Affektäquivalent
Somatisierung
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Affektkorrelat Affektäquivalent

Der Begriff Affektäquivalent ist ein Begriff aus der Psychoanalyse und beschreibt einen Abwehrvorgang, bei dem der psycho-soziale Zusammenhang von Angst und den damit ausgelösten körperlichen Symptomen (Herzrasen, Muskelverspannung, vegetativ-motorische Symptome) verschwunden ist. Dies bedeutet, dass die konflikthaften Gefühle dem Patienten nicht mehr bewusst sind, sondern nur noch die körperlichen Empfindungen (Reaktionen).[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Thure von Uexküll, Rolf H. Adler, Jörg M. Herrmann: Psychosomatische Medizin. Modelle ärztlichen Denkens und Handelns, Elsevier, München, 6. Auflage, 2002, S. 30, ISBN 3-437-21830-1

Literatur

  • Christian Reimer, Ulrich Rüger: Psychodynamische Psychotherapien: Lehrbuch der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapieverfahren, Springer, 2006, ISBN 3-540-25384-X
  • Fritzsche, Kurt; Wirsching, Michael: Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Springer 2006, ISBN 978-3-540-21877-7

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