hinaufklettert, um dort das Magische Wasser zu erhalten. Dafür muss er allerdings zuerst Meister Quitte, den Wächter des Turms, fangen, was Son-Goku in nur drei Tagen meistert. Er steigt den Turm und wieder hinab und tritt erneut gegen Tao Bai Bai an, den er augenscheinlich besiegt. Danach begibt sich Son-Goku direkt in das Hauptquartier der Red Ribbon-Armee und zerschlägt diese endgültig.

Der siebte und letzte Dragonball ist trotz Dragonball-Radar unauffindbar und Muten-Roshi schickt Son-Goku zu seiner Schwester, der Wahrsagerin Uranai-Baba. Diese will die Information nur preisgeben, wenn Son-Goku und seine Freunde in einem kleinen Wettkampf fünf von ihren Kriegern besiegen. Son-Gokus letzter und maskierter Gegner ist schließlich sein verstorbener Großvater Son-Gohan, der für einen Tag aus dem Jenseits zurückkehren durfte. Dank Uranai Babas Information wird der letzte Dragonball gefunden und Son-Goku ruft Shenlong, um Upas Vater ins Leben zurückzurufen. Danach trennen sich die Wege der Freunde und jeder bereitet sich auf das nächste Große Turnier vor.

Beim 22. Kampfsportturnier sehen sich alle wieder und treffen hierbei auf den Herrn der Kraniche und seine Schüler Tenshinhan und Chao-Zu, die den Bruder ihres Meisters, Tao Bai Bai, rächen wollen. Als beste Schüler beider Kampfschulen bestreiten Tenshinhan und Son-Goku einen ebenbürtigen Endkampf, den jedoch Tenshinhan gewinnt. Aufgrund der Ereignisse während des Kampfsportturniers ändern Tenshinhan und Chao-Zu ihre Haltung gegenüber der Kampfschule des Herrn der Schildkröten, entschuldigen sich für ihr schlechtes Verhalten und wenden sich von ihrem Meister ab.

Kampf gegen Oberteufel Piccolo und seinen Sohn

Nach Ende des Turniers stiehlt ein Diener von Oberteufel Piccolo Son-Gokus Dragonball und tötet dabei Kuririn. Son-Goku will seinen Dragonball zurück erlangen, kommt aber gegen den Dämon nicht an. Er rappelt sich in der Wildnis wieder auf und trifft auf den Eremiten Yajirobi. Währenddessen sammelt Oberteufel Piccolo die Dragonballs und beauftragt einen weiteren Dämon, die übrigen Teilnehmer des letzten Kampfsportturniers zu töten.

Der Oberteufel Piccolo wurde einst von Muten-Roshis Meister Mutaito in einen Reiskocher gebannt und nun von Prinz Pilaw befreit, der mithilfe des Oberteufels an die sieben Dragonballs gelangen will. Pilaws Plan schlägt fehl, da Oberteufel Piccolo die Dragonballs für sich sammelt, sich von Shenlong die ewige Jugend wünscht und den heiligen Drachen dann tötet.

Bei weiteren Kämpfen mit dem Oberteufel sterben Chao-Zu und Muten-Roshi, der das Mafuba anwendet, um den Dämon abermals in einen Reiskocher zu bannen. Tenshinhan überlebt, kann allerdings nichts ausrichten. Nachdem Son-Goku bei Meister Quitte das göttliche Wasser getrunken hat, stellt er sich dem Oberteufel erneut und verletzt diesen nach einem harten Kampf tödlich. Im Sterben speit Oberteufel Piccolo ein Ei aus, in dem sein Sohn heranreifen soll, um ihn zu rächen.

Oberteufel Piccolos Sohn nennt sich ebenfalls Piccolo. Seine Geburt rettet den irdischen Gott, da durch den endgültigen Tod des Oberteufels auch Gott gestorben wäre. Beide waren einst in einem Wesen vereint, das sich in einen guten und einen bösen Teil gespalten hatte: Das Gute nahm die Position des irdischen Gottes ein und das Böse manifestierte sich in Oberteufel Piccolo. Gott belebt Shenlong wieder, um mit dem folgenden Wunsch Kuririn, Muten-Roshi und Chao-Zu ins Leben zurückzuholen. Son-Goku trainiert nun unter Gottes Diener Popo in Gottes Palast, um gegen Piccolos Sohn bestehen zu können. Auch Son-Gokus Freunde bereiten sich auf das 23. Kampfsportturnier vor.

Beim Turnier trifft Son-Goku auf eine missmutige junge Frau, die er in einem Kampf besiegt. Sie gibt sich als Chichi zu erkennen und erinnert Son-Goku an sein Versprechen, sie zur Frau zu nehmen. Auch der totgeglaubte Tao Bai Bai, der seinen Körper mit künstlichen Körperteilen aufgerüstet hat, nimmt am Turnier teil, um sich an den einstigen Schülern seines Bruders zu rächen. Zwar besiegt er Chao-Zu in der Vorrunde, verliert jedoch gegen Tenshinhan.

In den folgenden Kämpfen unterliegen Kuririn dem unter dem Namen Beelzebub angetretenen Piccolo und Yamchu einem scheinbar harmlosen Büroangestellten namens Shen, von dessen Körper Gott Besitz ergriffen hatte, um unerkannt am Turnier teilzunehmen. Tenshinhan verliert dieses Mal gegen Son-Goku, aber auch Gott, der Shens Körper im Laufe des Kampfes wieder freigibt, unterliegt Beelzebub.

Im Finale gibt Piccolo seine wahre Identität preis und kündigt an, Son-Goku zu töten und danach wieder die Weltherrschaft zu übernehmen. Son-Goku bezwingt seinen Gegner nach einem erbitterten Kampf, ohne ihn zu töten. Als Gott dies tun will, hindert Son-Goku ihn daran. Eine Magische Bohne heilt Son-Goku von seinen Verletzungen und zum Entsetzen aller Anwesenden gibt Son-Goku Piccolo ebenfalls eine, damit er sich weiterhin mit einem starken Gegner messen kann.

Kampf gegen die Saiyajin

Nach dem Sieg über Piccolo vergehen einige Jahre. Son-Goku und Chichi sind verheiratet und haben mit Son-Gohan einen Sohn. Als Vater und Sohn den Herrn der Schildkröten besuchen, erscheint ein starker Krieger aus dem Weltall, der behauptet, Son-Gokus älterer Bruder Radditz zu sein. Son-Goku erfährt, dass er kein Mensch, sondern ein Saiyajin ist und eigentlich Kakarott heißt, der auf die Erde geschickt wurde, um die Menschen zu vernichten. Er hatte jedoch durch einen Unfall sein Gedächtnis verloren und den Auftrag vergessen und weigert sich nun, diesen zu Ende zu bringen. Daraufhin entführt Radditz Son-Gohan.

Die Stärke des Außerirdischen zwingt die Erzfeinde Son-Goku und Piccolo, gemeinsam gegen den Gegner vorzugehen. Sie haben Radditz wenig entgegenzusetzen, überraschen ihn aber kurzzeitig damit, dass sie ihre Kampfkraft erhöhen können, die er über seinen Scouter messen kann. Radditz setzt Son-Goku schwer zu, wodurch sich Son-Gohans Kraft vor Wut steigert und er sich aus der Raumkapsel befreit, in die ihn der außerirdische Krieger eingesperrt hatte. Durch das kurze Eingreifen seines Sohnes hält Son-Goku Radditz fest und Piccolo kann Radditz mit seiner neuen Kampftechnik, der „Höllenspirale“ töten und verletzt Son-Goku dabei schwer.

Der sterbende Radditz kündigt an, dass in nur einem Jahr zwei weitere Saiyajin-Krieger die Erde erreichen werden, die Son-Gokus Verrat rächen, die Menschheit auslöschen und den Planeten dann meistbietend verkaufen würden. Beide Saiyajins seien noch stärker als er selbst. Die Freunde suchen abermals die Dragonballs, um Son-Goku wiederzubeleben. Piccolo hat das kämpferische Potenzial Son-Gohans erkannt und nimmt sich dessen Kampfkunstausbildung an. Kuririn, Tenshinhan, Chao-Zu und Yamchu bereiten sich währenddessen in Gottes Palast vor. Son-Goku wird von Gott persönlich ins Jenseits begleitet, um dort in seiner menschlichen Gestalt bei Meister Kaio zu trainieren, bis er durch die Dragonballs ins Leben zurückkehren kann.

Ein Jahr später treffen die Saiyajins Vegeta und Nappa ein. Ehe Son-Goku auf die Erde zurückkehrt, sterben Yamchu, Chao-Zu, Tenshinhan und auch Piccolo, der von den Saiyajins als Bewohner des Planeten Namek erkannt wird. Vegeta hält sich im Kampf zurück und ist erstaunt, mit welcher Leichtigkeit Son-Goku Nappa schließlich besiegt. Auch Vegeta hat es gegen Son-Goku schwer und verwandelt sich deshalb in einen Wer-Affen. Er hindert Son-Goku daran, weitere Energie für eine Genkidama zu sammeln.

Yaijirobi schneidet dem riesigen Affen schließlich den Schwanz ab, der dadurch wieder seine normale Gestalt annimmt. Der Einsatz der Genkidama durch Kuririn und Son-Gohan misslingt und kurze Zeit später verwandelt sich auch Son-Gohan in einen Wer-Affen. Der anstrengende Kampf zwingt Vegeta zum Rückzug ins All.

Die namekianischen Dragonballs

Son-Goku erholt sich im Krankenhaus und Bulma, Kuririn und Son-Gohan reisen mit dem alten Raumschiff Gottes zum Planeten Namek, um die dortigen Dragonballs zu suchen. Der Wunsch an den namekianischen Drachen soll Piccolo wiederbeleben, damit auch die irdischen Dragonballs wieder zurückkehren.

Der Tyrann Freezer hat über die Funkverbindung von Vegetas Scouter von den Dragonballs erfahren. Er sucht nun mit seinen Kriegern ebenfalls danach und tötet dabei fast alle Namekianer. Als Vegeta Namek erreicht, scheint die Lage für die Erdlinge aussichtslos und eine Flucht ist unmöglich, da Freezers Gefolgsleute ihr Raumschiff durch einen Angriff unbrauchbar gemacht haben.

Eine Magische Bohne heilt Son-Goku, der von Meister Kaio telepathisch über die Lage auf Namek informiert wird. Son-Goku begibt sich mit dem von Bulmas Vater gebauten Raumschiff nach Namek und trainiert in dieser Zeit. Währenddessen verbünden sich Vegeta und Son-Gokus Freunde, da Freezers stärkste Kämpfer, die Ginyu-Force, eingetroffen sind und Polunga, der heilige Drache Nameks, zudem drei Wünsche erfüllt statt einem. Sie unterliegen jedoch dem Sonderkommando. Freezer gelangt so an alle sieben Dragonballs, kann Polunga aber ohne die notwendige Beschwörungsformel nicht rufen, um sich Unsterblichkeit zu wünschen.

Son-Goku erreicht den Planeten gerade rechtzeitig und verhindert, dass die Ginyu-Force seine Freunde, Vegeta und seinen Sohn tötet. Zusammen mit Vegeta besiegt er die Ginyu-Force. Während sich beide erholen, kämpft Freezer gegen Nehl, den letzten namekianischen Krieger. Dieser hält den Tyrannen solange auf, bis der kleine Dende im Auftrag des Oberältesten der Namekianer den Erdlingen helfen kann, den heiligen Drachen zu rufen. Sie wünschen sich, Piccolo wiederzubeleben und nach Namek zu bringen. Nun drängt Vegeta darauf, ihm die Unsterblichkeit zu wünschen, als Freezer auftaucht. Beide können ihren Wunsch jedoch nicht aussprechen, da der Oberälteste stirbt und somit der Drache und die Dragonballs verschwinden.

Im Kampf gegen Freezer sterben Dende und Vegeta. Auch der inzwischen eingetroffene und mittlerweile mit dem namekianischen Krieger Nehl verschmolzene Piccolo ist gegen Freezer machtlos. Im Verlauf des Kampfes zwischen Son-Goku und Freezer wird der Tyrann kurzzeitig abgelenkt und Son-Goku kann ausreichend Energie für eine Genkidama sammeln. Doch Freezer überlebt auch diesen Angriff fast unbeschadet. Er tötet Kuririn und verwundet Piccolo schwer. Der Tod seines besten Freundes macht Son-Goku so wütend, dass er sich in einen Super-Saiyajin verwandelt. Er befiehlt Son-Gohan, mit Piccolo und Bulma in seinem Raumschiff sofort den Planeten zu verlassen. Der folgende Kampf zwischen Freezer und Son-Goku zerstört das Magnetfeld des Planeten und damit auch die elektronischen Bordsysteme von Son-Gokus Raumschiff.

Gott und sein Diener Popo haben inzwischen die auf der Erde wieder vorhandenen Dragonballs zusammengetragen und wünschen sich, die von Freezer und seinen Anhängern Getöteten wiederzubeleben. Dadurch kehren nicht nur alle Namekianer ins Leben zurück, sondern auch Vegeta und Polunga, dem Dende nun Son-Gokus Wunsch nennt: Alle Wiederbelebten und Lebenden außer Freezer und ihn auf die Erde zu bringen. Son-Goku und Freezer verbleiben als einzige auf Namek und kämpfen, während der Planet mehr und mehr zerfällt. Kurz vor der Explosion besiegt Son-Goku Freezer, lässt ihn allerdings am Leben. In letzter Sekunde versucht Son-Goku den Planeten zu verlassen.

Son-Gokus Freunde glauben, er sei im Kampf gegen Freezer gestorben und wollen ihn mit den Dragonballs wiederbeleben. Vom heiligen Drachen erfahren sie, dass Son-Goku lebt und er es vorerst ablehnt durch den Wunsch zurück zur Erde gebracht zu werden. Die Namekianer überlassen den Menschen die Wünsche, um Tenshinhan, Kuririn, Chao-Zu und Yamchu ins Leben zurückzuholen, ehe sie sich selbst zu einem neuen Heimatplaneten bringen lassen. Nur Piccolo und Vegeta bleiben zurück.

Die Cyborgs und Cell

Vor Son-Gokus Rückkehr erscheinen Freezer und sein Vater King Cold, um die Erde zu vernichten. Ein ebenso plötzlich aufgetauchter junger Mann verwandelt sich in einen Super-Saiyajin und tötet beide. Als Son-Goku eintrifft, stellt sich ihm der Unbekannte als Trunks vor, der der Sohn von Vegeta und Bulma ist. Er kommt aus einer Zukunft, in der zwei Cyborgs die Erde verwüstet und alle Kämpfer getötet haben und Son-Goku tödlich erkrankt ist. Bevor Trunks in seine Zukunft zurückkehrt, teilt er Son-Goku mit, wann und wo die Cyborgs eintreffen werden und übergibt Son-Goku ein Medikament, das ihn retten soll.

Trunks Ankündigungen bewahrheiten sich: Auf den Tag und Ort genau treffen drei Jahre später die Cyborgs C19 und C20 ein und beginnen mit der Zerstörung. Son-Goku bricht aufgrund seiner Erkrankung bewusstlos im Kampf zusammen und wird von Yamchu nach Hause gebracht, wo er von Chichi das Medikament erhält.

Im folgenden Kampf wird ein Cyborg zerstört und der andere beschädigt. Trunks stößt dazu und stellt fest, dass diese Cyborgs nicht die von ihm angekündigten sind. C20 ist Dr. Gero selbst, ein ehemaliger Wissenschaftler der Red Ribbon-Armee, der Son-Goku töten will. Dr. Gero nutzt die Verwirrung, flüchtet in sein geheimes Labor und aktiviert zwei weitere Cyborgs. C17 tötet seinen Schöpfer, damit er und C18 nicht erneut deaktiviert werden. Son-Gokus Freunde werden besiegt und die Cyborgs suchen nach Son-Goku, um ihn zu vernichten. Währenddessen ist Cell, eine weitere Schöpfung von Dr. Gero und dessen Computer, mit einer zweiten Zeitmaschine eingetroffen.

Um stärker zu werden, bittet Piccolo Gott, sich wieder mit ihm zu vereinigen, und trifft danach auf Cell. Piccolo kann Cell im Kampf täuschen und ihm Informationen entlocken: Cell kommt aus einer Zukunft, in der er Trunks getötet hatte und mit dessen Zeitmaschine zurück gereist ist. In der Gegenwart sucht er die in seiner Zeitlinie von Trunks zerstörten Cyborgs C17 und C18, um sie zu absorbieren und so seine perfekte Form zu erreichen. Inzwischen haben Kuririn und Trunks in den Trümmern des Labors Baupläne der Cyborgs, Dr. Geros Computer und die gegenwärtige Larvenform von Cell gefunden. Sie zerstören beides und eilen mit den Plänen zu Bulma und ihrem Vater.

Die Cyborgs spüren Son-Goku schließlich bei Muten-Roshi auf. Piccolo bekämpft C17, um Son-Goku zu schützen und zu verhindern, dass Cell seine perfekte Form erreichen kann. Während dieses Kampfes erscheint ein noch stärkerer Cell. Son-Goku erwacht und rettet sowohl Piccolo als auch Tenshinhan, die er in Gottes Palast bringt. Danach begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Gott für die Erde und findet auf Neu-Namek in dem Namekianerkind Dende einen geeigneten Kandidaten, mit dem er zur Erde zurückkehrt.

Son-Goku schlägt vor, in Gottes Palast im Raum von Geist und Zeit zu trainieren, um stärker zu werden. Zuerst trainieren hier Vegeta und Trunks und anschließend er selbst und Son-Gohan. Im folgenden Kampf von Vegeta und Trunks gegen Cell lässt Vegeta zu, dass Cell C17 und C18 absorbiert und so seine perfekte Form erreicht. Während Son-Goku und Son-Gohan weiterhin trainieren, verschont Cell Vegeta und Trunks und kündigt ein Kampfsportturnier mit ihm als einzigen Gegner an. Teilnehmen kann jeder und es geht dabei um nichts Geringeres als das Ende der Welt.

Zu Cells Turnier erscheinen außer Son-Goku und seinen Kampfgefährten auch Mister Satan und dessen beste Schüler, die alle von Cell mühelos besiegt werden. Nun stehen sich Son-Goku und Cell als ebenbürtige Kämpfer gegenüber. Da Cell über größere Energiereserven verfügt, gibt Son-Goku auf und darf den nächsten Gegner bestimmen: Son-Gohan. Cell proviziert Son-Gokus Sohn, damit dieser mit seiner vollen Kraft kämpft, und unterschätzt ihn dabei. Son-Gohan verwandelt sich vor Wut in einen zweifachen Super-Saiyajin und zwingt die absorbierte C18 wieder aus seinem Gegner heraus.

Der so geschwächte Cell will sich selbst in die Luft sprengen, um die Erde zu zerstören. Son-Goku verhindert dies, indem er sich und Cell durch die Momentane Teleportation auf Meister Kaios Planeten bringt. In der folgenden Explosion sterben Son-Goku und Meister Kaio, wohingegen Cell dank seiner Regenerationsfähigkeit überlebt und direkt auf die Erde zurückkehrt und Trunks tötet. Son-Gohan vernichtet Cell schließlich mit einem gewaltigen Kame-hame-ha. Son-Gohan und Son-Gokus Freunde schweigen über die Ereignisse im Kampf gegen Cell. Von einem Reporter dazu befragt bestätigt Mr. Satan schamlos, Cell getötet zu haben. So halten die Menschen den amtierenden Weltmeister für den Bezwinger von Cell.

Shenlong belebt alle wieder, die durch Cell gestorben sind. Da Son-Goku bereits zum zweiten Mal gestorben ist, kann er nicht ins Leben zurückkehren und Kuririn nutzt so den freien zweiten Wunsch, um die Selbstzerstörungsfunktion in C18 auszuschalten, in die er sich verliebt hat.

In der Zeit danach kehrt Trunks in seine Zeitlinie zurück. Kuririn heiratet C18 und bekommt mit ihr eine Tochter. Son-Gokus zweiter Sohn, Son-Goten, wird geboren und Son-Gohan besucht die Highschool in Satan-City. Dort lernt er Mister Satans Tochter Videl kennen, die wie ihr Vater als Heldin im Kampf gegen das Verbrechen verehrt wird. Sie entdeckt, dass Son-Gohan als verkleideter Superheld mit dem Namen der große Saiyaman ebenfalls auf Verbrecherjagd geht, und erpresst ihn so, sie zu trainieren.

Son-Goku erfährt im Jenseits vom 25. Kampfsportturnier und wird nach intensivem Training von Uranai Baba für einen Tag auf die Erde zurück gebracht.

Boo

Am Tag des Turniers lernt Son-Goku erstmals seinen jüngsten Sohn kennen. Im Juniorenturnier treten Son-Goten und Trunks im Finale gegeneinander an, welches Trunks gewinnt.

Am Turnier der Erwachsenen nehmen der Kaioshin und sein Diener Kibito teil, die ihre Identität zunächst geheim halten. Im Kampf gegen Son-Gohan fordert Kibito diesen auf, sich in einen Super-Saiyajin zu verwandeln. Daraufhin stürzen sich zwei Kämpfer auf Son-Gohan, rauben ihm mit einem magischen Gefäß die Energie und verlassen den Ort. Als Son-Goku eingreifen will, hält ihn der Kaioshin zurück und offenbart ihm den Grund seiner Anwesenheit: Der Magier Babidi will den Dämon Boo aus seinem Ei befreien, in das er von dessen Vater gebannt worden war. Dafür benötigt Babidi sehr viel Energie, die er mithilfe von zweien unter seiner Kontrolle stehenden Kämpfer auf dem Turnier sammelt. Der Kaioshin will die Befreiung des Dämons verhindern, ist aber machtlos, solange er nicht weiß, wo sich das Ei befindet.

Babidis Gehilfen verlassen das Turnier und der Kaioshin, Son-Goku, Vegeta, Piccolo und Kuririn folgen ihnen. Während der Verfolgung erzählt der Kaioshin die Geschichte über den Dämon Boo und die Kaioshins. Kibito heilt indessen Son-Gohan und gibt ihm seine Energie zurück, woraufhin beide zur Gruppe aufschließen.

Die verbliebenen Kämpfer Mister Satan, C18 und Mighty Mask bestreiten nun eine Battle Royal. C18 tritt gegen Mighty Mask an, hinter dessen Maskerade sich Son-Goten und Trunks verbergen, die den eigentlichen Kämpfer überwältigt hatten, um am Turnier der Erwachsenen teilzunehmen. Beide werden von ihr im Kampf enttarnt und die zwei folgen den anderen Kämpfern, um den Dämon zu sehen. C18s Gegner ist nun der amtierende Weltmeister Mister Satan, den sie gegen einen hohen Geldbetrag gewinnen lässt.

Derweil kann Babidi mithilfe des Herrn der Unterwelt, Dabra, Kibito töten und Piccolo und Kuririn versteinern, ehe sich beide mit Son-Gohans geraubter Energie in sein Raumschiff zurückziehen. So dringen die Freunde in das Raumschiff ein, um Dabra zu töten und damit die Versteinerung zu lösen. Jedoch kommt ihre im Kampf abgegebene Energie Boos Befreiung zugute. Vegeta, welcher auch von Babidi verzaubert wurde und unter dessen Kontrolle steht, fordert nun den lang ersehnten Zweikampf mit Son-Goku. Während die beiden gegeneinander kämpfen, treten Son-Gohan und der Kaioshin ihren Kontrahenten entgegen. Doch liefert der Kampf zwischen Vegeta und Son-Goku jetzt die ausreichende Energie, Boo zu befreien. Obwohl dieser wie ein harmloser Gegner mit kindlichem Verstand wirkt, besitzt er doch derart gewaltige Kräfte, dass Son-Gohan und der Kaioshin zu fliehen versuchen, nachdem Boo Dabra mit seinen Zauberkräften in einen Keks verwandelt und verspeist hatte. Allerdings ist Boo schneller und holt beide mit einem Energiestoß vom Himmel.

Dies spüren Son-Goku und Vegeta und unterbrechen ihren Kampf. Vegeta wehrt sich jetzt gegen die geistige Kontrolle durch Babidi und fühlt sich an den Ereignissen schuldig, sodass er Son-Goku in einem unachtsamen Moment K.O. schlägt und eine Magische Bohne zu sich nimmt, um sich dem Dämon zu stellen. Aber auch er hat mit seinen von Babidi verstärkten Kräften keine Chance. In einer gewaltigen Explosion, einer Art Selbstzerstörungstechnik, opfert sich Vegeta und versucht so erfolglos, den Dämon mit in den Tod zu nehmen.

Daraufhin suchen Son-Goku und seine Freunde in Gottes Palast Unterschlupf und schmieden einen Plan, um zu verhindern, dass Boo die Welt ins Chaos stürzt und alles Leben auf der Erde auslöscht. Son-Goku plant deshalb, Trunks und Son-Goten eine Technik zu lehren, mit der beide für kurze Zeit zu einem Wesen verschmelzen, das über ungeahnte Kräfte verfügen soll. In der Zwischenzeit versuchen die anderen, die Dragonballs zu sammeln und zum Palast Gottes zu bringen, um nach dem Tod von Babidi und Boo die Menschen wieder zum Leben erwecken zu können. So verspricht Son-Goku dem Dämon nach kurzem Kampf einen noch stärkeren Gegner und bittet ihn, bis dahin die Welt zu verschonen.

Mit den Dragonballs werden nun zunächst alle Opfer wiederbelebt, die durch Babidi und seinen Untergebenen getötet wurden, und Son-Goku beginnt das Training der Fusion mit den Kindern. Als er ins Jenseits zurückkehren muss, übernimmt Piccolo das Training. Von Enma, dem Pförtner des Jenseits, erfährt Son-Goku, dass sich weder Son-Gohan noch der Kaioshin im Jenseits befinden. Son-Goku spürt die Aura seines Sohnes und teleportiert sich zum Planeten der Kaioshins. Dort trainiert Son-Gohan mit dem Z-Schwert. In einem Test zur Stärke des Schwertes und Son-Gohans Fähigkeiten zerbricht das legendäre Schwert und befreit dabei einen verbannten Kaioshin. Dieser beginnt nun damit, Son-Gohans versteckte Kräfte mit einer stundenlangen Zeremonie zu wecken.

Währenddessen wird Boo Babidi überdrüssig und tötet ihn kurzerhand. Schon kurz darauf lernt er Mister Satan kennen, der ihn mit einer Bombe töten will, was aber aufgrund von Boos Stärke fehlschlägt. Als er sich mit Mister Satan schließlich anfreundet und dieser angeschossen wird, löst sich Boos böse Hälfte und formt einen eigenen Körper, nachdem Boo seinen Freund geheilt hat. Zwischen dem bösen und dem guten Boo entbrennt ein kurzer Kampf, den der Böse für sich entscheiden kann. Er absorbiert den guten Boo, der im Kampf in einen Keks verwandelt wurde, und vollzieht eine Verwandlung. In der neuen Gestalt erscheint Boo kampfeslustiger und greift an, was er erblickt, doch kann er Mister Satan nichts anhaben, da der gute Boo in ihm ihn zurückhält.

Nach einiger Zeit können Son-Goten und Trunks sich sogar in der vereinigten Form, die sie Gotenks nennen, in einen dreifachen Super-Saiyajin verwandeln. Boo ist jedoch gerissener als gedacht und absorbiert schließlich Piccolo und Gotenks, nachdem er ihnen zunächst unterlegen schien. So hat auch Son-Gohan kaum mehr eine Chance. Daher will der alte „Kaioshin von vor fünfzehn Generationen“ Son-Goku zurück auf die Erde schicken und schenkt ihm dafür sein eigenes Leben. Damit Son-Goku eine Chance gegen Boo hat, übergibt ihm der alte Kaioshin die Ohrringe der Kaioshin, die Potaras, durch die ebenfalls zwei Wesen zu einem verschmelzen können. Allerdings hält diese Art der Fusion für ewig. Um Son-Goku die Macht der Potaras zu verdeutlichen fusionieren kurzerhand der junge Kaioshin und sein Diener Kibito zu Kibitoshin. Son-Goku wird daraufhin wieder auf die Erde gebracht, um mit Son-Gohan zu fusionieren. Doch diese Fusion kommt nicht zustande, da Son-Gohan den Ohrring fallen lässt.

Als die Zeit von Gotenks’ Fusion innerhalb von Boo abläuft, hält Son-Goku es nicht mehr für nötig, mit seinem Sohn zu fusionieren und verwandelt sich in einen dreifachen Super-Saiyajin. Allerdings ist er wieder im Nachteil, als Boo Son-Gohan absorbiert und nun auch über dessen Kräfte verfügt. Unabhängig davon erhält Vegetas Seele in der Zwischenzeit am Eingang zum Jenseits ihren Körper zurück, damit dieser von Uranai Baba zurück auf die Erde gebracht werden kann, um gegen Boo zu kämpfen. Nach einer längeren Debatte mit Son-Goku erkennt Vegeta schließlich, dass sie mit den Potara-Ohrringen fusionieren müssen, um Boo zu besiegen. So bilden sie den Kämpfer Vegetto.

Als Vegetto werden schließlich auch sie von Boo verschlungen, der meint, sich damit dessen Kräften zu bemächtigen. Da Vegetto kurz vor der Absorbierung allerdings ein Schutzschild aktiviert hat, gehen seine Kräfte nicht in Boo über. Der Dämon Boo bemerkt dies nicht und fühlt sich als Gewinner. Durch Lösung des Schutzschildes im Inneren von Boo werden Vegeta und Son-Goku wieder getrennt. Es gelingt ihnen schließlich, sowohl Piccolo, Son-Gohan, Son-Goten als auch Trunks aus kokonartigen Hüllen zu befreien. Als Boo die beiden dann in seinem Körper bemerkt, beginnt sein Abbild mit ihnen zu kämpfen. Vegeta findet schließlich den guten Boo, der wie die anderen Kämpfer in einem Kokon festgehalten wird. Als er auch ihn befreit, verwandelt Boo sich erneut, woraufhin Vegeta und Son-Goku alle Freunde packen, durch eine von Boos Poren in die Außenwelt entkommen und dabei ihre normale Größe zurückerhalten.

Da Boo durch die Entfernung des guten Boo nun wieder in seiner ursprünglichen Form existiert, erscheint er zwar als Kind, ist aber derart stark, dass Son-Goku und Vegeta ihm nichts entgegenzusetzen haben. Ihnen bleibt nur die Flucht, bevor Boo die Erde vernichtet, wobei sie durch Kibitoshin mittels seiner Momentanen Teleportation mitsamt Dende, Mister Satan und dem guten Boo gerettet werden. Piccolo und die anderen bleiben zurück und sterben. Als sich Boo nach der Explosion der Erde regeneriert hat, zieht er auf der Suche nach Son-Goku und Vegeta durch die Galaxis und vernichtet einen bewohnten Planeten nach dem anderen.

Boo findet schließlich Son-Goku und Vegeta auf dem Planeten der Kaioshin. Gemeinsam mit dem guten Boo gelingt es, den bösen Boo so lange hinzuhalten, bis die Vernichtung der Erde mit den Dragonballs rückgängig gemacht wurde und alle Menschen, die durch Boo starben, wieder zurück ins Leben geholt wurden. Alle Erdenbewohner spenden einen Teil ihrer Kraft, die Son-Goku in Form einer Genkidama sammelt, mit der er Boo dann endgültig tötet. Mit einem weiteren Wunsch an Shenlong bittet Son-Goku darum, Boos Seele zu läutern, damit diese im Körper eines Menschen wiedergeboren wird.

Das Ende

Shenlong löscht die Erinnerungen der Menschen an den Dämon Boo. Der gute Boo lebt bei Mister Satan und lässt ihn auch weiterhin als Sieger des Großen Kampfsportturniers erscheinen. Son-Goten und Trunks sind zu Jugendlichen herangewachsen, Son-Gohan und Videl sind verheiratet und haben mit Pan eine kleine Tochter, die von ihrem Großvater Son-Goku trainiert wird.

10 Jahre später nehmen Son-Goku und seine Freunde an einem weiteren Turnier teil und Son-Goku lässt sich in der ersten Runde vom guten Boo einen bestimmten Gegner zuschanzen: Einen kleinen Jungen mit dem Namen Oob, der erst im Kampf seine Kräfte entfaltet. Es wird klar, dass Oob die Reinkarnation des bösen Boo ist. Statt den Kampf fortzuführen, schlägt Son-Goku Oob vor, ihn zu trainieren, um dann erneut gegen ihn zu kämpfen. So verlassen beide den Kampfring und Son-Goku verabschiedet sich von allen.

Figuren und andere wichtige Elemente

Gegenstände

Ein Dragonball mit vier Sternen.
Dragonballs
Die Dragonballs sind magische Kristallkugeln, in deren Innerem sich ein bis sieben Sterne befinden. Sind alle sieben Dragonballs zusammen getragen worden, kann der heilige Drache Shenlong gerufen werden, der demjenigen einen Wunsch gewährt, der diesen zuerst ausspricht. Danach verschwindet der Drache, die Dragonballs werden zu Stein und verteilen sich über die ganze Welt. Erst nach einem Jahr werden sie wieder zu Kristallkugeln und können erneut einen Wunsch erfüllen. Wie sich später herausstellt, hat „Gott“ die irdischen Dragonballs nach denen auf seinem Heimatplaneten Namek rekonstruiert. So gibt es auf Namek ebenfalls Dragonballs, die dort den heiligen Drachen Polunga beschwören und der drei Wünsche statt einem erfüllt. Als der Namekianer Dende die Position als Gott der Erde einnimmt, können auch diese nun mehrere Wünsche erfüllen.
Dragonball-Radar
Der Dragonball-Radar ist ein handliches, kleines Gerät, das von Bulma erfunden wurde und in der Lage ist, die einzelnen Dragonballs in einem gewissen Umkreis aufzuspüren und ihre Lage auf einem kleinen Bildschirm anzuzeigen.
Hoipoi-Kapseln
Die Hoipoi-Kapseln sind eine Erfindung von Bulmas Vater Dr. Briefs. Die kleinen Kapseln sind mit einem Druckknopf ausgestattet, in denen viele Gegenstände unterschiedlichster Größen auf Knopfdruck verstaut werden und aus selbigen wieder auf die ursprüngliche Größe zurückversetzt werden können. Vom Motorrad bis hin zu einem kleinen Haus mit Bad lässt sich alles auf eine handliche Größe zusammenschrumpfen und überall hin transportieren.
Jindujun
Jindujun ist der Name einer Wolke, die der Herr der Schildkröten dem kleinen Son-Goku als Dank für die Rettung einer Schildkröte schenkt. Auf ihr kann jedoch nur derjenige fliegen, der ein reines Herz besitzt. Sie hört auf ihren Namen und erscheint, wann immer Son-Goku sie ruft.
Magische Bohne
Die Magischen Bohnen sind eine Art „sofort wirkendes Allheilmittel“. Wer eine von ihnen isst, wird von beinahe jeder Krankheit oder Verletzung geheilt und erhält seine vollständigen Kräfte wieder. Gleichzeitig macht eine magische Bohne einen Essenden für drei Tage satt. Hergestellt werden die Bohnen im Quittenturm von Meister Quitte.
Mönchsstab
Der Mönchsstab ist ein Stab, der von Beginn der Geschichte an in Son-Gokus Besitz ist. Er hat die Eigenschaft, sich nach dem Spruch Stab streck dich zu verlängern. Son-Goku hatte ihn von seinem Großvater erhalten, der den Stab wiederum von Muten-Roshi bekommen hatte, nachdem ihm dieser von Meister Quitte übergeben worden war. Von Meister Quitte erfährt Son-Goku später, dass der Mönchsstab die Verbindung vom Quittenturm zum Palast Gottes ist. Der Mönchsstab ist die einzige echte Waffe, die Son-Goku zu Beginn in vielen seiner Kämpfe einsetzt.
Scouter
Scouter sind technische Geräte, die aus einem Glas bestehen und über einem Auge getragen werden. Sie messen die Energie beziehungsweise die Kampfkraft von Lebewesen und zeigen diese im Display an. Damit kann der Standort der Energiequelle ausfindig gemacht werden. Alle Kämpfer von Freezer tragen Scouter, so auch Radditz, Vegeta und Nappa, als sie auf der Erde eintreffen. Allerdings sind die Scouter nur bis einem gewissen Grad zuverlässig: Ist die Kampfkraft höher, als das Gerät anzeigen kann, explodiert es.

Ereignisse und Orte

Tenkaichi Budokai, das große Kampfsportturnier
Zu den wichtigsten Ereignissen im fiktiven Dragonball-Universum zählen die Kampfsportturniere, die Tenkaichi Budokai, die anfangs alle fünf, später alle drei Jahre ausgetragen werden. Hier nehmen die Meister der Kampfkünste teil, um den Stärksten unter ihnen zu ermitteln. Im Verlauf des Dragonball-Mangas nehmen Son-Goku und seine Freunde zunächst am 21., 22. und 23. großen Kampfsportturnier teil, unterbrechen aber ihre Teilnahme, nachdem Radditz auf der Erde auftaucht bis zu dem Zeitpunkt, als Babidi auf die Erde kommt, um den Dämon Boo zu befreien. Diesem Turnier nachempfunden sind die von Cell ausgerufenen "Cell-Spiele". Im Jenseits wird ein ähnliches Kampfsportturnier zelebriert, nachdem der Kaio des Ostens verstarb. Dieses Turnier ist im Manga nicht enthalten.
Gewinner eines Kampfes ist derjenige, der weder kampfunfähig noch K.O. ist. Verloren ist ein Kampf ebenfalls, wenn der Kämpfer den Boden oder Bereiche außerhalb des Kampfrings berührt.
Quittenturm und Gottes Palast
Der Quittenturm steht im heiligen Quittenwald und ist ein sehr hoher Turm, an dessen Spitze der Wächter, Meister Quitte, wohnt. Dort befinden sich das Magische und das Göttliche Wasser sowie die Magischen Bohnen.
Weit über dem Quittenturm schwebt Gottes Palast. Hier lebt der amtierende irdische „Gott“ mit seinem Diener Popo und kann das Geschehen auf der Erde verfolgen. Im Palast gibt es eine Vielzahl von Heiligtümern und Räumen, darunter auch den Raum von Geist und Zeit.
Raum von Geist und Zeit
Der Raum von Geist und Zeit ist ein spezieller Trainingsort in einer anderen Dimension, in der die Zeit schneller abläuft als in der realen Welt: Während außerhalb des Raumes lediglich ein Tag vergeht, beträgt die Zeitspanne für diesen Zeitraum im Raum selbst ein ganzes Jahr. Gleichzeitig ist das Innere des Raums größer, als es von außen den Anschein hat, und ist zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen, was die Umweltbedingungen betrifft. Der Raum wird durch eine Tür betreten, die verschwindet, wenn der Raum länger als 48 Stunden am Stück benutzt wird.
Vollmond und Zerstörung des Mondes
Der Vollmond ist für die Saiyajin von besonderer Bedeutung: Ihr Schwanz ermöglicht es ihnen, sich beim Anblick des Mondes in einen riesigen Wer-Affen zu verwandeln, der in dieser Gestalt über außergewöhnliche Kräfte verfügt. So wird der irdische Mond das erste Mal beim 21. Tenkaichi Budokai von Muten-Roshi durch ein Kame-hame-ha zerstört, nachdem sich Son-Goku während des Kampfes verwandelt hatte. Damit Gott einen neuen Mond erschaffen kann, nimmt er Son-Goku während der Zeit seines Trainings in dessen Palast den Schwanz ab. Als Piccolo Son-Gohan in seine Obhut zum Trainieren nimmt, zerstört er den Mond erneut, nachdem sich auch Son-Gohan in einen Wer-Affen verwandelt hatte.

Kampftechniken

Wichtiger Bestandteil der Geschichte sind die Turnierkämpfe und die Kämpfe gegen mächtige und starke Gegner. Die dargestellten Kampftechniken der Figuren wurden den fernöstlichen Kampfkünsten bzw. dem Kung Fu nachempfunden, jedoch zum Großteil mit auf sichtbarer „Energie“ basierenden Techniken kombiniert. Alle werden sowohl im Kampfsport als auch in Kämpfen eingesetzt. Die Energie für diese speziellen Kampftechniken ist die eigene Lebensenergie (Chi) der Kämpfer, die zumeist sichtbar in Form von einzelnen oder mehreren Kugeln, Strahlen oder Scheiben konzentriert wird, um sie anzuwenden. Die Energie wird in der Regel mit den Händen gebündelt und dann eingesetzt. Im Laufe der Geschichte verbessern die Figuren ihre Techniken, erlernen oder entwickeln neue und steigern sich durch Meditation, Training und Kampf stetig in ihrer Kraft und Schnelligkeit, wobei sich auch ihre eigene Energie und Kampfkraft erhöht.

Die Kämpfe finden anfangs mit wenig Einsatz von Energie und im Direktkampf vorwiegend auf dem Boden statt, wobei bereits einige Figuren in der Luft schweben oder sehr hoch springen können. Später werden die Kämpfe vorwiegend in der Luft ausgetragen, da die Kämpfer fliegen können. Schließlich erschwert die enorme Kampfgeschwindigkeit „ungeschulten Augen“, die Kontrahenten zu sehen.

Energiediskus 
Eine sehr große, flache Energiescheibe, die alles zerschneidet, was sie berührt. Angewendet wird diese Technik von Kuririn.
Freezer setzt diese Technik in Form der Schizoscheiben ein. Hierbei werden, im Gegensatz zum einfachen Energiediskus, mehrere Scheiben erzeugt, die den Gegner außerdem verfolgen.
Fusion 
Hierbei verschmelzen zwei einzelne Kämpfer zu einem einzigen Kämpfer mit größerer Stärke, Kraft und Energie. Die Technik wird über eine Art „Tanz“ oder mittels der Potara-Ohrringe der Kaioshins durchgeführt.
Angewendet wird die Technik von Trunks und Son-Goten, Son-Goku und Vegeta. Den Fusionstanz beherrschen zudem Piccolo und Kuririn.
Genkidama 
Um eine Genkidama entstehen zu lassen, bittet der Kämpfer alle Lebensformen darum, ihm ihre Energie zu geben. Auch die Kraft des Meeres, von Flüssen, Bergen und der Sonne kann er so nutzen. Die Energie kann sowohl von Lebewesen eines einzelnen Planeten als auch von benachbarten Planeten stammen. Er sammelt die ihm zur Verfügung gestellte Kraft in Form einer Energiekugel, deren Größe und Stärke von der Menge an zugeführter Energie abhängig ist. Der Nachteil der Technik ist, dass der Kämpfer dafür sehr viel Zeit und Ruhe benötigt. [2]
Die Genkidama ist Son-Gokus stärkste Waffe. Er wendet sie im Kampf gegen Freezer, Cell und Boo an.
Kaioken 
Diese Technik erhöht sowohl die Kampfgeschwindigkeit als auch die Kampfkraft und kann durch Training weiter gesteigert werden. Wird sie zu oft hintereinander oder zu lange angewendet, kann der Kämpfer wegen zu hohem Energieverlust sterben. Son-Goku schafft später sogar eine 20-fache Kaioken.[3]
Kame-hame-ha[4]
Eine Energiekugel mit großer Zerstörungskraft. Normale Kämpfer müssen 50 Jahre trainieren, um diese Technik zu beherrschen.[5] Son-Goku und den anderen Kämpfern gelingt dies jedoch in sehr viel kürzerer Zeit.[2]
Diese Technik beherrschen Muten-Roshi, Son-Goku, Son-Gohan, Kuririn, Tenshinhan, Yamchu, Son-Goten, Cell und Boo.
Kiku-Kanone 
Die Kiku-Kanone ist eine Technik von Tenshinhan. Die Wucht der Energie gleicht einer Druckwelle und wirft sowohl Materie als auch den Gegner zurück, den sie dadurch töten kann. Wird die Kiku-Kanone zu oft ausgeführt, kann auch diese Technik für den Kämpfer tödlich enden.[3] Später setzt Tenshinhan die Neo-Kiku-Kanone ein, die noch um ein Vielfaches stärker ist.
Mafuba 
Als Mafuba wird eine Technik bezeichnet, mit der ein Dämon eingefangen und in ein Gefäß eingesperrt werden kann. Sie birgt für den Anwendenden allerdings immer das Risiko, dass er dabei stirbt. Die einzige Abwehrmöglichkeit ist das Antimafuba.[6]
Das Mafuba beherrschen Mutaito, Muten-Roshi und Tenshinhan.
Momentane Teleportation 
Eigentlich keine Kampftechnik, aber im Kampf und lebensbedrohlichen Situationen sehr nützlich. Der sofortige Teleport von einem Ort an einen anderen funktioniert jedoch nur, wenn sich an dem Ort, zu dem sich jemand teleportieren möchte, eine Energiequelle (Aura) befindet, die der Anwendende kennt. Technik von Son-Goku.
Sonnenblitz/Sonnenattacke 
Der Kämpfer wendet seine Energie auf, um einen grellen Lichtblitz zu erzeugen, der den Gegner kurzzeitig blendet und ihn dadurch kampfunfähig macht. Die einfachsten Mittel, nicht geblendet zu werden, sind das Schließen der Augen oder eine Sonnenbrille.
Ursprüngliche Technik von Tenshinhan, die später aber auch von Kuririn und Cell benutzt wird.

Manga

Akira Toriyama beschreibt die Arbeit an seinen Comics folgendermaßen:

„Phantasiewelten machen alles viel einfacher. Würde ich meine Geschichten in der wirklichen Welt spielen lassen, müsste ich viel mehr recherchieren, damit alles möglich echt wirkt. Ich finde, wenn sich davon befreit, kann man viel mehr herumspielen, zeichnen, was einem gerade gefällt. Darum ziehe ich Phantasiewelten vor.“

Akira Toriyama[7]

Hintergrund

Einen großen Einfluss auf die Handlung des Mangas Dragonball stellt das alte chinesische Volksmärchen und die Legende um den Affenkönig Sun Wukong dar, die in Die Reise nach Westen erzählt wird. Sun Wukong ist auch in Japan sehr bekannt und wird dort Son Gokū genannt.

So ist die Figur des Son-Goku in Dragonball an den König der Affen angelehnt.[8] Allerdings hat Son-Goku das Aussehen eines Menschen, der lediglich einen Affenschwanz besitzt. Weitere Gemeinsamkeiten bestehen darin, dass beide sehr hoch springen können, auf Wolken durch die Luft fliegen und einen Stab besitzen, der seine Größe auf Zuruf verändert. Wie Sun Wukong wurde auch Son-Goku in der Kampfkunst unterrichtet und ist übernatürlich stark. Akira Toriyama hat jedoch auch andere Figuren und Elemente aus dieser Legende in veränderter Form in Dragonball aufgenommen: Nebenfiguren wie Bulma oder Oolong sind Hiuan Tsang oder Pa Kai nachempfunden, so dass beispielsweise Oolong seine Fähigkeit, sich beliebig verwandeln zu können, den Kräften Pa Kais verdankt. Ein weiterer Bezug auf die Legende um Sun Wukong ist zudem der brennende Berg des Rinderteufels, der in Dragonball mit dem Magischen Fächer gelöscht wird.[8]

Grundlagen und Entstehung

Ursprünglich war Dragonball als Parodie auf die Legende um den Affenkönig angelegt und so hatte Son-Goku in den anfänglichen Skizzen die Gestalt eines kleinen Affen. Doch waren Toriyama die Ähnlichkeiten zum Original schließlich zu groß und er änderte das Aussehen der Figur des Son-Goku mehrfach. In der dritten Phase der Vorbereitungen zu Dragonball legte sich Toriyama auf die Figur des Son-Goku fest: ein kleiner Junge mit Affenschwänzchen. Während der Arbeit an der Hauptfigur Son-Goku entstand auch der Gedanke um die sieben Kugeln und den Drachen Shenlong. Beides wurde schließlich zum Hauptmotiv der Geschichte.[9]

Allerdings gehen der Entstehung auch einige andere Comics und Kurzgeschichten Akira Toriyamas voraus, die im Manga-Magazin Shōnen Jump oder Fresh Jump veröffentlicht wurden: Dies waren unter anderem Wonder Island (1978) und Dragon Boy (1983), aus deren Inhalten Elemente in Dragonball erneut aufgegriffen wurden. So ist bereits die Insel in Wonder Island in dem für Toriyama typischen Stil gestaltet und verbindet Wirkliches mit Fantasiemotiven. Dragon Boy handelt von einem kleinen Jungen namens Goku, der unterschiedliche Kampfkünste erlernt hat und Son-Goku schon ein wenig ähnlich sieht. Wie Son-Goku unterstützt auch Dragon Boy ein junges Mädchen und besteht mit ihr einige Abenteuer, bei denen sie auf verschiedene Fabelwesen treffen.

Aus Toriyamas Comic Tong-Po’s Abenteuer wurden in Dragonball die Hoipoi-Kapseln ebenfalls in veränderter Form übernommen. Aus Dr. Slump (1980-1984) findet sich in Dragonball nicht nur das Motiv der Kampfsportturniere wieder.[10] In Band Nr. 7 kommt es beispielsweise zu einem Cross-Over der Figuren aus Dr. Slump und Dragonball, als Son-Goku im Kampf gegen die Red Ribbon-Armee in Pinguinhausen auf Arale trifft und Unterstützung von ihr und ihren Freunden erhält. Eine weitere Gemeinsamkeit von Dr. Slump und Dragonball sind schließlich die Einbindung von Elementen aus asiatischen Legenden in eine moderne Welt. Akira Toriyama schafft damit eine neue Form der fantastischen Geschichten. Im Vergleich zu Dr. Slump sind Fabelwesen, Geister und Dämonen jedoch fester Bestandteil der Welt in Dragonball.[11]

Akira Toriyama verbindet so in seinen Geschichten Dinge aus der wirklichen Welt mit originellen Phantasiemotiven.[10] So sind im Manga nicht nur Anleihen an die asiatische Mythologie, sondern auch an das Alte China allgemein zu finden: Diese finden sich z. B. in Gebäudedarstellungen mit einfacher Pagode und in manch traditionellem Kleidungsstück, das einige Figuren tragen. Die von Toriyama für Son-Gokus Anzug gewählten Farben Gelb und Orange sind die Farben chinesischer Mönche.[12] Die Insel, auf der die Kampfsportturniere stattfinden, hat Toriyama nach der Insel Bali gestaltet, die er besucht hatte.[13]

Akira Toriyamas Konzept an Dragonball änderte sich im Laufe der Jahre durch Anregungen von Fans entscheidend. Eine gravierende Veränderung tritt im Manga zu dem Zeitpunkt ein, als Son-Goku zum 23. Großen Turnier in die Geschichte als junger Mann zurückkehrt und ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nur Action und Abenteuer den Mittelpunkt der Geschichte bilden.[14] Die anfangs recht häufig vorkommenden sexuellen Anspielungen treten nun eher in den Hintergrund, die Kämpfe dagegen in den Vordergrund. Ein weiterer Punkt, der mit Band 16 an wesentlicher Bedeutung gewinnt, ist der Faktor Zeit: Alle Figuren altern mit fortschreitendem Verlauf der Geschichte. Einige verändern ihr Aussehen, gewinnen an Erfahrungen, heiraten und bekommen Kinder, andere sterben sogar.[14] Zum anderen wird die in einzelne Sagas unterteilbare Geschichte umfassender. In den Animes werden diese Veränderungen dadurch deutlich, dass die Serie Dragonball nach Ende des 23. Großen Turniers in Dragonball Z umbenannt wurde, wohingegen der Manga weiterhin Dragonball hieß.[14]

Zeichenstil und Entwicklung der Figuren

Die Frage zum geänderten Zeichenstil im Vergleich zu seinen vorherigen Arbeiten beantwortete Toriyama in einem seiner wenigen Interviews:

„Ich passe meine Zeichnungen generell dem Szenario an. Zweimal hintereinander dasselbe zu machen, ertrage ich nicht. Ich hätte Dragon Ball in derselben Art wie Dr. Slump zeichnen können, aber der Zeichenstil hätte nicht zur Geschichte gepasst.“

Akira Toriyama: Dragon Ball Artbook. Interview S. 193

Als anschauliches Beispiel nennt er dazu die Kampfszenen: Je aggressiver diese werden, desto kantiger erfolgte die Strichführung, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Mit einer weichen Strichführung wäre dies Toriyama zufolge nicht möglich gewesen. Da Akira Toriyama ursprünglich eher Illustrator als Comiczeichner war, bereitete es ihm anfangs Schwierigkeiten, Personen in Bewegung zu zeichnen. Er selbst beschreibt die ersten Szenen der Kampfturniere als ein echtes Martyrium.[15]

Die Zeichnungen wurden grundsätzlich mit Tusche ausgeführt und es erfolgte eine strikte Trennung zur Colorierung.

Die Entwicklung der Geschichte und das Schaffen von Atmosphäre standen im Vordergrund und weniger die Figur, die sich danach von selbst entwickelt.[15] So war anfänglich beispielsweise nicht vorgesehen, dass sowohl Son-Goku als auch Piccolo Außerirdische sind. Diese Entscheidung traf Toriyama erst als er Gott in die Handlung einbrachte. Die Arbeit an der Gestaltung einzelner Figuren erfolgte schrittweise, ausgehend von der Frage, ob sie in die Geschichte passt. Dann folgten Persönlichkeit der Figur, Gesicht, Körperbau und Kleidung, wobei er bei letzterem immer darauf achtet, dass dies auch zur jeweiligen Umgebung passt. [13]

Gestaltung und Aufbau

Die deutschen Ausgaben des Mangas sind, wie das japanische Original, in schwarz-weiß gehalten und mit Sprechblasen und Lautmalerei unterlegt. Die Erzählperspektive schildert, ähnlich wie in einem Film, das Geschehen in der Kameraperspektive, und kurze eingeschobene Erzählertexte ergänzen die Darstellungen um zusätzliche Informationen. Über den allwissenden Erzähler erfährt der Leser so den Handlungsverlauf.

Die Sprache fällt im Vergleich zu den Animes Dragonball und Dragonball Z zum Teil sehr viel umgangssprachlicher aus, was auch auf Szenen zurückzuführen ist, die in den Animes nicht enthalten sind.[16] Der Manga wurde von Junko Iwamoto-Seebeck und Jürgen Seebeck ins Deutsche übersetzt.

Jeder einzelne Band hat Nummer und Titel und ist jeweils in Unterkapitel gegliedert. Zudem gibt jeder Band am Anfang einen Rückblick auf die bisherigen Ereignisse und eine namentliche Vorstellung der neuen oder bisher beteiligten Figuren. In den ersten Ausgaben finden sich im Anschluss Informationen zur Entstehungsgeschichte des Mangas und einige Fan-Seiten. Wie im Original sind die Bände der japanischen Leserichtung folgend von rechts nach links und von hinten nach vorne zu lesen, das heißt entgegen der im Westen üblichen.

Veröffentlichungen

Das erste Kapitel des Dragonball-Mangas erschien im November 1984 in der 51. Wochenausgabe des Manga-Magazins Shōnen Jump und blieb bis zum Ende der Handlung ein fester Bestandteil des Repertoires. Das abschließende Kapitel der Serie wurde im Mai 1995 in der 25. Wochenausgabe des Shōnen Jump veröffentlicht.[17] Der erste in Japan veröffentlichte Tankōbon zur Serie erschien im September 1985, weitere folgten im Abstand von zwei bis fünf Monaten, bis im August 1995 mit dem 42. und letzten Band alle in der Shōnen Jump abgedruckten Kapitel zusammengefasst waren. Seit dem 4. Dezember 2002 wurde die Serie in Form von Kanzenban neu aufgelegt und jeden Monat wurden zwei Bände veröffentlicht.[18]

Die erste europäische und vollständig übersetzte Fassung wurde ab 1993 in Frankreich veröffentlicht. In zwei- bis dreimonatigen Abständen folgten weitere Bände, bis die Serie mit der Veröffentlichung des letzten Bandes im September 2000 endete. Etwa mit der französischen Erstveröffentlichung des 22. Bandes startete die Serie mit den ersten fünf Bänden ab Oktober 1997 in deutscher Sprache und wurde in Deutschland durch Carlsen Comics als erster Manga in ursprünglicher Leserichtung verlegt. Zuvor wurden bereits Manga wie beispielsweise Ranma ½ veröffentlicht, die jedoch durch eine komplette Spiegelung der Seiten der westlichen Leserichtung angepasst worden waren. Der 42. und damit letzte Band erschien in Deutschland im November 2000.[18] Zur deutschen Erstveröffentlichung 1997 schrieb Christoph Dallach im KulturSPIEGEL:

„'Dragon Ball' ist ein wunderbar durchgedrehtes Abenteuer-Märchen, so wüst und schnell erzählt, wie es nur die Manga-Meister vermögen. Die Suche nach den sieben Dragonballs, die dem Finder alle Wünsche erfüllen sollen, wird von Prügeleien, Hinterhalten, Verschwörungen, Scherzen und allerlei Monstern begleitet. Abenteuerlich ist auch das Lesen, denn 'Dragon Ball' wird wie im Original von hinten nach vorn erzählt.“

Christoph Dallach[19]

Weitere Veröffentlichungen folgten ab Juni 2000 bis September 2003 in Schweden, ab März 2001 bis August 2004 in den Niederlanden. Im September 2000 wurde der erste englischsprachige Band in unregelmäßigen Abständen und lockerer Reihenfolge veröffentlicht, bis die Serie von 2002 bis 2005 in der Shonen Jump USA kapitelweise erschien. Im Juni 2006 wurde in den USA die Erstveröffentlichung der Serie mit dem letzten Band abgeschlossen. In der Zwischenzeit gab es Neuauflagen verschiedener Bände, um dadurch die ungeordnete Veröffentlichung der Einzelbände zu kaschieren. Seit 2008 wird der Manga von Viz Media in einer Sammeledition herausgegeben.[18]

Des Weiteren erschienen in Deutschland ebenfalls bei Carlsen Manga ein Dragonball-Artbook und die Anime-Comics Dragonball und Dragonball Z. Das Dragonball Artbook beinhaltet alle farbigen Illustrationen von Akira Toriyama, die zwischen 1984 und 1995 entstanden sind, sowie die jeweiligen Titelbilder der 42 Bände und den in den Shonen Jump Magazinen veröffentlichten Titelbildern. Es enthält außerdem ein Interview mit Toriyama, in dem es vorwiegend um seine Zeichnungen geht. Die Anime-Comics hingegen behandeln die Inhalte der Dragonball- und Dragonball Z-Filme, die nicht Bestandteile des Mangas oder der Anime-Serien selbst sind.

Weitere Länder, in denen die Serie veröffentlicht wurde, sind Polen und Mexiko (je ab 2001)[17], Italien (ab 2002), Finnland (ab 2003), Spanien (mit katalanischer Übersetzung ab 2006)[18], Brasilien, Portugal, Dänemark, Schweiz, Taiwan, Ungarn und Singapur.

Serien und Filme

Anime

Toei Animation produzierte im Laufe der Jahre drei Anime-Serien, die auf dem Manga basieren: Dragonball, Dragonball Z und Dragonball GT. Sie umfassen zusammen insgesamt 508 Episoden. Dragonball und Dragonball Z sind dabei die filmische Umsetzung des Manga, wobei Dragonball die Bände 1–17 (Kapitel 1–194) und Dragonball Z die Bände 17–42 (Kapitel 195–519) behandelt. Dragonball GT war hingegen von Anfang an als reiner Anime konzipiert und besitzt keine Manga-Vorlage. Akira Toriyama war für diese letzte Serie auch nicht mehr direkt verantwortlich, sondern wirkte lediglich als künstlerischer Berater mit.

Am 5. April 2009 startete im japanischen Fernsehen unter dem Namen Dragonball Kai eine überarbeitete, hochaufgelöste Version der Dragonball Z-Episoden.

Neben den verschiedenen Serien entstanden von 1986 bis 1996 insgesamt 17 Kinofilme, von denen vier zeitlich in der Serie Dragonball angesiedelt sind: Dragonball – Die Legende von Shenlong, Dragonball – Das Dämonenschloss, Dragonball – Son-Gokus erstes Turnier und Dragonball – 10th Year Anniversary Movie – Path to Power. Jeder dieser Filme stellt eine inhaltliche Alternative zum Manga bzw. zum Anime dar.

Realverfilmungen

  • 1989 erschien unter dem Titel Dragon Ball: The Magic Begins eine Realverfilmung, die auf dem Anime-Film Dragonball – Die Legende von Shenlong basiert.[20] Allerdings tragen die Charaktere des Films nicht die Namen der jeweiligen Figuren des Originals Dragonball.[21]
  • Bereits im Jahr 2002 erwarb die US-amerikanische Produktionsgesellschaft 20th Century Fox die Lizenzrechte für einen Dragonball-Realfilm. Im September 2007 wurden die Dreharbeiten[22] im kanadischen Montreal angekündigt, die im November 2007 begannen und im April 2008 abgeschlossen waren.[23] Das Budget soll ca. 100 Millionen Dollar betragen haben. Der offizielle Kinostart von Dragonball Evolution war in Deutschland ursprünglich für den 15. August 2008 vorgesehen, wurde dann aber auf den 11. Juni 2009 verschoben.[24] Der Film feierte seine Premiere am 13. März 2009 in Japan und Taiwan und kurz darauf in anderen asiatischen Staaten. In China, Malaysia, Thailand, Hong Kong und Singapur erreichte der Film in der 1. Woche den 1. Platz und in Japan den 3. Platz. Mit 3,4 Millionen Dollar Einspielergebnis in der Volksrepublik China, war es der bis dahin viertbeste Filmstart in diesem Markt für 20th Century Fox.[25]
Produzent ist Stephen Chow, für Regie und Drehbuch ist James Wong verantwortlich. Darsteller sind Justin Chatwin als Son Goku, James Marsters als sein Gegner Piccolo,[26] Emmy Rossum als Bulma, Chow Yun-Fat als Muten-Roshi, Jamie Chung als Chichi, Joon Park als Yamchu und Eriko Tamura als Mai. Das Titellied Rule wird von Ayumi Hamasaki gesungen.[27]

Erfolg und Rezeption

Über 250 Millionen Exemplare der Geschichte wurden bis heute allein in Form von Büchern verkauft. Die Geschichte von Son-Goku und seinen Freunden hat zur Popularisierung des Manga in Europa beigetragen. Die 42 durch den Carlsen Verlag veröffentlichten deutschsprachigen Einzelbände haben sich über 6,5 Millionen mal verkauft.[28]

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. u. a. in den Filmen und Videospielen als Tenkaichi Budokai bezeichnet
  2. a b Dragonball Z: Der legendäre Super-Saiyajin, polyband 2003, Bonusmaterial, Fight-Guide – Die besten Kampftechniken
  3. a b Carlsen Comics: Dragonball-Magazin Nr. 5 (August 2000): Die wichtigsten Kampftechniken., S. 22
  4. im Anime Dragonball zuerst Schockwelle der Ahnen und später „Kame-hame-ha“ genannt
  5. Akira Toriyama: Dragonball. Band 2: Der Meister des Kamehame-Ha, S.47
  6. Carlsen Comics: Dragonball-Magazin Nr. 6 (September 2000): Die wichtigsten Kampftechniken., S. 22
  7. Akira Toriyama: Dragonball. Band 1: Das Geheimnis der Drachenkugeln, S.175
  8. a b Akira Toriyama: Dragonball. Band 3: Kamesennins Kampfschule, S.176-177
  9. Akira Toriyama: Dragonball. Band 3: Kamesennins Kampfschule, S.177
  10. a b Akira Toriyama: Dragonball. Band 1: Das Geheimnis der Drachenkugeln, S.175
  11. Akira Toriyama: Dragonball. Band 2: Der Meister des Kamehame-Ha, S.188
  12. Akira Toriyama: Dragonball Artbook. Interview, S. 196
  13. a b Interview mit Akira Toriyama aus der Dragon Ball World Book Series (englisch)
  14. a b c Akira Toriyama: Dragonball. Band 5: Die Suche nach Großvater, S.176-177
  15. a b Akira Toriyama: Dragonball Artbook. Interview, S. 193
  16. siehe hierzu auch: Dragonball (Anime)#Der Weg der deutschen Fassung
  17. a b Dragon Ball (manga) – Anime News Network. Abgerufen am 9. Juni 2008.
  18. a b c d Dragon Ball (manga) – Anime News Network. Abgerufen am 9. Juni 2008.
  19. Rezension von Spiegel zur Erstveröffentlichung 1997
  20. Dragonball – The Magic begins auf Online-Filmdatenbank
  21. Xin qi long zhu (1989) – Dragon Ball: The Magic Begins auf IMDb.com
  22. Montreal Gazette vom 1. September 2007 über die Ankündigung der Dreharbeiten
  23. AnimeY über die Beendigung der Dreharbeiten
  24. Dragonball Evolution auf IMDb.com
  25. Frank Segers: 'Marley & Me' top dog at int'l b.o. Nine market openings boosts weekend take to $13.9 mil. In: The Hollywood Reporter. 15. März 2009. Abgerufen am 18. März 2009. (Englisch)
  26. Pressemitteilung der 20th Century Fox vom 13. November 2007
  27. Pressemitteilung von japantoday.com
  28. Beitrag von Kai-Steffen Schwarz im Verlagsforum, 23. Juli 2007

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