Agropastoralismus

Agropastoralismus (aus lat. ager Acker und pastor Hirte, Hüter ) bezeichnet eine Kombinationsform von Landwirtschaft mit Viehhaltung. Agropastoralisten können sesshaft, in Transhumanz oder nomadisch leben. Sesshaftigkeit ergibt sich durch eine bodenfeste Behausung, die das Jahr über genutzt wird. Es werden keine mehrtägigen Wanderungen zur Futtersuche wie etwa beim Nomadismus durchgeführt.

Agropastoralismus ist eine Form des Halbnomadismus.

Primäre Wirtschaftsgrundlage beim Nomadismus ist die Viehhaltung mit Schaf, Ziege, Kamel/Dromedar, Rind/Yak und/oder Pferd auf Naturweide. Im periodischen Rhythmus werden zum Teil große räumliche Distanzen zurückgelegt, um Futter und Wasser zu finden. Die vornehmliche Subsistenzwirtschaft des Nomadentums kann durch begrenzten Absatz von tierischen Erzeugnissen auf Lokalmärkten, Handel, räuberische Überfälle, Transport- und Militärdienste sowie Tributzahlungen erweitert werden.

Agropastoralismus herrscht dann, wenn dem Getreideanbau eine wirtschaftliche oder existenzsichernde Bedeutung zukommt. Nomaden wechseln durch den Zwang der Futtersuche ihren Siedlungsplatz und besitzen daher leicht bewegliche oder natürliche Behausungen. Sie leben in (Teil-)Stämmen, Sippen oder Clans, (Groß-)Familien oder In-Gruppen.

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