Aghoris
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Die Aghoris sind eine radikale, religiöse Gemeinschaft des tantrischen Hinduismus in Südindien. Sie heben sich besonders durch ihre eminente Ablehnung der traditionell und soziologisch begründeten Konventionen (Werte) ab. Ihr Name bezieht sich auf Aghora (Sanskrit: nicht schrecklich), eine euphemistische Bezeichnung des Gottes Shiva.

Die Aghoris verhalten sich nach dem Vorbild ihres Gottes, so essen sie rohes Fleisch frisch nach der heiligen Schlachtung. Ihre Religionsansicht bedingt ebenso, sich mit den unangenehmen Dingen des Lebens zu befassen. Hierzu gehören das Einreiben mit kremierter menschlicher Asche von verstorbenen Stammesmitgliedern, als das Trinken von Eigen-Urin zur Stärkung des Lebensgeistes. Die zentrale Göttlichkeit Shiva soll durch diese Kasteiungen versöhnlich gestimmt werden und eine innerliche Reinigung bewerkstelligen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Aghori hochprozentigem Alkohol durchaus zusprechen, da dieser in viele Beschwörungs- und Totenrituale - als Vergeistigung des Verstands und der Erfahrung - implementiert ist.

Literatur

  • Olaf Ihlau, Weltmacht Indien. Die neue Herausforderung der Westens, Bonn 2006, S. 175 ff.
  • Jonathan P. Parry, Death in Banaras. Cambridge University Press 1994.

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