Afrikanische Baumschlange
Afrikanische Baumschlange
Systematik
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Trugnattern (Boiginae)
Gattung: Afrikanische Baumschlangen
Art: Afrikanische Baumschlange
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Dispholidus
Duvernoy 1832
Wissenschaftlicher Name der Art
Dispholidus typus
(A. Smith 1829)

Die Afrikanische Baumschlange (Dispholidus typus), besser bekannt als Boomslang, ist eine Trugnatter die in Afrika südlich der Sahara, von Äthiopien und Senegal bis ins Kapland vorkommt. Sie hält sich vor allem auf Bäumen und Büschen in Baumsavannen und Galeriewäldern von trockenen Gebieten auf.

Merkmale

Die 130 bis 180 cm (nur sehr wenige Tiere werden länger als 180 cm) lange Boomslang ist eine schlanke, langschwänzige Baumschlange mit deutlich abgesetztem Kopf, auffallender kurzer Schnauze und großen Augen. Die Farbvarianten sind zahllos, sie kommen von einfarbig grün über braun oder schwarz vor, oft sind die Schuppen mit schwarzen Zeichnungen versehen. Die auffällig gemusterten Tiere sind meistens Männchen, dagegen sind Weibchen fast ausschließlich einfarbig braun. Die Rückenschuppen sind gekielt, wobei die der Halsregion einen eigenartig gefalteten Eindruck macht.

Lebensweise

Diese tagaktive Schlange bewegt sich sehr geschickt im dichten Astwerk von Bäumen und Büschen. Dabei hält sie öfter mit aufgerichteten Körper inne und lauert auf Beute. Sie bewegt sich selten auf dem Boden.

Als Nahrung dienen vorwiegend Chamäleons, seltener Vögel, andere Echsen, kleine baumlebende Säuger, Frösche und Vogeleier. Dabei wird die Beute nicht erdrosselt, sondern solange mit den Zähnen festgehalten, bis die Giftwirkung eintritt. Die Giftzähne dieser opistoglyph bezahnten Art (mit verlängerten und gefurchten hinteren Zähnen versehen) sind außergewöhnlich weit nach vorne gerückt, so dass bei einem Abwehrbiss auch in die menschliche Haut eingedrungen werden kann. Das sehr wirksame Gift bewirkt Blutungen der inneren Organe, der Schleimhäute und der Haut. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass die Vergiftungssymptome zum Teil mit erheblicher Verspätung (mehr als 48 Stunden) eintreten können. Boomslangs haben schon mehrfach menschliche Todesfälle verursacht. Diese Unfälle passierten meistens beim Fang der Tiere. Gewöhnlich sind D. typus eher scheu und keineswegs beißfreudig, in die Enge getrieben blähen sie den Körper auf und öffnen das Maul zur Abschreckung.

Die Boomslang ist ovipar (eierlegend) und legt ihre 10 bis 25 Eier beispielsweise in Baumhöhlen. Zur Entwicklung benötigen die Eier mit drei bis sechs Monaten ungewöhnlich lange. Die Jungtiere sind bräunlich gefärbt und besitzen ein relativ großen Kopf, der nur aus den kräftigen smaragdgrünen Augen zu bestehen scheint.


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