AfE-Turm
AfE-Turm
AfE-Turm
Campus Bockenheim: AfE-Turm
Basisdaten
Ort: Robert-Mayer-Straße 5-7 (Westend-Süd)
Senkenberganlage 13-17
Bauzeit: 1970–1972
Baustil: Brutalismus
Architekten: Staatliche Neubauabteilung des Landes Hessen
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Universitätsgebäude
Arbeitsplätze: 300 Arbeitsplätze
2.500 Studenten
Eigentümer: Goethe-Universität
Technische Daten
Höhe: 116 m
Etagen: 38 Bürogeschosse,
29 Bibliotheksgeschosse
Nutzfläche: 12.304
Konstruktion: Stahlbeton-Skelettbauweise
Baukosten: 60.000.000 DM
Höhenvergleich
Frankfurt am Main: 21. (Liste)
Deutschland: 42. (Liste)

Der AfE-Turm ist ein 116 Meter hohes Hochhaus in Frankfurt am Main. Er gehört zum Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität und beherbergt die Büros und Seminarräume der Fachbereiche Gesellschaftswissenschaften und Erziehungswissenschaften. Die Abkürzung AfE bedeutet Abteilung für Erziehungswissenschaft, jedoch zog diese Abteilung nie in das Hochhaus ein, da sie vor Eröffnung des Gebäudes bereits wieder geschlossen wurde.

AfE-Turm von der Messe aus gesehen
Blockade des AfE-Turmes am 13. Juni 2006
Während der Abstimmung über die Blockade am 19. Juni 2006 im Foyer des Turms

Anfang der Sechziger Jahre begannen Planung und Bau des AfE-Turms. Der Bau war nötig geworden, nachdem 1961 die Hochschule für Erziehung der Universität angegliedert worden war und sich die alte Bettinaschule im Frankfurter Westend auch als Provisorium als völlig unzureichend herausstellte. Dem Gebäude fehlte von Beginn an die geplante Funktionalität.

Die Nordseite des Turms, der kurzzeitig das höchste Gebäude Frankfurts war, beherbergt neben der Bibliothek der Sozialwissenschaften ausschließlich Seminarräume mit anderthalbfacher Etagenhöhe. Die Südseite besteht aus Büros in einfacher Etagenhöhe, was zur Folge hat, dass es zwischen den beiden Turmhälften ein kompliziertes System von Treppenhäusern und Zwischenetagen gibt, die die Orientierung erheblich erschweren. Im 1. OG des Gebäudes befinden sich zentrale Hörsäle mit Tageslicht durch große Fensterflächen, die direkt vom Erdgeschoss über Treppen erreicht werden können. Nach dem Bau war in der obersten Etage eine Cafeteria eingerichtet worden, die aber mangels Zuspruch wieder geschlossen wurde (diese Etage ist nicht mit allen Aufzügen zu erreichen und gilt wegen der guten Aussicht in alle Richtungen als schwer auffindbarer Geheimtipp). Das studentisch verwaltete TuCa (Turm Café) im Erdgeschoss wurde auf Veranlassung der Hochschulverwaltung polizeilich geräumt, um ein Studentenwerk-Café („C’AfE“) zu eröffnen. Seit Anfang 2007 sitzt das "TuCa [im Exil]" im 5. Stock.

Der Turm wurde ursprünglich für 2.500 Studenten konzipiert. Jedoch ist das Gebäude seit der Eröffnung mit einer um ein Vielfaches höheren Zahl Studenten belegt, so dass an den sieben Fahrstühlen (von denen in der Praxis wegen Ersatzteilmangel meistens maximal sechs funktionieren) mit Wartezeiten von bis zu 15 Minuten gerechnet werden muss.

Im August 2005 verunglückte eine Universitätsmitarbeiterin in einem der Fahrstühle tödlich, als dieser zwischen zwei Stockwerken stecken blieb und die Mitarbeiterin versuchte herauszuklettern. Es ist umstritten ob dieser Unfall lediglich Folge menschlichen Versagens war oder eine Folge des fast alltäglichen Versagens der Technik.[1] Da der Turm innerhalb der nächsten Jahre abgerissen werden soll, verzichtet die Universitätsleitung auf nicht unbedingt erforderliche Erneuerungsarbeiten. In Abständen müssen allerdings Fassadeninstandsetzungsarbeiten durchgeführt werden.

Der Turm ist ein beliebtes Ziel für Studentenproteste, da er im Gegensatz zu den meisten anderen Gebäuden der Universität mit relativ wenigen Helfern vollständig abgeriegelt werden kann. Die in den letzten Jahren dramatisch verschlechterten Studienbedingungen innerhalb des Turmes bilden ein weiteres Motiv. Die daraus resultierenden Turmblockaden sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der regelmäßig wiederkehrenden Proteste an der Goethe-Universität.

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. Ein Artikel dazu in der Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/rhein-main/spezials/der-tiefe-fall/-/1472874/4437318/-/index.html
50.1161111111118.6508333333333

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • AfE Turm — 50° 06′ 58″ N 8° 39′ 03″ E / 50.1161, 8.65083 …   Wikipédia en Français

  • Afe — Die Abkürzung AFE steht für: Administación de Ferrocarriles del Estado, staatliche Eisenbahngesellschaft Advanced Flow Engineering Airplan Flight Equipment American Football Equipment Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Entspannung Armed Forces… …   Deutsch Wikipedia

  • AFE — Die Abkürzung AFE steht für: Administración de Ferrocarriles del Estado, die staatliche Eisenbahngesellschaft Uruguays Advanced Flow Engineering Airplan Flight Equipment American Football Equipment Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Entspannung… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Hochhäuser in Frankfurt — Skyline von Osten mit Flößerbrücke und Domturm rechts Skyline von der Alten Brücke Im Gegensatz zu Asien und …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main — Skylineansicht vom südlichen Mainufer mit Flößerbrücke und Domturm (2011) …   Deutsch Wikipedia

  • Campus Bockenheim — Eingang „Jügelhaus“ Sozialzentrum …   Deutsch Wikipedia

  • Goethe-Universität — Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehlt Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Gründung 1912/1914 Ort …   Deutsch Wikipedia

  • Goethe-Universität Frankfurt am Main — Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehlt Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Gründung 1912/1914 Ort …   Deutsch Wikipedia

  • Johann-Wolfgang-Goethe-Universität — Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehlt Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Gründung 1912/1914 Ort …   Deutsch Wikipedia

  • Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt — Vorlage:Infobox Hochschule/Träger fehlt Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Gründung 1912/1914 Ort …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”