Ahmet I.
Ahmed I.

Ahmed I. (* 1589 oder 18. April 1590; † 22. November 1617) war 1603 bis 1617 Sultan des Osmanischen Reiches.

Leben

Ahmed war ein Sohn von Mehmed III., dem er 1603 auf dem Thron folgte. Damit war er der erste osmanische Sultan, der minderjährig die Herrschaft übernahm. Er folgte nicht dem Brauch, seinen Bruder Mustafa ermorden zu lassen, der ihm schließlich als Sultan nachfolgte. Dafür ließ er seine Großmutter Safiye, welche eigentlich bis zu seiner Thronbesteigung die Regierungsgeschäfte geführt hatte, im Harem einsperren.

Am Anfang seiner Regierungszeit gab er Proben von Entschlusskraft, die sich in seinem späteren Verhalten nicht erfüllten. Die Kriege in Ungarn (3. Österreichischer Türkenkrieg) und in Persien, die seine Thronbesteigung begleiteten, endeten ungünstig für das Osmanische Reich. Sein Prestige erlitt einen ersten Dämpfer mit dem 1606 unterschriebenen Friedensvertrag von Zsitvatorok, der die jährlichen Tributszahlungen durch Österreich abschaffte.

Während des Rests seiner Amtszeit gab sich Ahmed dem Vergnügen hin. Demoralisierung und Korruption in der öffentlichen Verwaltung wurden nun ebenso allgegenwärtig wie die Disziplinlosigkeit in den Rängen der Armee. Man sagt, dass der Genuss von Tabak bei den Türken während Ahmed I. eingeführt wurde.

Ahmed I. ist heute vor allem als Erbauer der Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee) bekannt und wurde in einem angrenzenden Mausoleum begraben. In seiner Regierungszeit wurde auch der Aynalıkavak-Palast gebaut.

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