Agapornis pullarius
Orangeköpfchen
Orangeköpfchen (Agapornis pullarius)

Orangeköpfchen (Agapornis pullarius)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Edelpapageien (Psittaculinae)
Gattung: Unzertrennliche (Agapornis)
Art: Orangeköpfchen
Wissenschaftlicher Name
Agapornis pullarius
(Linnaeus 1758)

Das Orangeköpfchen (Agapornis pullarius) ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis.

Das Verbreitungsgebiet des Orangeköpfchen erstreckt sich auf Angola, Guinea, Sudan, Äthiopien und Tansania. Der Lebensraum sind sehr lichte Wälder sowie offenes Grasland der Tiefebene. Orangeköpfchen sind überwiegend in Gruppen von fünfzehn bis zwanzig Vögel anzutreffen. Ihre Nahrung finden sie überwiegend am Boden. Grassamen sowie Früchte, Beeren und Knospen. Ihre Bruthöhle bauen sie überwiegend in Höhlungen in Termitenbauten, die sich auf Bäumen befinden [1]. Diese polstern sie mit Gras und anderem Materialien auf. Die Nutzung von Termitenbauten als Brutort ist innerhalb der Gattung der Unzertrennlichen ungewöhnlich. Mehrere Arten wie beispielsweise das Schwarzköpfchen und das Erdbeerköpfchen bauen kobelförmige Nester mit einem seitlichen Eingang. Der Bergpapagei und das Grauköpfchen bauen nur eine schlichte Nestunterlage. Das Rosenköpfchen dagegen brütet in einem becherförmig gebauten Nest [2].

Orangeköpfchen haben eine Körperlänge von etwa 14 Zentimeter und wiegen 38 Gramm. Die Grundfärbung des Körpergefieders ist ein lichtes Grün, das auf der Körperoberseite etwas dunkel ist. Die Stirn und das Gesicht sind orangerot befiedert. Der Bürzel hat eine hellblaue Farbe. Die Geschlechter können daran unterschieden werden, dass Männchen schwarze Unterflügeldecken haben, während die bei Weibchen grün sind. Grundsätzlich ist die orangerote Gesichtsfärbung beim Weibchen weniger stark ausgeprägt als beim Männchen.

Bis in die 1960er Jahre wurden Orangeköpfchen immer wieder als Ziervogel nach Europa importiert. Sie sind aber grundsätzlich schwierig zu haltende Vögel, die nur mit Mühe einzugewöhnen sind. Nachzuchten gelingen in der Regel nur erfahrenen Züchtern.

Einzelnachweise

  1. Low, S. 167
  2. Lantermann, S. 461

Literatur

  • Rosemary Low: Das Papageienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8001-7191-0
  • Werner Lantermann: Papageienkunde, Parey Buchverlag, Berlin 1999, ISBN 3-8263-3174-5

Weblinks


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