Afrikanische Diaspora

Der Begriff Afrikanische Diaspora (engl.: "People of African Heritage") bezeichnet die Gesamtheit der geographisch vom Mutterkontinent Afrika entfernt lebenden Menschen afrikanischer Herkunft.

Dazu zählen Afroamerikaner (bzw. Afrokanadier) in Nordamerika, in der Karibik und in Südamerika ebenso wie Nachfahren afrikanischer Migranten in Europa (z. B. Afrodeutsche), Asien und der restlichen Welt. Der Hauptanteil der Afrikanischen Diaspora entstand hierbei durch den transatlantischen Sklavenhandel mit der heute entsprechend größten Population in Brasilien (Afrobrasilianer).

Der Begriff bezeichnet allgemein das gemeinsame kulturelle Erbe dieser Menschen/Gemeinschaften, ihrer afrikanischen Wurzeln bzw. Identität und entspricht einer afrozentrischen Weltanschauung.

Manche Vertreter des Panafrikanismus sehen in bestimmten Ureinwohnergemeinschaften der Halbinsel von Malaysia, Neuguineas, Indiens, Melanesiens und Mikronesiens Angehörige der Afrikanischen Diaspora.

Die Afrikanische Union hat diese definiert als "bestehend aus Menschen afrikanischen Ursprungs, die unbeschadet ihrer Staatsbürgerschaft und Nationalität außerhalb des Kontinents leben und die willens sind, zur Entwicklung des Kontinents und zum Aufbau der Afrikanischen Union beizutragen."[1]

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. Report of the meeting of experts from member states on the definition of the African Diaspora, Afrikanische Union, Addis Abbeba, 11.-12. April 2005

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