Dörlemann Verlag

Dörlemann Verlag

Die Dörlemann Verlag AG ist ein 2003 gegründeter Schweizer Buchverlag für Belletristik und Sachbücher mit Sitz in Zürich. Das Verlagshaus hat sich besonders mit Übersetzungen international renommierter, aber im deutschsprachigen Raum noch wenig bekannter Autoren einen Namen gemacht. Zum weiteren Verlagsprogramm gehören deutschsprachige Gegenwartsliteratur sowie Sachbücher.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Sabine Dörlemann (*1961) − in Deutschland aufgewachsene Amerikanistin und Anglistin − hat den Dörlemann Verlag im Januar 2003 gemeinsam mit Christian Dittus als Einzelfirma in Zürich gegründet. Die Gründerin Dörlemann war zuvor bei zwei Schweizer Verlagen tätig gewesen, zeitweise bei Haffmans und sieben Jahre bei Ammann. Der Verlag residierte anfangs in einer Privatwohnung an der Merkurstrasse und bezog später ein eigenes Verlagsbüro an der Kantstrasse. Gleichzeitig erfolgte die Umwandlung der Einzelfirma in die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht.

Programm

Seinen Einstand gab der Verlag im Herbst 2003 mit einem Werk des ersten russischen Literaturnobelpreisträgers, Iwan Alexejewitsch Bunin. Sein Roman Ein unbekannter Freund in der Übersetzung von Swetlana Geier ist bis heute einer der meistverkauften Titel des Verlags. Mit Verfluchte Tage (2005) und Der Sonnentempel (2008) folgten weitere Romane von Bunin, diesmal jeweils von Dorothea Trottenberg übersetzt.

Seit 2004 gab der Verlag mehrere Werke – jeweils in Übersetzungen von Ina Kronenberger – des in Berlin lebenden norwegischen Romanciers Dag Solstad heraus und machte ihn damit im deutschsprachigen Raum bekannt: Elfter Roman, achtzehntes Buch (2004), Professor Andersens Nacht (2005), Scham und Würde (2007) und Armand V. (2008).

Einen besonderen Schwerpunkt bilden Übersetzungen englischsprachiger Werke, unter anderem von Andrea Barrett, Patrick Leigh Fermor, Tim Flannery, Martha Gellhorn, Patrick Hamilton, Bruce Eric Kaplan, Alice Munro, Roy Porter, Edward Said und Edith Wharton.

Ausserdem veröffentlichte der Verlag Übersetzungen von Werken von unter anderem folgenden Autoren: Sabahattin Ali, Théophile Gautier, Walentin Petrowitsch Katajew, Raja Rao, Cristina Peri Rossi, Khushwant Singh, Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Iwan Sergejewitsch Turgenew und Louise Lévêque de Vilmorin.

Darüber hinaus hat der Verlag seit 2004 auch zahlreiche Werke deutschsprachiger, besonders Schweizer Autoren wie Anita Siegfried, Richard Weihe und Bettina Querfurth herausgebracht.

Auszeichnungen

2005 wurde Sabine Dörlemann für ihre Übersetzungen und ihre Tätigkeit als Verlegerin angelsächsischer Literatur mit dem Max Geilinger-Preis ausgezeichnet. 2008 erhielt der Dörlemann Verlag die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ).

Weblinks

Einzelnachweise


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Sabine Dörlemann — Die Dörlemann Verlag AG ist ein 2003 gegründeter Schweizer Buchverlag für Belletristik und Sachbücher mit Sitz in Zürich. Das Verlagshaus hat sich besonders mit Übersetzungen international renommierter, aber im deutschsprachigen Raum noch wenig… …   Deutsch Wikipedia

  • Patrick Leigh Fermor — Sir Patrick Leigh Fermor DSO, OBE (* 11. Februar 1915 in London; † 10. Juni 2011[1][2] in Worcestershire) war ein britischer Schriftsteller und SOE Agent. 1944 war er eine der Schlüsselfiguren bei der abenteuerlichen Entführung des deutschen… …   Deutsch Wikipedia

  • Die Zeit der Gaben — Sir Patrick Leigh Fermor DSO, OBE (* 11. Februar 1915 in London) ist ein britischer Autor und ehemaliger SOE Agent. 1944 war er eine der Schlüsselfiguren bei der abenteuerlichen Entführung des deutschen Garnisonskommandanten von Kreta, Heinrich… …   Deutsch Wikipedia

  • Dag Solstad — (* 16. Juli 1941 in Sandefjord) gehört zu den wichtigsten Gegenwartsautoren aus Norwegen. Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines …   Deutsch Wikipedia

  • Martha Gellhorn — mit Ernest Hemingway, umringt von chinesischen Soldaten (1941) Martha Gellhorn (* 8. November 1908 in St. Louis; † 15. Februar 1998 in London) war eine US amerikanische Journalistin und Schriftstellerin …   Deutsch Wikipedia

  • Ivan Bunin — Iwan Alexejewitsch Bunin Iwan Alexejewitsch Bunin (russisch Иван Алексеевич Бунин, wiss. Transliteration Ivan Alekseevič Bunin ; * 10. Oktoberjul./ 22. Oktober 1870greg. in …   Deutsch Wikipedia

  • Iwan Bunin — Iwan Alexejewitsch Bunin Iwan Alexejewitsch Bunin (russisch Иван Алексеевич Бунин, wiss. Transliteration Ivan Alekseevič Bunin ; * 10. Oktoberjul./ 22. Oktober 1870greg. in …   Deutsch Wikipedia

  • Ivan Turgenev — Ilja Repin: Iwan Turgenew Iwan Sergejewitsch Turgenew (oft auch nach einer älteren Transkription Turgenjew, russisch Иван Сергеевич Тургенев, wiss. Transliteration Ivan Sergeevič Turgenev; * 28. Oktoberjul./ 9. November …   Deutsch Wikipedia

  • Ivan Turgenjev — Ilja Repin: Iwan Turgenew Iwan Sergejewitsch Turgenew (oft auch nach einer älteren Transkription Turgenjew, russisch Иван Сергеевич Тургенев, wiss. Transliteration Ivan Sergeevič Turgenev; * 28. Oktoberjul./ 9. November …   Deutsch Wikipedia

  • Ivan Turgenjew — Ilja Repin: Iwan Turgenew Iwan Sergejewitsch Turgenew (oft auch nach einer älteren Transkription Turgenjew, russisch Иван Сергеевич Тургенев, wiss. Transliteration Ivan Sergeevič Turgenev; * 28. Oktoberjul./ 9. November …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.