Ahmet Davutoğlu
Ahmet Davutoğlu (5. Juni 2009)

Ahmet Davutoğlu (* 26. Februar 1959 im Landkreis Taşkent der Provinz Konya) ist ein türkischer Politologe, Politiker und derzeitiger Außenminister der Republik Türkei.

Er absolvierte das renommierte İstanbul Lisesi sowie die Fakultät für Wirtschaft und Politikwissenschaft der Boğaziçi Üniversitesi. Seine Masterarbeit schrieb Davutoğlu am Institut für Staatsverwaltung und seine Dissertation am Institut für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen derselben Universität. Zwischen 1990 und 1995 arbeitete er an der Marmara Üniversitesi. 1993 wurde er Dozent und 1999 Professor. Davutoğlu war Vorstand des Institutes für Internationale Beziehungen an der Beykent Üniversitesi. Seit dem Wahlsieg der AKP war Davutoğlu Chefberater des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan für Außenpolitik.

Professor Davutoğlu wurde durch den Beschluss des türkischen Staatspräsidenten Ahmet Necdet Sezer und dem Ministerpräsidenten Abdullah Gül vom 17 Januar 2003 zum Botschafter ernannt.[1] Am 1. Mai 2009 gab der Ministerpräsident die Kabinettsrevision bekannt, wonach Davutoğlu Ali Babacan als Außenminister ersetzt.[2] Ahmet Davutoğlu gilt als stärkster Vertreter der neuen multi-dimensionalen türkischen Außenpolitik. Sein Werk Stratejik Derinlik (strategische Tiefe) gilt als Standardwerk dieser neuen Außenpolitik.

Werke

  • Alternative Paradigms: The impact of Islamic and Western Weltanschauungs on political theory. University Press of America, Lanham 1993, ISBN 0-8191-9046-2.
  • Civilizational transformation and the Muslim world. Mahir, Kuala Lumpur 1994, ISBN 983-70-0313-8.
  • Stratejik Derinlik: Türkiye'nin Uluslararası Konumu. Küre Yayınları, Istanbul 2001, ISBN 975-661400-5.
  • Küresel Bunalım: 11 Eylül konuşmaları. Küre Yayınları, Istanbul 2002, ISBN 975-661407-2.

Weblinks

 Commons: Ahmet Davutoğlu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sayı : 24997. Resmî Gazete, 18. Januar 2003, S. 1, abgerufen am 14. Mai 2009 (türkisch).
  2. Sayı : 27216. Resmî Gazete, 1. Mai 2009, S. 1, abgerufen am 2. Mai 2009 (türkisch).

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