Ai no Borei
Filmdaten
Deutscher Titel: Im Reich der Leidenschaft
Originaltitel: Ai no borei
Produktionsland: Japan, Frankreich
Erscheinungsjahr: 1978
Länge: ca. 104 Minuten
Originalsprache: Japanisch
Altersfreigabe: FSK 18
Stab
Regie: Ōshima Nagisa
Drehbuch: Ōshima Nagisa
Produktion: Anatole Dauman
Musik: Tōru Takemitsu
Kamera: Yoshio Miyajima
Schnitt: Keiichi Uraoka
Besetzung
  • Tatsuya Fuji: Toyoji
  • Kazuko Yoshiyuki: Seki
  • Takahiro Tamura: Gisaburo
  • Takuzo Kawatani: Inspektor Hotta

Im Reich der Leidenschaft (jap. 愛の亡霊, Ai no bōrei, dt. „Totengeist der Liebe“) ist ein japanisch-französischer Horrorfilm aus dem Jahr 1978. Regie führte Ōshima Nagisa, der auch das Drehbuch anhand eines Romans von Itoko Namura schrieb.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Handlung spielt in einem japanischen Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts. Die attraktive Seki ist mit dem viel älteren Rikschafahrer Gisaburo verheiratet. Eines Tages lernt sie den ehemaligen Soldaten Toyoji kennen, mit dem sie eine Affäre eingeht. Seki und Toyoji beschließen gemeinsam, Gisaburo zu töten; seine Leiche wird in einem Brunnen versteckt. Seki behauptet, ihr Mann sei nach Tokio gezogen, um Arbeit zu suchen.

Seki und Toyoji werden drei Jahre später von dem Geist des Mannes verfolgt. Die Ortsbewohner schöpfen Verdacht, worauf die Behörden das Verschwinden von Gisaburo untersuchen.

Kritiken

Vincent Canby schrieb in der New York Times vom 16. Dezember 1980, der Film sei einfühlsamer und romantischer als Im Reich der Sinne. Nicht nur Sex würde zur Besessenheit, sondern auch die Liebe. Die Protagonisten würden nicht zu Opfern der Gesellschaft, sondern der eigenen Gefühle. Der Film sei „außerordentlich schön“ und „exquisit gespielt“; die Bilder seien beeindruckend. Alles sei „präzise geordnet“.[1]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, das „erotische Psychodrama“ sei ein „düsterer Klassiker, sinnlich bis übersinnlich“.[2]

Auszeichnungen

Ōshima Nagisa wurde im Jahr 1978 für die Goldene Palme nominiert und erhielt für Regie einen Preis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Tōru Takemitsu gewann im Jahr 1979 für die Filmmusik den Mainichi Film Award und den Award of the Japanese Academy. Zu den sieben weiteren Nominierungen für den Award of the Japanese Academy gehörten jene als Bester Film, für Regie und für Kazuko Yoshiyuki.

Hintergründe

Der Film wurde in Japan gedreht.[3] Er kam in die französischen Kinos am 6. September 1978.[4]

Ōshima Nagisa schuf im Jahr 1976 den Film Im Reich der Sinne, mit dem dieser Film in einigen Kritiken verglichen wird.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Filmkritik von Vincent Canby, abgerufen am 11. Juni 2008.
  2. Cinema, abgerufen am 11. Juni 2008.
  3. Filming locations for Ai no borei, abgerufen am 11. Juni 2008.
  4. Release dates for Ai no borei, abgerufen am 11. Juni 2008.

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