Agapornis taranta
Tarantapapagei
weiblicher und männlicher Tarantapapagei

weiblicher und männlicher Tarantapapagei

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Edelpapageien (Psittaculinae)
Gattung: Unzertrennliche (Agapornis)
Art: Tarantapapagei
Wissenschaftlicher Name
Agapornis taranta
(Stanley, 1814)

Der Bergpapagei (Agapornis taranta), auch Taranta- oder Tarantinerpapagei genannt, ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis.

Das Verbreitungsgebiet der Bergpapageien erstreckt sich auf das Hochland Äthiopiens. Sie besiedeln dort die bewaldeten Plateaus in Höhenlagen zwischen 1300 und 3200 Meter über Normalnull. Sie fressen bevorzugt Feigen und Wacholderbeeren. Auf der Suche nach Nahrung suchen sie gelegentlich auch tiefer gelegene Täler auf.

Die Körperlänge der Bergpapageien beträgt etwa siebzehn Zentimeter. Männchen wiegen durchschnittlich 44 Gramm, die Weibchen hingegen 53 Gramm [1]. Bei beiden Geschlechtern ist die Grundfärbung des Körpergefieders ein Grün. Bergpapageien weisen im Körpergefieder ansonsten einen Geschlechtsdimorphismus auf. Nur beim Männchen kommen rote Federn vor. Bei ihm sind die Stirn, die Augenzügel sowie ein schmaler Ring um die Augen rot. Beim Weibchen fehlen jegliche rote Federn. Bei beiden Geschlechtern ist der Schnabel von leuchtend roter Farbe. Die Iris ist dunkelbraun.

Bergpapageien haben eine ungewöhnliche Weise, Nistmaterial zum Brutort zu transportieren. Sie klemmen die Zweige, Rinden und andere Pflanzenteile im Gefieder fest. Während das Pfirsichköpfchen, Erdbeerköpfchen und die Schwarzköpfchen kobelförmige Nester mit einem seitlichen Eingang bauen, besteht bei Bergpapagei ähnlich wie beim Grauköpfchen das Nest nur aus einer Art Nestunterlage [2].

Bergpapageien wurden erstmals zu Beginn des 19. Jahrhundert als Ziervögel importiert. Bereits 1809 wurden erstmals in Österreich Bergpapageien in menschlicher Obhut gezüchtet [3]. Nachzuchten sind danach nur unregelmäßig erfolgt. Bergpapageien gehören daher zu den selten in menschlicher Obhut gepflegten Vögeln.

Literatur

  • Rosemary Low: Das Papageienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8001-7191-0
  • Werner Lantermann: Papageienkunde, Parey Buchverlag, Berlin 1999, ISBN 3-8263-3174-5

Quellen

  1. Low, S. 171
  2. Lantermann, S. 461
  3. Low, S. 172

Weblinks


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