Aeshna isoceles
Keilfleck-Mosaikjungfer
Systematik
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
Überfamilie: Aeshnoidea
Familie: Edellibellen (Aeshnidae)
Gattung: Mosaikjungfern (Aeshna)
Art: Keilfleck-Mosaikjungfer
Wissenschaftlicher Name
Aeshna isoceles
Müller, 1767

Die Keilfleck-Mosaikjungfer oder auch Keilflecklibelle (Aeshna isoceles) ist eine Libellenart aus der Familie der Edellibellen (Aeshnidae), welche der Unterordnung der Großlibellen (Anisoptera) angehören. Es handelt sich bei der Keilfleck-Mosaikjungfer um eine große Libelle mit einer Flügelspannweite von maximal 9,5 Zentimetern.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Keilfleck-Mosaikjungfer erreicht Flügelspannweiten von 8,5 bis 9,5 Zentimetern. Der gesamte Körper der Keilfleck-Mosaikjungfer besitzt einen orangebraunen Grundton und, beim Männchen, eine feine grünliche Zeichnung. Im Gegensatz zu der farblich ähnlichen Braunen Mosaikjungfer (Aeshna grandis) mit braunen Flügeln sind bei ihr die Flügel glasklar. Die Keilfleck-Mosaikjungfer trägt außerdem auf der Rückenseite des zweiten Abdomenabschnittes eine keilförmige Zeichnung, der sie ihren Namen verdankt.

Lebensweise

Die Keilfleck-Mosaikjungfer ist in Mitteleuropa von Mitte Mai bis Anfang August im Schilfbereich stehender und langsam fließender Gewässer des Flachlands anzutreffen. Sie ist sehr wärmeliebend, die Männchen halten sich häufig in Schilfbuchten an der wasserzugewandten Seite der Pflanzen auf. Sie fliegen im Vergleich zu anderen Arten wenig und legen lange Ruhezeiten ein.

Die Weibchen suchen das Wasser zur Paarung und zur Eiablage auf. Die Paarung beginnt über dem Wasser und endet im Geäst der Uferbäume. Die Weibchen stechen ihre Eier in schwimmende Pflanzenteile ein.

Larvenentwicklung

Die Larven schlüpfen noch im selben Jahr etwa sechs Wochen nach der Eiablage. Je nach Umweltbedingungen dauert ihre Entwicklung ein oder zwei Jahre.

Systematik und Nomenklatur

Von einigen Autoren wird die Keilfleck-Mosaikjungfer der asiatischen Libellengattung Anaciaeschna zugeschlagen, diese Zuordnung ist allerdings sehr umstritten. Die in der Literatur über viele Jahrzehnte gebräuchliche Schreibweise "isosceles" für den wissenschaftlichen Artnamen ist falsch, da in der Originalbeschreibung der Art "isoceles" (ohne s) steht.

Literatur

  • H. Bellmann: Libellen beobachten - bestimmen. Naturbuch Verlag, Augsburg 1993, ISBN 3894401079
  • G. Jurzitza: Der Kosmos-Libellenführer. Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart 2000, ISBN 3440084027
  • G. Peters: Die Edellibellen Europas: Aeshnidae. Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Wittenberg 1987, ISBN 3740300507

Weblinks


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