Affoltern (Bezirk)
Bezirk Affoltern
Bezirk Affoltern
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich
Hauptort: Affoltern am Albis
Region-ISO: CH-ZH
Gemeindenummer: 0101
Fläche: 113.01 km²
Einwohner: 48'065[1] (31. Dezember 2010)
Bevölkerungsdichte: 425,3 Einw. pro km²
Website: http://www.knonauer-amt.ch/
Karte
Karte von Bezirk Affoltern

Der Bezirk Affoltern ist ein Bezirk im Südwesten des Kantons Zürich in der Schweiz zwischen der Albiskette und der Reuss. Im Westen und Nordwesten grenzt er an den Kanton Aargau, im Süden an den Kanton Zug. Der Bezirk ist identisch mit der Region Knonaueramt (auch Knonauer Amt) und wird im Volksmund oft Säuliamt genannt. Der in früheren Jahrhunderten ebenfalls gebräuchliche Name Zürcher Freiamt ist heute so gut wie unbekannt.

Der Bezirk Affoltern umfasst 14 Gemeinden. Es bestehen keine Zivilgemeinden mehr. Die meisten Gemeinden des Bezirks Affoltern gehören der Agglomeration Zürich an. Trotzdem gilt das Knonaueramt – besonders der südliche Teil – immer noch als eine weitgehend ländlich geprägte Region im Kanton Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Politische Gemeinden

Wappen Gemeindename PLZ Einwohner
(31. Dezember 2010)
Fläche
in km²
Aeugst am Albis Aeugst am Albis 8914 1822 7.87
Affoltern am Albis Affoltern am Albis 8910 11'063 10.56
Bonstetten Bonstetten 8906 5164 7.42
Hausen am Albis Hausen am Albis 8915 3362 13.64
Hedingen Hedingen 8908 3408 6.59
Kappel am Albis Kappel am Albis 8926 918 7.87
Knonau Knonau 8934 1802 6.48
Maschwanden Maschwanden 8933 612 4.67
Mettmenstetten Mettmenstetten 8932 4245 13.11
Obfelden Obfelden 8912 4682 7.54
Ottenbach Ottenbach 8913 2412 4.98
Rifferswil Rifferswil 8911 900 6.50
Stallikon Stallikon 8143 3160 12.01
Wettswil-am-Albis Wettswil am Albis 8907 4515 3.77
Total (14) 48'065 113.01

Ortschaften und Weiler

PLZ Name der Ortschaft Gemeinde
8915 Albisbrunn Hausen am Albis
8914 Aeugstertal Aeugst am Albis
8934 Baaregg Knonau
8912 Bickwil Obfelden
Buechenegg Stallikon
8932 Dachlissen Mettmenstetten
8925 Ebertswil Hausen am Albis
8926 Hauptikon Kappel am Albis
8914 Müliberg Aeugst am Albis
8912 Oberlunnern Obfelden
8913 Rickenbach bei Ottenbach Ottenbach
8932 Rossau Mettmenstetten
Schachen Bonstetten
8143 Sellenbüren Stallikon
8912 Toussen Obfelden
8915 Türlen Hausen am Albis
8926 Uerzlikon Kappel am Albis
8143 Uetliberg Stallikon
Zürich
8912 Unterlunnern Obfelden
8934 Uttenberg Knonau
8909 Zwillikon Affoltern am Albis

Wappen

Wappen von Affoltern (Bezirk)
Blasonierung:

„In Gold ein schwarzes Mauerankerkreuz.“

Beschreibung:

Als einziger Bezirk des Kantons Zürich führt der Bezirk Affoltern ein Wappen, das er von der früheren Landvogtei Knonau übernommen hat. Es geht auf das Wappen der Freiherren von Eschenbach zurück.


Geschichte

Schloss Knonau
Altes Gerichtsgebäude in Affoltern a. A.

Die Stadt Zürich erlangte ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert bis zur Reformation nach und nach die Herrschaft über die Gebiete zwischen Albis und Reuss: Die ehemalige Herrschaft Schnabelburg mit dem Kloster Kappel, die Vogteien Maschwanden, Knonau und Hedingen sowie das Freiamt Affoltern, zu dem auch die hohe Gerichtsbarkeit über Steinhausen und das Kelleramt gehörte.[2]

Zu den traditionellen Autonomierechten des Freiamts gehörte die eigene Gerichtsbarkeit. Die aus habsburgischer Zeit von 1173–1415 überlieferten Gerichtsorte waren Rifferswil, Affoltern am Albis und Berikon.[3] Die Freiamtgemeinde tagte in Mettmenstetten.[4]

Ab 1512 fasste die Zürcher Regierung diese Gebiete zur Landvogtei Knonau zusammen und vereinheitlichte die Rechtsordnung.[2] Die Randgebiete, über die Zürich nur das Hochgericht, aber nie das Niedergericht besass, kamen 1798 bzw. 1803 definitiv an die Kantone Aargau und Zug.

Der Bezirk entstand in seinen heutigen Grenzen nach dem Ende der Mediationsverfassung im Jahre 1814 als Oberamt Knonau. Der Bezirkshauptort wurde 1837 vom früheren Landvogtsitz Knonau in das zentraler gelegene Affoltern am Albis verlegt. Damit erhielt der Bezirk auch seinen heutigen Namen.

Siehe auch: Geschichte des Kantons Zürich, Territoriale Entwicklung Zürichs

Ämtlerweg

Die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirkes Affoltern errichtete zu ihrem Jubiläum im Jahr 2000 den 46 km langen Ämtlerweg durch das "Säuliamt" (Bezirk Affoltern). Der Weg führt durch schöne Landschaften und Naturschutzgebiete, zu Kulturdenkmälern sowie zu wirtschaftlich und geschichtlich bedeutenden Orten. 22 Informationstafeln entlang des Weges informieren über das Säuliamt und seine Geschichte.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Amt des Kantons Zürich – Bevölkerung in den Gemeinden und Regionen des Kantons Zürich, 2010
  2. a b Knonau (Vogtei) im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. Gut Daniel, "Lunnern, Londons Zwilling im Reusstal. Eine sprach- und kulturgeschichtliche Verortung von Siedlungsnamen", BoD, Norderstedt 2010. (PDF 1.8 MB)
  4. Zürcher Freiamt im Historischen Lexikon der Schweiz

Weblinks

 Commons: Säuliamt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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