Ahtopol
Achtopol (Ахтопол)
Wappen fehlt
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Achtopol (Bulgarien)
DEC
Achtopol
Achtopol
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Burgas
Einwohner: 1328 (31. Dez. 2005)
Koordinaten: 42° 6′ N, 27° 57′ O42.127.950Koordinaten: 42° 6′ 0″ N, 27° 57′ 0″ O
Höhe: 0 m
Postleitzahl: 8280
Telefonvorwahl: (+359) 550
Kfz-Kennzeichen: A
Verwaltung
Bürgermeister: Biser Kolew
Achtopol (rotes Viereck) - Bulgarien - Nachbarorte: Burgas, Ajtos, Zarewo, Malko Tarnowo, Karnobat, Jambol, Kirklareli

Achtopol [ɐxˈtɔpoɫ] (bulg. Ахтопол) ist eine der kleinsten Städte Bulgariens und liegt 87 Kilometer von Burgas entfernt an der Küste des Schwarzen Meeres, nur wenige Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt. Die Entfernung nach Sofia beträgt 477 Kilometer.

Inhaltsverzeichnis

Tourismus

Die Stadt ist ein Ferienort und liegt auf einer felsigen Halbinsel am Fuß des Strandscha-Gebirges, eines bulgarischen Nationalparks. Klimatisch zeichnet sich der Ort durch eine höhere Luft- und Wassertemperatur aus als der Durchschnitt Bulgariens. Achtopol verfügt über einen etwa zwei Kilometer langen, feinen Sandstrand.

Nachbarstädte

Achtopol ist umgeben von den Städten Sinemorets, Sosopol, Resowo und Primorsko.

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass dort schon 2000 v. Ch. eine Siedlung existierte, wo heute Achtopol liegt. Im 6. Jahrhundert v. Chr. war Achtopol ein thrakischer Hafen.

Weitere 200 Jahre später war die Siedlung eine bedeutende griechische Stadt unter dem Namen Agatopolis. Später eroberten die Römer die Stadt und machten sie zu einer Festung. Die Stadtmauern, die sie erbauten, standen bis zum 16. Jahrhundert n. Chr. Zuvor hatten sie unter der türkischen Eroberung der Stadt gelitten. Schließlich wurden sie von einem schweren Erdbeben fast völlig zerstört. Reste sind jedoch noch heute zu sehen, zum Beispiel im Garten der Villa Krajmorska.

Am Ende des 18. Jahrhunderts siedeln die nun herrschenden Türken griechische Seeleute und Schiffbauer von der Krim-Halbinsel nach Achtopol um. Dort bauen sie Schiffe für die türkische Marine und für Privatleute und bilden zudem türkische Matrosen aus. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist Achtopol wieder auf einem Höhepunkt seiner Geschichte angelangt und gelangte zu Reichtum. 1913 handeln die türkische und die griechische Regierung einen Vertrag aus, der den Abzug der griechischen Siedler aus Achtopol vorsieht. An ihrer statt kommen Thraker aus dem östlichen Thrakien. 1918 zerstörte ein Stadtbrand fast die ganze Stadt. Nur wenige Häuser im nördlichen Teil der Halbinsel und direkt am Meer bleiben erhalten. Eines davon, ein traditionelles Holzhaus, ist noch heute unweit der Villa Krajmorska zu sehen. Von der großen Geschichte kündet zudem die griechische Schule direkt an der Steilküste, die nach Jahren des Verfalls saniert wird.

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