After the Gold Rush
After the Gold Rush
Studioalbum von Neil Young
Veröffentlichung 1970
Label Virgin Records
Format CD, LP, MC
Genre Singer-Songwriter / Folk-Rock
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 35 min 10 s

Besetzung

  • Neil Young: Gitarre, Klavier, Harmonica, Vibraphon, Gesang
  • Danny Whitten: Gitarre, Gesang
  • Nils Lofgren: Klavier, Gesang
  • Jack Nitzsche: Klavier
  • Billy Talbot: Bass
  • Greg Reeves: Bass
  • Ralph Molina: Schlagzeug, Gesang
  • Bill Peterson: Flügelhorn
  • Stephen Stills: Gesang
Studio u. a. Sunset Sound Studios, Los Angeles
Chronologie
Everybody Knows This Is Nowhere
(1969)
After the Gold Rush Harvest
(1972)

After the Gold Rush ist das dritte Album von Neil Young. Es erschien 1970 als eines von vier Soloalben der Mitglieder von Crosby, Stills, Nash and Young (CSNY), die wegen ihrer kurzzeitigen Veröffentlichung nach dem Erfolgsalbum Déjà Vu besondere Beachtung fanden. Das Album erreichte Platz 8 in den Billboard-Albumcharts, die beiden Single-Auskopplungen Only Love Can Break Your Heart und When You Dance I Can Really Love belegten Platz 33 und 93 in den Billboard Hot 100.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Neil Youngs drittes Soloalbum entstand in einer der markantesten Phasen seiner Karriere: Innerhalb eines Zeitraums von weniger als einem Jahr spielte er zwei Soloalben und CSNYs Déjà Vu ein. Das Nachfolgealbum Harvest, das Platz 1 der Billboart-Charts erreichen und ihn endgültig als Star etablieren sollte, konnte er wegen einer Rückenverletzung allerdings erst 1972 aufnehmen. Gegenüber dem experimentellen Stilmix, der seine Arbeit mit Buffalo Springfield in den Vorjahren geprägt hatte, setzte Young auf After the Gold Rush mehr auf einen Mix aus Hardrock und Country- und Folk-beeinflussten Akustik-Elementen, vergleichbar mit CSNY und dem direkten Vorgängeralbum Everybody Knows This Is Nowhere.

Der autorisierten Young-Biographie Shakey zufolge wollte Young seine Begleitband aus Musikern seiner Weggefährten Crazy Horse und CSN zusammenstellen. Neben Crazy Horse sind Stephen Stills und der CNSY-Bassist Greg Reeves auf dem Album vertreten. Die ersten Sessions wurden mit Crazy Horse in den Sunset Sound Studios in Los Angeles während einer Wintertournee durchgeführt, bei der es auch zu einem Auftritt mit Steve Miller und Miles Davis im Fillmore East kam. Nachdem sich die Verfassung des Rhythmusgitarristen Danny Whitten während der Sessions einschneidend verschlechterte, konnte lediglich der Track I Believe in You eingespielt werden. Neben When You Dance I Can Really Love ist dieser der einzige Auftritt von Crazy Horse. Whitten spielt zusätzlich auf Southern Man.

Der Großteil des Albums wurde im Frühling 1970 in einem provisorischen Kellerstudio in Youngs Haus in Topanga aufgenommen. Die Begleitband bestand aus Bassist Greg Reeves, Schlagzeuger Ralph Molina von Crazy Horse und Nils Lofgren von der Band Grin aus Washington am Klavier. Dem 18jährigen Talent Lofgren, der vor den Sessions niemals regelmäßig Klavier oder Keyboard gespielt hatte, diesen Part zu überlassen gilt als Anekdote für die eigensinnigen Entscheidungen Youngs. Lofgren schloss sich später gemeinsam mit Jack Nitzsche, einem weiteren Protegee Youngs, für kurze Zeit einer erweiterten Formation von Crazy Horse an. 1984 stieg er bei Bruce Springsteens E-Street-Band ein.

Wirkung

Die Kritik war nicht auf Anhieb vom Album überzeugt. Die erste Rezension des Rolling Stone begann mit den Zeilen:

„Neil Youngs Fangemeinde wird in den kommenden Wochen vermutlich vergeblich bemüht sein, sich einzureden, dass After the Gold Rush gute Musik sei. Aber das ist Selbstbetrug. Denn obwohl das Album stellenweise hochwertiges Material enthält, sticht keiner der Songs aus der gleichförmigen, trägen Oberfläche hervor.“

Wie bei Young-Veröffentlichungen üblich, korrigierten die Kritiker ihre Meinungen im Nachhinein nach oben. Inzwischen zählt After the Gold Rush zu den Meilensteinen in Youngs Karriere. Ink Blot umschreibt eine aktuellere kritische Auffassung des Albums:

„Als eines seiner am wenigsten stilisierten Werke profitiert des Album nicht nur von seinem starken Songwriting, sondern auch von dem breiten Feld an musikalischen Persönlichkeiten, die Neil hier verkörpert. […] Die Vielfalt und Qualität der Songs lässt After the Goldrush wie ein Greatest Hits Album scheinen, welches es wundersamerweise nicht ist.“

1998 wählten die Leser des Q Magazines After the Gold Rush bei der Wahl des besten Albums aller Zeiten auf Platz 89. In einer 2005 durchgeführten Umfrage des britischen Channel 4 erreichte es Platz 92. Der Rolling Stone ernannte es zum 71.-besten Album aller Zeiten.

Der Rapper und Sänger Everlast coverte das Stück Only Love Can Break Your Heart 1999 für den Soundtrack zum Film Big Daddy. Bereits 1984 hatte Stephen Stills dasselbe Stück für sein Album Right By You gecovert.

Titelliste

  1. Tell Me Why – 2:54
  2. After the Gold Rush – 3:45
  3. Only Love Can Break Your Heart – 3:05
  4. Southern Man – 5:41
  5. Till the Morning Comes – 1:17
  6. Oh, Lonesome Me – 3:47
  7. Don't Let It Bring You Down – 2:56
  8. Birds – 2:34
  9. When You Dance I Can Really Love – 3:44
  10. I Believe in You – 3:24
  11. Cripple Creek Ferry – 1:34

Alle Songs von Neil Young, außer Oh, Lonesome Me von Don Gibson

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