Agnieszka Radwańska
Agnieszka Radwańska Tennisspieler
Agnieszka Radwańska
Nationalität: PolenPolen Polen
Geburtstag: 6. März 1989
Größe: 172 cm
Gewicht: 56 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Robert Piotr Radwański (Vater)
Preisgeld: 6.950.135 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 289:134
Karrieretitel: 7 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 8 (22. Februar 2010)
Aktuelle Platzierung: 8
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 104:79
Karrieretitel: 2 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 16 (10. Oktober 2011)
Aktuelle Platzierung: 16
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 14. November 2011

Agnieszka Roma Radwańska ( anhören?/i) (* 6. März 1989 in Krakau) ist eine polnische Tennisspielerin. Sie spielt wie ihre jüngere Schwester Urszula Radwańska für Nadwiślan Kraków (Krakau). Sie gewann 2005 in Wimbledon und 2006 bei den French Open den Titel bei den Juniorinnen. Von Juli 2008 bis September 2010 war, und seit Oktober 2011 ist sie Top-Ten-Spielerin der WTA Tour.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Im Jahr 2005 gewann sie in der Junioren-Klasse das Turnier von Wimbledon. Dabei schlug sie im Finale die Österreicherin Tamira Paszek 6:3 und 6:4.

2006

Im Mai 2006 machte sie auf der Profitour erstmals auf sich aufmerksam, als sie beim Tier-II-Turnier in Warschau in der ersten Runde Anastassija Myskina in drei Sätzen besiegte und erst im Viertelfinale an Jelena Dementjewa scheiterte.

Am 11. Juni gewann die Polin ohne Satzverlust die French Open bei den Juniorinnen. Im Finale besiegte sie die Russin Anastassija Pawljutschenkowa 6:4, 6:1. Mit dem Erreichen der Spitze der ITF-Rangliste erhielt sie eine Wild Card für das Hauptfeld in Wimbledon.

Gleich bei ihrem Wimbledon-Debüt erreichte Radwańska als zweite Polin in der Geschichte die vierte Runde, wo sie gegen die spätere Halbfinalistin Kim Clijsters verlor.

Im August qualifizierte sie sich für das Hauptfeld der US Open, wo sie in der zweiten Runde an Tatiana Golovin scheiterte.

Im September bewies Radwańska einmal mehr, dass sie keine Angst vor großen Namen hat. Beim Tier-II-Turnier in Luxemburg eliminierte sie nach überstandener Qualifikation die ehemalige Nr. 1 Venus Williams sowie die an 1 gesetzte Jelena Dementiewa und unterlag erst im Halbfinale Francesca Schiavone in drei Sätzen.

Das Jahr beendete sie auf Rang 57 der WTA-Weltrangliste. Für ihre Saisonleistungen wurde sie im März 2007 in Miami mit dem Sony Ericsson Award als Newcomerin des Jahres ausgezeichnet.

2007

Das Jahr begann für Radwańska zunächst ohne große Erfolge. In Indian Wells fand sie wieder ihre Vorjahresform: im Match gegen die haushohe Favoritin Lucie Šafářová vergab Radwańska drei Matchbälle, ehe sie 3:6, 7:6(2), 6:7(4) verlor. In Miami konnte sie sich steigern und bezwang ohne Probleme Shenay Perry (6:2, 6:1) und Jie Zheng (6:3, 6:4). In Runde 3 gegen die ehemalige Weltranglistenerste Martina Hingis verspielte sie im ersten Satz eine 4:2-Führung, gewann den zweiten Satz mit einer Mischung aus offensivem und variantenreichem Spiel und war im dritten Satz dann klar die Stärkere - sie besiegte die Nummer 6 der Welt am Ende mit 4:6, 6:3, 6:2.

Nach weiteren guten Resultaten gelang Radwańska im Juli der Durchbruch, als sie in Stockholm ohne Satzverlust ihr erstes WTA-Turnier gewinnen konnte. Im Finale besiegte sie Vera Dushevina klar mit 6:1, 6:1. Bei den US Open gelang ihr die nächste Sensation, als sie die an 2 gesetzte Russin Marija Scharapowa in der dritten Runde aus dem Turnier warf. Die Russin hatte vor allem im dritten Satz, den sie mit 2:6 deutlich verlor, der Aggressivität der Polin nichts entgegenzusetzen.

Das Jahr 2007 beendete Radwańska auf Rang 26 der WTA-Weltrangliste.

2008

Nach einem misslungenem Start in die Saison in Hobart erreichte Radwańska bei den Australian Open ihr erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier, indem sie Svetlana Kuznetsova und Nadja Petrowa besiegte. Kurz darauf konnte sie ihren zweiten WTA-Titel in Pattaya City gewinnen. Nach guten Ergebnissen bei Tier-I-Turnieren in Doha (Halbfinale) und Indian Wells (Viertelfinale) gewann sie das Tier-III-Turnier in Istanbul, wo sie im Finale gegen Jelena Dementjewa 6:3, 6:2 gewann. Nach dem Turnier überschritt sie beim Preisgeld als erste Polin überhaupt die 1-Million-Dollar-Marke. Bei den French Open zog sie zum ersten Mal ins Achtelfinale ein. Nach der verletzungsbedigten Absage in Birmingham startete sie mit dem größten Karrierenerfolg in die Rasensaison. Sie gewann das Turnier in Eastbourne durch einen Finalsieg über Nadja Petrowa. Bei den Wimbledon Championships erreichte sie mit einem dramatischen Dreisatzsieg über Swetlana Kusnezowa das zweite Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Im sechsten Aufeinandertreffen der beiden Spielerinnen war dies der zweite Sieg für Radwańska, beide bei Grand-Slam-Turnieren. Durch den Einzug ins Viertelfinals wurde sie ab dem 7. Juli erstmals unter den Top Ten der WTA-Weltrangliste geführt.

2009

Sie bestätigte die im Vorjahr erzielten Leistungen und beendete die Saison wiederum als Zehnte der Weltrangliste.

2010

Bei den Hartplatzturnieren in den USA erzielte sie erneut beachtenswerte Erfolge: Im Finale von San Diego verlor sie gegen die Russin Swetlana Kusnezowa, in den Halbfinalpartien von Indian Wells, Dubai und Stanford unterlag sie Caroline Wozniacki, Wiktoryja Asaranka bzw. Marija Scharapowa und im Viertelfinale von Miami und Montreal scheiterte sie an Venus Williams bzw. an Swetlana Kusnezowa. Allerdings lief es bei den Grand-Slam-Turnieren nicht nach Wunsch: Ihr bestes Ergebnis war das Erreichen des Achtelfinals in Wimbledon, wo sie gegen die Chinesin Li Na glatt in zwei Sätzen den Kürzeren zog. Sie musste die Saison wegen einer gebrochenen Zehe vorzeitig beenden.

2011

Guter Start in die Saison mit einem Viertelfinale bei den Australian Open, wo sie der späteren Siegerin Kim Clijsters unterlag. Auch in Doha war gegen Swetlana Kusnetsowa im Viertelfinale Schluss. Nur bis zum Achtelfinale kam Radwańska in Indian Wells (Niederlage gegen Asaranka) wie später auch in Roland Garros (gegen Scharapowa). Beim Rasenturnier in Eastbourne schied sie im Viertelfinale gegen die spätere Wimbledon-Siegerin Petra Kvitová aus. In Wimbledon selbst musste sie sich bereits in Runde 2 der formstarken Tschechin Petra Cetkovská geschlagen geben.

Die Hartplatzsaison begann für Radwanska in Stanford mit einem Viertelfinaleinzug (Niederlage gegen die deutsche Saison-Überraschung Sabine Lisicki). In Carlsbad folgte nach Siegen u.a. über Andrea Petković und Wera Swonarjowa endlich wieder ein Titelgewinn - ihr fünfter auf der WTA-Tour.

Turniersiege

Einzel

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 8. Mai 2007 SchwedenSchweden Stockholm WTA Tier IV Hart RusslandRussland Wera Duschewina 6:1, 6:1
2. 10. Februar 2008 ThailandThailand Pattaya WTA Tier IV Hart Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jill Craybas 6:2, 1:6, 7:64
3. 25. Mai 2008 TurkeiTürkei Istanbul WTA Tier III Sand RusslandRussland Jelena Dementjewa 6:3, 6:2
4. 22. Juni 2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne WTA Tier II Rasen RusslandRussland Nadja Petrowa 6:4, 611:7, 6:4
5. 7. August 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego WTA Premier Hart RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:3, 6:4
6. 1. Oktober 2011 JapanJapan Tokio WTA Premier 5 Hart RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:3, 6:2
7. 9. Oktober 2011 China VolksrepublikChina Peking WTA Premier Mandatory Hart DeutschlandDeutschland Andrea Petković 7:5, 0:6, 6:4

Doppel

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 27. Mai 2007 TurkeiTürkei Istanbul WTA Tier III Sand PolenPolen Urszula Radwańska Chinese TaipeiChinese Taipei Yung-Jan Chan
IndienIndien Sania Mirza
6:1, 6:3
2. 3. April 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Premier Mandatory Hart SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
RusslandRussland Nadja Petrowa
7:65, 2:6, [10:8]

Leistungen – Übersicht

Turniere 2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 Karriere
Australian Open VF 3R 1R VF 2R VF
French Open AF 2R AF AF 1R AF
Wimbledon 2R AF VF VF 3R AF VF
US Open 2R 2R 2R AF AF 2r AF
WTA Tour Championships RR RR RR RR
Gespielte Turniere (14) 18 24 23 22 15 8 110
Finalteilnahmen (2) 1 1 3 1
Gewonnene Titel 3 0 0 3 1 0 0 0
Jahresendplatzierung 8 14 10 10 26 61 381 N/A

Privatleben

Radwańska kommt aus einer Sportlerfamilie. Ihr Großvater Władysław war Hockeyspieler bei Cracovia Kraków. Ihr Vater (gleichzeitig ihr Trainer) Robert Piotr Radwański spielte Tennis beim KS Nadwiślan Kraków. Ihre Mutter kümmert sich als Buchhalterin um die Finanzen der Töchter.

Geboren in Krakau, verbrachte sie ihre ersten Jahre im deutschen Gronau (Westf.), wo ihr Vater als Tennistrainer beim TV Grün-Gold arbeitete.

Im Juni 2007 machte Agnieszka Radwańska ihr Abitur.

Weblinks

 Commons: Agnieszka Radwańska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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