Aichi
Karte
Lage der Präfektur Aichi in Japan
Basisdaten
Verwaltungssitz: Nagoya
Region: Chūbu
Insel: Honshū
Fläche: 5.162,50 km²
%-Wasser: 5,4 %
Einwohner: 7.349.839
(1. Sep. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1.424 Einwohner je km²
Landkreise: 10
Gemeinden: 63
ISO 3166-2: JP-23
Gouverneur: Masaaki Kanda
Offizielle Website: http://www.pref.aichi.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Aichi
Präfekturbaum: Acer pycnanthum
Präfekturblume: Iris laevigata
Präfekturvogel: Otus scops japonicus
Präfekturfisch: Marsupenaeus japonicus
Präfekturlied: Warera ga Aichi
(„Wir sind Aichi“)

Die Präfektur Aichi (jap. 愛知県, Aichi-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Chūbu auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist Nagoya.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Früher existierten auf dem Gebiet der heutigen Präfektur Aichi die Provinzen Owari und Mikawa. Owari lag in der Mitte von Honshu und war ein wichtiger Ort, um die östlichen Provinzen mit Provinzen in der Mitte und der damaligen Hauptstadt (Nara und danach Kyōto) zu verbinden. Die berühmten Daimyō Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi kamen aus Owari, Tokugawa Ieyasu aus Mikawa. Nobunaga gründet die Stadt Nagoya und die Burg. Nachdem Ieyasu 1602 das Shōgunat gegründet hatte, ließ er seinen Sohn und seine treuen Männer diese zwei Provinzen regieren. Ieyasu teilte sie in zwei Provinzen ein und gab die meisten Teile von Owari seinem Sohn, der Nagoya zur Hauptstadt machte. Ieyasu teilte Mikawa in etwa 10 Teile und gab seine Männer den Fürsten je eines.

Nach der Meiji-Restauration wurde das Han-System aufgehoben und Präfekturen gegründet. Die Provinzen Owari und Mikawa wurden zur Präfektur Aichi zusammengefasst. Heute sind die ehemaligen Provinznamen noch in zahlreichen Orts- und Bahnhofsnamen sowie auf den Nummernschildern zu sehen.

Geographie

Die Präfektur Aichi befindet sich nahe dem Zentrum der japanischen Inselkette. Im Süden befinden sich die Ise- und Mikawa-Bucht. Im Osten grenzt Aichi an die Präfektur Shizuoka, im Nordosten an die Präfektur Nagano, im Norden an die Präfektur Gifu und im Westen an die Präfektur Mie. Von Osten nach Westen misst die Präfektur 106 km, von Norden nach Süden 94 km. Insgesamt besitzt Aichi eine Fläche von 5.153,81 km² was etwa 1,36% der Gesamtfläche Japans entspricht. Der höchste Punkt ist Chasuyama mit einer Höhe von 1415 m über dem Meeresspiegel.

Wirtschaft

Aichis Industrieproduktion ist die größte aller Präfekturen in Japan. Aichi ist bekannt als Zentrum der Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie. Ferner ist die Präfektur Aichi das Herz des Japanischen Werkzeugmaschinenbaues. Verschiedene Firmenzentralen befinden sich in Aichi:

Firmen wie Bayer, Daimler Chrysler, Fuji Heavy Industries, Mitsubishi, Pfizer, Sony, Suzuki, und Volkswagen besitzen Fabriken in Aichi.

Vom 25. März bis zum 25. September 2005 fand in der Präfektur Aichi unter dem Motto "Weisheit der Natur" die Expo 2005 statt. Ausstellungsgebiet waren die Städte Seto und Nagakute.

Verkehr

Größte Bahngesellschaften in Aichi sind JR Central (Teil der Japan Railways-Gruppe) sowie die Privatbahn Meitetsu. Aichi ist über den Tokaido-Shinkansen an das japanische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. Shinkansen-Bahnhöfe gibt es in Nagoya, Toyohashi und Mikawa-Anjo.

Das Autobahnnetz ist dicht ausgebaut, aufgrund der hohen Verkehrsdichte jedoch auch stark belastet. Aichi hat nach Hokkaido die meisten Verkehrsunfälle in Japan. Wichtigste Autobahnen: Tomei-Expresseway (Tokyo-Nagoya), Meishin-Expressway (Nagoya-Kobe), Chuo-Expressway (Nagoya-Nagano-Tokyo). 2005 eröffnet: Isewangan-Expressway (Toyota-Yokkaichi) und Tokai-Kanjo-Expressway (Toyota-Gifu). Im Bau: New-Tomei-Expressway (Tokyo-Toyota)

Am 17. Februar 2005 wurde der neue Central Japan International Airport (Chubu-Kokusai-Kuko) eröffnet. Daneben existiert noch der Flughafen Nagoya (Komaki-Airport), der vorher der wichtigste Flughafen war und nun noch für einige Regionalflüge genutzt wird.

Wissenschaft

In der Präfektur liegen zahlreiche Universitäten. Die größte und angesehenste Universität ist die staatliche Universität Nagoya, an der u.a. Ryoji Noyori, Nobelpreisträger 2001, lehrt.

Tourismus

Erwähnenswerte Tourismusziele in Aichi sind ein Besuch der Toyota Autofabrik, der Affenpark in Inuyama sowie die Schlösser in Nagoya und Inuyama. Aufgrund der Lage Aichis an der östlichen Küste gibt es einige landschaftlich attraktive Gegenden, jedoch verglichen mit der Präfektur Shizuoka gibt es keine besonderen Badestrände. Die meisten Touristenattraktionen sind von Menschen gefertigt und handeln von der Geschichte der Region.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Präfektur zählen:

  • Aichi-Hochland Quasi-Nationalpark
  • Atsutajingu-Schrein: ein alter Shinto-Schein mit 1.000-jährigen Bäumen und einem der drei göttlichen Symbole des japanischen Kaiserhauses
  • Kap Irago: westlichster Punkt der Atsumi-Halbinsel
  • Burg Inuyama: 1537 errichtet, in Inuyama
  • Meiji-Dorf: einer der ersten Themenparks in Japan mit 63 Gebäuden aus der Meiji-Zeit, in Inuyama
  • Horaiji-Berg: 684 Meter hoher ruhender Vulkan, in Horai
  • Ninomaru-Garten am Schloss von Nagoyajo: angelegt im Jahr 1625, in Nagoya
  • Tenryu Okumikawa Quasi-Nationalpark: erstreckt sich über die Präfekturen Aichi, Shizuoka und Nagano mit dem 1.415 Meter hohen Chausu-at-Berg, dem höchsten Berg in Aichi
  • Tokugawa-Kunstmuseum: 10.000 Werkzeuge und Artikel des täglichen Gebrauchs

Bildergalerie

Symbol

Das Symbol der Präfektur Aichi existiert seit 1950 und besteht aus den stilisierten Hiraganazeichen あ (a), い (i) und ち (chi).

Auslandsvertretungen und Partnerschaften

Zwischen 1972 und 1997 existierte in Hamburg ein Repräsentanz der Präfektur Aichi der Japanese External Trade Organization (JETRO). 1997 zog sie nach Berlin um, wurde dort jedoch im Jahr 2003 aufgelöst und mit dem Pariser Büro zusammengelegt.

Die Präfektur Aichi hat Partnerschaften mit:

Verwaltungsgliederung

Großstädte (, shi)

  • Sitz der Präfekturverwaltung: Nagoya

Landkreise (, gun)

Liste der Landkreise der Präfektur Aichi, sowie deren Städte (, chō oder machi) und Dörfern (, mura oder son).

  • Aichi
    • Nagakute
    • Tōgō
  • Ama
    • Jimokuji
    • Kanie
    • Miwa
    • Oharu
    • Shippo
    • Tobishima
  • Chita
    • Agui
    • Higashiura
    • Mihama
    • Minamichita
    • Taketoyo
  • Hazu
  • Hoi
    • Kozakai
    • Mito
    • Otowa
  • Kitashitara
    • Shitara
    • Toei
    • Toyone
  • Nishikamo
    • Miyoshi
  • Nishikasugai
    • Haruhi
    • Toyoyama
  • Niwa
    • Fuso
    • Oguchi
  • Nukata

Größte Orte

Gemeinde Einwohner
1. Oktober 2000
Einwohner
1. Oktober 2005
Nagoya 2.171.557 2.215.031
Toyota 395.224 412.131
Toyohashi 364.856 372.471
Ichinomiya 362.726 371.446
Okazaki 336.583 354.707
Kasugai 287.623 295.795
Anjō 158.824 170.237
Komaki 143.122 147.191
Kariya 132.054 142.112
Inazawa 136.938 136.959
Seto 131.650 131.916
Toyokawa 117.327 120.974
Handa 110.837 115.834
Tōkai 99.921 104.340
Nishio 100.805 104.323

Weblinks

35.083055555556136.983055555567Koordinaten: 35° N, 137° O


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