Ahmed Jibril

Ahmed Jibril (arabischأحمد جبريل‎‎; * 1928) ist der Gründer und Führer der Gruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando (PFLP-GC), Teil einer linksgerichteten säkularisierten palästinensischen Ablehnungsfront, so genannt weil sie Vorschläge eines friedlichen Zusammenlebens mit Israel ablehnen.

Seit ihrer Entstehung 1968 hat die PFLP-GC zahlreiche Anschläge gegen israelische und andere Ziele ausgeübt, sowohl militärische als auch zivile.

Jibrils Sohn, Dschihad Ahmed Jibril, der den militärischen Flügel der PFLP-GC leitete und als Nachfolger Jibrils vorgesehen war, wurde durch eine Autobombe in Beirut am 20. Mai 2002 getötet.

Inhaltsverzeichnis

Frühes Leben

Jibril wurde in Jaffa, heute in Israel, im Jahre 1928 geboren, aber seine Familie zog nach Syrien, wo er aufwuchs und auch als Armeehauptmann diente. Er gründeten 1959 die Palestinänsische Befreiungsfront und vereinigte sich mit George Habasch, um 1967 die Volksfront für die Befreiung Palästinas zu gründen, eine kommunistische bewaffnete Bewegung, die dem Nationalismus von Jassir Arafats Fatah-Bewegung gegenüberstand.

Spaltung von der PFLP

Jibril spaltete sich von der PFLP wegen des Streites zwischen Habasch und der syrischen Regierung ab. Jibril war nicht beirrt in seiner Unterstützung Syriens und seine Gruppe blieb in Damaskus.

Obwohl während vieler Jahrzehnte die Ideologie der PFLP-GC größtenteils identisch mit der von der PFLP war, machte Jibril keinen Abstrich von seinem Glauben, dass Palästina nur durch den militärischen Sieg befreit werden könne. Er verband sich mit Habasch und anderen Splittergruppen in der sogenannten "Ablehnungsfront", die Verhandlungen jeglicher Art mit der israelischen Regierung ablehnte. Jibril hat eine Reihe von erfindungsreichen Angriffen gestartet, u. a. die "Nacht der Hängegleiter" (1988).

Am 7. Mai 2001 brachte die israelische Marine ein palästinensisches Boot, das mit schweren Waffen beladen war, im Hafen von Haifa auf. Es wird geglaubt, dass Jibril hinter der Waffenlieferung steckt, die für den Gazastreifen bestimmt war.

Beziehungen zu islamistischen Staaten

Jibril war der erste palästinensische Militante der alten Schule, der die Hilfe der Islamischen Republik Iran, der Hisbollah und des Islamischen Dschihad suchte. Anders als George Habasch, ein griechisch-orthodoxer Christ, war Jibril als Moslem in der Lage islamischen Radikalismus und seine marxistische Ideologie in Einklang zu bringen. Zu Beginn der 1990er-Jahre, mit dem Aufstieg der Hamas im Gazastreifen und dem Westjordanland hörte Jibril auf, die Hauptbedrohung für die Israelis zu sein.

Weblinks

[1] Eine Serie von Interviews mit Al-jazeera (2004) (arabisch).


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