Afrikanisches Christentum

Afrikanische Kirchen sind jene Gemeinden und Sonderformen des Christentums in Afrika, die nicht von europäischen oder amerikanischen Missionaren oder Kolonialisten der Neuzeit gegründet wurden. Neben den Altorientalischen Kirchen in Nordost- und Ostafrika sind damit vor allem neuzeitliche sogenannte Schwarzafrikanische Kirchen südlich der Sahara gemeint.

Diese Kirchen im subsaharischen Afrika sind oftmals so stark mit messianistischen, synkretistischen, mystischen und animistischen, teilweise auch islamischen und jüdischen Elementen vermischt, dass sie teilweise eher Afrikanischen Religionen oder Sekten als noch dem Christentum zugeordnet werden können.

Angeblich sollen mehr als ein Drittel aller afrikanischen Christen diesen unabhängigen Kirchen folgen. [1] Anderen Angaben zufolge sollen es mindestens ein Fünftel sein. [2]

Literatur

  1. Pauw, C., 1995. „African Independent Churches as a 'People's Response' to the Christian Message“, Journal for the Study of Religion, 8 (1)
  2. 37 bis 46 Millionen Anhänger altorientalischer Kirchen (Summe der Einzelangaben zu den betreffenden Staaten Afrikas nach Auswärtigem Amt, Brockhaus, CIA World Fact Book, Fischer Weltalmanach, Harenberg aktuell, Spiegel Jahrbuch, US Departement of State, Religious Freedom Report und MSN Encarta) zuzüglich 5 bis 10 Millionen Kimbanguisten, 4 Millionen Zion-Christen, 3 Millionen Legio-Maria-Katholiken und 15-20 Millionen Anhänger westafrikanischer Mischreligionen, ergeben über 80 Millionen unabhängige Gläubige bei einer Gesamtzahl von bis zu 400 Mio afrikanischen Christen.

Siehe auch


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