Aichhalden
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aichhalden
Aichhalden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aichhalden hervorgehoben
48.26758.4716
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Rottweil
Höhe: 716 m ü. NN
Fläche: 25,74 km²
Einwohner:

4.083 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78733
Vorwahlen: 07422, 07444, 07836
Kfz-Kennzeichen: RW
Gemeindeschlüssel: 08 3 25 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reißerweg 3
78733 Aichhalden
Webpräsenz: www.aichhalden.de
Bürgermeister: Ekhard Sekinger
Lage der Gemeinde Aichhalden im Landkreis Rottweil
Donau Landkreis Freudenstadt Landkreis Tuttlingen Ortenaukreis Schwarzwald-Baar-Kreis Zollernalbkreis Aichhalden Bösingen (bei Rottweil) Deißlingen Dietingen Dornhan Dunningen Eschbronn Epfendorf Fluorn-Winzeln Hardt (Schwarzwald) Lauterbach (Schwarzwald) Oberndorf am Neckar Rottweil Rottweil Schenkenzell Schiltach Schramberg Sulz am Neckar Villingendorf Wellendingen Vöhringen (Württemberg) Zimmern ob RottweilKarte
Über dieses Bild

Aichhalden ist eine Gemeinde im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Aichhalden liegt im Osten des mittleren Schwarzwalds am Übergang zur Baarhochebene. Das Gemeindegebiet liegt über den Tälern von Schiltach und Kinzig in 640 bis 720 Meter Höhe.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Alpirsbach im Landkreis Freudenstadt, im Osten an Fluorn-Winzeln, im Süden an die Stadt Schramberg und im Westen an die Stadt Schiltach und an Schenkenzell.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Aichhalden und Rötenberg. Die beiden Ortsteile sind räumlich identisch mit den beiden früher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die zuvor selbstständige Gemeinde Rötenberg vereinigte sich mit Wirkung zum 1. Juli 1974 mit Aichhalden zur neuen Gemeinde Aichhalden. Die beiden Ortsteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. Im Ortsteil Rötenberg befindet sich eine örtliche Verwaltungsstelle unter der Bezeichnung Ortsverwaltung Rötenberg.[2]

Ortsteil Aichhalden

Zur Gemeinde Aichhalden in den Grenzen vor dem 1. Juli 1974 gehören das Dorf Aichhalden, die Weiler Bühlen und Hinteraichhalden, die Höfe Buz, Eselbach, Reißer, Riesen, Schachen, Weiher und Zollhaus und die Wohnplätze Bruck, Heimliswald, Loch und Wanne.

Im Gemeindeteil Aichhalden liegen die aufgegangenen Ortschaften Alter, Angst, Dörfle, Dreimühlen, Grund, Güntershöhe, Heldhof, Hinteralter, Hinterhalden, Hinterstadt, Hochhäusle, Hub, Käppelesacker, Lachen, Lachhausen, Lochhof, Mergelgrube, Moos, Moosmichelhof, Sägermartinshof, Schenkenreute, Scheurenbauernhof, Spitzacker, Stolgen, Vorm Wäldle, Wannenhalde und Waschhalde.[3]

Ortsteil Rötenberg

Zur ehemaligen Gemeinde Bach und Altenberg gehören das Dorf Bach und Altenberg und die Wohnplätze Bergsteig, Schwanenmoos und Segelacker. Diese seit 1819 bestehende Gemeinde vereinigte sich zum 1. Januar 1969 mit der Gemeinde Rötenberg zur neuen Gemeinde Rötenberg, die heute den Ortsteil Rötenberg bildet.

Zum Ortsteil Rötenberg (ohne Bach und Altenberg) gehören das Dorf Rötenberg, die Weiler Kiener (mit Rötenberg zusammengewachsen) und Reint, die Höfe Brandsteig und Heftenbach und die Wohnplätze Etzenbühl, Mergelacker und Schoren.

Geschichte

Aichhalden wurde im Jahre 1223 erstmals urkundlich erwähnt. Geistliche und weltliche Herrschaften wechselten sich ab, bis der Ort 1579 zu Österreich kam und, abgesehen von einem württembergischen Zwischenspiel 1633/34, bis 1805 auch österreichisch blieb. 1806 kam Aichhalden endgültig zu Württemberg, wurde 1810 dem Oberamt Oberndorf zugeordnet und verblieb dort bis dieses 1938 im neu gegründeten Landkreis Rottweil aufging.

Vor 1933 bestand der heutige Teilort Aichhalden aus den zwei Teilgemeinden Vorder- und Hinteraichhalden, die nahezu selbständig waren und wichtige Beschlüsse und Entscheidungen getrennt fassten.[4]

Im Zuge der Gemeindereform wurde am 1. Januar 1969 die bis dahin selbstständige Gemeinde Bach und Altenberg nach Rötenberg eingemeindet. Die Eingemeindung von Rötenberg nach Aichhalden erfolgte am 1. Juli 1974. Am 1. Januar 1975 wurden die zu Aichhalden gehörenden Wohnplätze Lienberg und Brambach mit 250 Einwohnern und 330 Hektar Fläche nach Schramberg umgegliedert.

Politik

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Schramberg an.

Schultheiße und Bürgermeister

Ortsoberhäupter der Gemeinde Aichhalden von 1887 an waren:[5]

  • Wilhelm Kopp (1887 bis 1906)
  • Josef Dürler (1906 bis 1930)
  • Johannes Pfletschinger (1930 bis 1947)
  • Alfons Ginter (1948 bis 1954)
  • Josef Merz (1954 bis 1965)
  • Reinhold Kühner (1965 bis 1993)
  • Ekhard Sekinger (seit 1993, laufende Amtsperiode bis 2017)

Bei der Bürgermeisterwahl am 5. April 2009 wurde Ekhard Sekinger mit 98 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 51,6 Prozent ohne Gegenkandidaten für eine dritte Amtszeit bestätigt.[6]

Gemeinderat

Dem Gemeinderat von Aichhalden gehören 17 Mitglieder, 15 Männer und zwei Frauen, an. Er wurde bei den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,9 % und war damit um 1,7 Prozentpunkte geringer als bei den Kommunalwahlen 2004.[7]

Wappen

Die Blasonierung des Wappens der Gemeinde Aichhalden lautet: Von Silber und Grün schräggeteilt, oben eine bewurzelte grüne Eiche. Die Blasonierung des Wappens der ehemaligen Gemeinde Rötenberg lautet: Von Gold und Rot in Form eines Hügels geteilt, oben eine liegende schwarze Hirschstange, unten die goldenen Großbuchstaben R und B.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die Firmengruppe Simon ist seit 1963 in Aichhalden ansässig. Die Firmengruppe ist heute in den Bereichen Möbelbeschläge, Galvanotechnik, Sintertechnik, Bergbautechnik sowie im Werkzeugbau tätig.

Bildung

In Aichhalden gibt es eine Grund- und Hauptschule sowie eine weitere Grundschule im Ortsteil Rötenberg.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Ehrenbürger der Gemeinde Aichhalden sind[8]

  • Oberlehrer Johannes Ott
  • Gemeindepfleger Johannes Summ
  • Altbürgermeister Alfons Ginter

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Aichhalden vom 22. Juli 2003
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 507–508
  4. Geschichte Aichhaldens auf www.aichhalden.de
  5. Übersicht und Bilder auf www.aichhalden.de
  6. Staatsanzeiger Baden-Württemberg Nr. 13 vom 9. April 2009, S. 11
  7. Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg – abgerufen am 26. Dezember 2009
  8. Übersicht und Bilder auf www.aichhalden.de

Weblinks

 Commons: Aichhalden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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